Allgemeine Berichte | 14.01.2022

Aber: „Auch ein halbes Jahr nach der Flutkatastrophe ist vor Ort spürbar, wie dringend finanzielle, materielle, emotionale Unterstützung und Beratung notwendig sind,“ so der DRK-Vorstand

Sechs Monate nach der Flut: DRK zieht positive Bilanz

Vor sechs Monaten wurde das Ahrtal von der Flutkatastrophe getroffen. Foto: DU

Mainz/Kreis Ahrweiler. Die beiden Vorstände des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz, Anke Marzi und Manuel Gonzalez, ziehen sechs Monate nach der Flutkatastrophe im Juli 2021 eine positive Bilanz. „Es ist uns ein Anliegen, den Menschen in den Hochwasserregionen weiterhin zu zeigen, dass wir als Rotes Kreuz für sie da sind“, informieren Anke Marzi und Manuel Gonzalez. „Auch ein halbes Jahr nach der Flutkatastrophe ist vor Ort spürbar, wie dringend finanzielle, materielle, emotionale Unterstützung und Beratung notwendig sind. „Wir wollen als DRK Menschen mit unserem Dasein Mut, Hoffnung und Zuversicht geben, damit sie die Kraft haben, nach der Flut wieder gut weiterleben zu können“, so Marzi und Gonzalez weiter.

Über 1.000 ehrenamtliche DRK-Helfer aus Rheinland-Pfalz waren seit der Flutnacht am 14. Juli 2021 im Einsatz. Sie engagierten sich in der Akutphase gemeinsam mit 2.500 Rotkreuzler*innen aus dem gesamten Bundesgebiet in der Betreuung, Verpflegung, im Sanitätsdienst und der psychischen Begleitung betroffener Menschen in den Hochwasserregionen. Auch heute sorgen noch viele DRK-Mitarbeitende dafür, gute infrastrukturelle Voraussetzungen zum Wohl der betroffenen Menschen zu schaffen. Der DRK-Bereitstellungsraum in Koblenz wurde zum Ende des Jahres 2021 bedarfsorientiert nach Mendig verlagert. Mit täglich vier Logistik- und Tanktouren kümmern sich die DRK-Mitarbeitenden des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz um 75 Lichtmasten und Ersatzstromerzeuger, transportieren nach Bedarf Bautrockner, Werkzeuge und Zeltheizungen. Logistisch unterstützen sie zudem die beiden DRK-Kläranlagen in Mayschoß, Hönningen und die IT-Richtfunk-Einheit.

Der DRK-Kreisverband Ahrweiler eröffnete bereits im September 2021 das erste (mobile) Beratungs- und ServiceCenter in Ahrweiler. Es folgten im Oktober drei weitere Beratungs- und ServiceCenter in den DRK-Kreisverbänden Trier-Saarburg, Vulkaneifel und Bitburg-Prüm. Unter dem Motto „Die Flut geht. Wir bleiben.“ gehören soziale Beratung, Antragshilfen, Vermittlung von Ansprechpartnern wie Versicherungen, Behörden, psychologische Begleitung und Hilfen für ältere Menschen zum Angebotsportfolio der Beratungs- und ServiceCenter. Der Austausch mit den betroffenen Menschen zeigt, wie notwendig vor allem für ältere Menschen die Begegnung ist. Noch heute stellen die DRK-Beratern fest, dass gerade Senioren oftmals keine Kenntnis von den finanziellen Unterstützungsleistungen haben oder sich schämen, diese anzunehmen. So ist der Begegnungstreff „Alt und Jung“ des DRK-Kreisverbandes Ahrweiler eine Chance, mit den älteren Menschen gut in Kontakt zu kommen.

Dank vieler Spender hat das rheinland-pfälzische Rote Kreuz mittlerweile über 5,8 Mio. Euro betroffenen Menschen in den Hochwasserregionen zu Gute kommen lassen. Bislang wurden über 4.400 Anträge an das rheinland-pfälzische Rote Kreuz gestellt. Das Rote Kreuz hat mit seinem DRK-Soforthilfeprogramm „Kita- und Schulstarter“ bislang rund 1,1 Mio. Euro an betroffene Menschen in den Hochwasserregionen der DRK-Kreisverbände Ahrweiler, Bitburg-Prüm, Trier-Saarburg und Vulkaneifel ausgeschüttet. Weiterhin unterstützte das rheinland-pfälzische DRK vor allem ältere und besonders bedürftige Menschen mit über 3,1 Mio. Euro im Rahmen von Haushaltsbeihilfe bzw. Härtefällen. Auch weiterhin können Anträge für diese DRK-Finanzhilfen II gestellt werden. Es gilt nur aufgrund der Gemeinnützigkeit des DRK den Nachrangigkeitsgrundsatz zu beachten. Das bedeutet: Die Auszahlung von Spendengelder für Wiederaufbauhilfen erfolgt erst nach Prüfung, Genehmigung und Ausschüttung von Versicherungsleistungen und staatlichen Hilfen.

Mit weiteren 1,6 Mio. Euro Spendengeldern finanzierte das rheinland-pfälzische Rote Kreuz die (mobilen) Beratungs- und Servicezentren, die Begegnungsstätte „Alt und Jung“ in Ahrweiler, die Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche sowie die psychologische Beratung von Einsatzkräften. Weitere nachhaltige Projekte für die Menschen in den Hochwasserregionen sind derzeit in Planung. Pressemitteilung

DRK-Landesverband

Rheinland-Pfalz e.V.

Vor sechs Monaten wurde das Ahrtal von der Flutkatastrophe getroffen. Foto: DU

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Ausflug zum Albertinum nach Mendig

  • Herbert und Hannelore Theiler!: Wir hatten alle einen schönen Tag im Albertinum geselliges beisammen sein! Das Museum war sehr interessant mit der Vielfalt an Steinen Sammlungen! Das Essen und die Getränke waren genug vorhanden! Auch der Kaffee und Kuchen haben allen geschmeckt!

WiderSPRUCH: Das neue Kleid von Sankt Laurentius

  • Anna-Maria Smits : Sehr geehrter Herr Pacyna-Heinen , Was ist der Sinn dieser verspäteten Kritik? Wissen Sie wieviel Arbeit es ist, eine Kirche zu restaurieren? Unsere Martin-Luther-Kirche ist von der Wiedereröffnung noch weit entfernt.
  • Thomas999: In fünf Monaten ist diese Baumaßnahme niemals abgeschlossen! Wie lange wird schon in der Max-Planck-Straße gebaut? Fast 1 Jahr!
DA bis auf Widerruf
Azubi Messe Go bei Blick aktuell
Stellenanzeige Berufskraftfahrer
Anzeige Andernach Mitte Card
Bestell-Nr.: 0012231059
Karnevalssamstag
Stellenanzeige Zahntechniker
Rosenmontagszug in Brohl
Experten für Steuern, Recht & Vorsorge
Gegengeschäft
Empfohlene Artikel

Müllenbach. Die Straßenbauarbeiten an der B 257 in der Ortslage Müllenbach konnten witterungsbedingt bis Ende 2025 nicht vollständig abgeschlossen werden. Die zuvor bestehende Vollsperrung wurde jedoch aufgehoben, so dass der Streckenabschnitt wieder für den Verkehr freigegeben ist.

Weiterlesen

Bad Neuenahr. Der Ortsbeirat Bad Neuenahr zeigt sich äußerst besorgt über die geplante Vollsperrung des unteren Abschnitts der Telegrafenstraße im Zuge der Fernwärmeverlegung. Die Maßnahme soll nach aktuellem Stand bis zu fünf Monate andauern und bringt erhebliche Einschränkungen für Gewerbetreibende, Einzelhändler, Dienstleister sowie für die Nahversorgung der Bevölkerung mit sich.

Weiterlesen

Weitere Artikel

KVM präsentierte unterhaltsames Programm

Kunterbuntes Narrenspektakel in Millebaach

Müllenbach. Sitzungspräsident Jörg Fuhrmann war es vorbehalten, das Bühnenspektakel der Eifelnarren im Stil eines wortgewandten Moderators eröffnen. In diesem Zusammenhang konnten die Offiziellen des örtlichen Karnevalvereins mit einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm aufwarten, zu dem das bewährte Müllenbacher Narrenparkett sowohl für Tanzdarbietungen wie für das gesprochene Wort auf Hochglanz poliert worden war.

Weiterlesen

Große CKG-Prunksitzung lockte in die BBS-Narrhalla

Cochem: Kurzweiliges Narrenspektakel sorgte für Begeisterung

Cochem. Farbenfroh, schwungvoll, amüsant und spektakulär, ging es auch heuer im Narrentempel der Cochemer Karnevals-Gesellschaft (CKG) zur Sache. Unter der Leitung von Jörg Eckerskorn, der als versierter Narrenmagister diesmal zum 30. Mal die Schelle des Sitzungspräsidenten schwang, machte mit deren Einsatz den Weg frei für ein abwechslungsreiches, kurzweiliges und höchst amüsantes Narrenspektakel.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Betriebselektriker
Hausmeister, bis auf Widerruf
Messe GO meets BBS Andernach -  Bestellung Nr.: 0033082659
Go meets BBS Andernach
3+1 Aktion
MA Hauswirtschaft Küche
Stellenanzeige Bereich Bezirksleitung Mayen
Sonntag Verkauf von 13-18 Uhr
Stellenanzeige
Anzeige SALE
Stellenanzeige Jugendpfleger/in u. Azubi Kauffrau Tourismus
Stellenanzeige Kundendiensttechniker
Experten für Recht, Versicherungen und Vorsorge
Motivierte und engagierte  Nachwuchskräfte