Diesmal klappte die Präzisionsarbeit des THW

Sinzig: Christinensteg erfolgreich eingehoben

Sinzig: Christinensteg erfolgreich eingehoben

Der neu Steg passt und ist eingehoben. Foto: BL

Sinzig: Christinensteg erfolgreich eingehoben

Schwebesituation: Präzisionsarbeit war beim Einhub des provisorischen Christinenstegs gefragt. Foto: BL

Sinzig. Beim zweiten Versuch klappte die Präzisionsarbeit des THW. Am Samstagmorgen wurde der Christinen-Steg, als provisorische Verbindung zwischen Schulzentrum und einstigen Sportplätzen erfolgreich eingehoben. Das Grundgerüst des Steges überspannt nun auf fast 40 Metern Länge die Ahr. Nicht ganz eine Stunde brauchten die rund 25 Helfer des THW und ein riesiger Schwerlastkran für diese Arbeit.

Zum Hintergrund: Bei der verheerenden Flutkatastrophe am 14. Juli 2021 wurde der Christinensteg weggespült. Am 26. März 2022 wurde der neue Christinensteg von vier Ortsvereinen des THW gebaut.

Weil diese Brücke eine wichtige Verbindung zum Schulzentrum ist, hatte der Aufbau Priorität. Beim Aufbau dabei waren neben dem THW Sinzig, die THW Ortsvereine Neustadt an der Weinstraße, Bad Kreuznach und Koblenz. Insgesamt waren 25 THW-Spezialisten im Einsatz. .

39 Meter überspannt die aus 13 Elementen zusammengesetzte Stahlbaukonstruktion. Das Gewicht beträgt 21 Tonnen und mit kompletter Bestückung mit rutschsicheren Bodenplatten und Seitenteilen mit Handlauf kommen rund 40 Tonnen zusammen. Die Liegezeit der robusten, verzinkten Konstruktion wird mit 40 Jahren angegeben.

Etwas knifflig wird der Zuweg zu der aus hochwassertechnischen Gründen gut einen Meter höher gelegten Brücke. Hier muss Boden aufgeschüttet und befestigt werden. Daher kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch kein Datum nennen, ab wann die Brücke benutzbar sein wird. Dies ist der kleine Wermutstropfen, der für Fußgänger und Radler in Sinzig wohl noch kurze Zeit bestehen bleibt.

Zur Vorgeschichte: Am 2. April sollte die Brücke eingesetzt werden. Der Schwerlastkran der Firma Floßdorf hob die Brücke an und setzte sie wieder ab. Eine der Auslegerstützen, die den Kranwagen stabilisieren, war rund 15 cm im Erdreich eingesackt. Auch eine rund ein Quadratmeter große, massive Platte, die unter den Hydraulikfuß gelegt wurde, konnte das nicht verhindern. Die anwesenden Ingenieure begutachteten die Situation und entschieden sich dafür, dass der Boden an der Stelle neu verdichtet und befestigt werden muss.

Der jetzige neue Christinen-Steg ist übrigens wirklich als Provisorium zu verstehen, trotz der 40 Jahre Garantie auf die in England gefertigten Brückenteile. In ähnlicher Bauweise soll auch die neue Radbrücke an der Ahrmündung entstehen. Allerdings sind dort noch viele Fragen des Naturschutzes und des Wiederaufbaus des teilweise ja auch zerstörten Rheinradweges zu klären. Anders ist die Lage beim Spessartsteg in Richtung Bad Bodendorf. Dort wird direkt ein kompletter Neubau geplant, ohne dass der Steg bisher in der Förderungsliste steht und die Realisierung damit er eine Frage von Jahren sein dürfte. BL