Nun steht fest: Der Wiederaufbau wird zu 100 Prozent aus dem Wiederaufbaufonds gefördert.
Thermalbad Bad Bodendorf: Beim Wiederaufbau tut sich etwas
Sinzig. Mit der Übergabe des Förderbescheids in Höhe von rund 8,351 Mio Euro durch Staatssekretärin Nicole Steingaß kann der Wiederaufbau des historischen Thermalbades in Bad Bodendorf nun in die konkrete Planung- und Umsetzungsphase starten. Lange stand nicht fest, mit welcher Förderquote die Stadt Sinzig rechnen konnte, umfangreiche Prüfungen waren erforderlich. Nun steht fest: Der Wiederaufbau wird zu 100 Prozent aus dem Wiederaufbaufonds gefördert. „Dieses Ergebnis habe ich mir erhofft und ich bin sehr glücklich, dass der erhebliche Arbeitsaufwand im Vorfeld nun zu dieser 100%-Förderkulisse geführt hat“, so Bürgermeister Andreas Geron. „In der Öffentlichkeit wurde nachvollziehbar immer wieder die Frage gestellt, warum es um das Thema ‚Wiederaufbau Thermalfreibad‘ so ruhig ist. Im Hintergrund haben wir jedoch sehr intensive Abstimmungsgespräche mit allen Beteiligten geführt, um eine optimale Förderkulisse zu schaffen. Die 100%-Förderung stellt eine enorme Entlastung des städtischen Haushalts dar und wird somit den Wiederaufbau ermöglichen. Mein Dank gilt allen an den Abstimmungsgesprächen Beteiligten, dem Stadtrat für die frühzeitige und eindeutige Willensbekundung zum Wiederaufbau des Thermalfreibades sowie insbesondere dem Fördergeber“, so der Bürgermeister weiter.
Zuletzt in der Saison 2019 geöffnet, konnte das Thermalbad 2020 und 2021 aufgrund der Corona-Vorgaben nicht öffnen. Im Jahr 2021 fügte die Flutkatastrophe dem Bad so schweren Schaden zu, dass an einen weiteren Betrieb nicht zu denken war. Im Juli 2022 fand dann im Sinziger Rathaus ein interner Workshop zur Ideenfindung für den Wiederaufbau unter Mitwirkung von Bürgermeister Andreas Geron, Vertretern aller Sinziger Fraktionen, des Bad Bodendorfer Ortsvorstehers, des ehemaligen Badpächters Frank Riffel sowie der damaligen Wirtschaftsförderin der Stadt Sinzig statt. Geleitet und fachlich begleitet wurden die Konzeptions- und Planungsarbeiten von Prof. Dr. Christian Kuhn von der Deutsche Sportstättenbetriebs- und Planungsgesellschaft mbH & Co KG und Sebastian Neuhaus von KRIEGER Architekten - Ingenieure GmbH. „Viele Ideen wurde eingebracht, auf einige Ansätze konnten man sich schnell einigen, so dass die Planungen dann zügig in die nächste Phase gingen“, so Bürgermeister Andreas Geron. Die aufgrund dieser Planungen erstellte Konzeptstudie wurde im Sommer 2023 der AG Thermalbad und anschließend den Mitgliedern des Sinziger Stadtrats präsentiert. Die Koordination sämtlicher Planungen sowie Arbeiten im Kontext des Wiederaufbaus wurden nach Gründung der Gesellschaft für Wiederaufbau, Entwicklung und Innovation mbH (GEWI) im September 2022 von dieser übernommen.
Nach Klärung der Förderung kann es nun mit den Ausschreibungen und weiteren Planungen vorangehen – etwas, worauf alle Sinziger*innen und viele Gäste und Liebhaber*innen des Bades lange gewartet haben. Konkret ist geplant, das Hauptgebäude samt Sanitäranlagen, Umkleiden etc. abzureißen und ohne Kellergeschoss und in hochwasserangepasster Bauweise neu zu errichten. Die historischen Umkleiden entlang der Badeplatte sollen, wenn irgend möglich, erhalten bleiben. Die Umkleiden im unteren Bereich der Wiese, die einen Riegel darstellen und somit senkrecht zu Ahr stehen, sollen aufgegeben und an anderer Stelle ergänzt werden, sodass dies einen positiven Effekt auf die Wasserwirtschaft hat. Auch das Technikgebäude und die Verortung der Technik soll erneuert werden. Das Schwimmerbecken sowie die beiden Nicht-Schwimmerbecken werden im Zuge des Wiederaufbaus ebenfalls erneuert. So wird das Schwimmerbecken gemäß den aktuellen Vorschriften größer und tiefer geplant. „Wir werden großen Wert darauf legen, dass der nostalgische Charme des Thermalbades trotz der Modernisierungen erhalten bleibt“, so Bürgermeister Andreas Geron. „Auch die bisherigen Gespräche, die wir mit potenziellen Betreibern geführt haben, stimmen uns optimistisch“, so der Bürgermeister weiter. „Mein besonderer Dank gilt den Freunden des Thermalbades mit Hans Diedenhofen an der Spitze. Ich bin sehr froh, dass auch in den vergangenen schweren Jahren dieser Verein der Stadt mit Rat und Tat zur Seite stand und auch künftig stehen wird.“
Pressemitteilung der Stadt Sinzig
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Die Klärung dieser Förderkulisse hat bald 3 Jahre gedauert, wenn man fairerweise allen Ebenen ein bisschen Durchschnauf- und Aufräumzeit nach der Flut anerkennt sagen wir mal 2,5 Jahre. Nur bis zur Klärung der Förderung! Bei aller Freude über den Fortbestand des Bades: Ist das wirklich ein Grund zur Freude? Oder eigentlich nur ein weiterer trauriger Beleg dafür, dass wir in Deutschland einen Wiederaufbau in vertretbarem Zeitrahmen nicht schaffen, sondern die Flutfolgen bis heute nur lahm und träge vor sich hin verwaltet werden. Und die Frage wird dann irgendwann auch lauter gestellt werden: Wie sähe das Thermalbad denn heute aus/zukünftig aus, wenn es jetzt nicht 100%ig über den Wiederaufbau gefördert würde? Wie anderswo auch Sportstätten renoviert werden, die vorher schon als baufällig angesehen wurden, wird auch hier der Wiederaufbau eine Verbesserung bringen, die ohne Flut gar nicht oder nur auf Stadtkosten -also gar nicht- hätte stattgefunden.