Allgemeine Berichte | 08.10.2025, 08:40 Uhr

Die meisten Verbindungen werden umgeleitet oder fallen ganz aus

Wichtige Info für Pendler: Kölner Hauptbahnhof ab 14.11. voll gesperrt

Ab 14. November brauchen Bahnkunden gute Nerven: Viele Züge fallen aufgrund der Arbeiten aus. Foto: Pixabay.com
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Region/Köln. Die Deutsche Bah nimmt am 24. November 2025 die zweite Ausbaustufe des neuen elektronischen Stellwerks (ESTW) für den Kölner Hauptbahnhof in Betrieb. Bereits Ende 2021 wurde im Rahmen der ersten Ausbaustufe die Stellwerkstechnik für den S-Bahnverkehr erneuert. Nun folgt die Umstellung für den Regional- und Fernverkehr.

In Vorbereitung auf die Inbetriebnahme wurden in den vergangenen vier Jahren 176 neue Signale installiert, 208 Kilometer Kabel verlegt, elf neue Signalbrücken errichtet und zwei Weichen erneuert. Ab dem 14. November beginnt die finale Testphase der neuen Technik. Diese wird anschließend in das neue Zentralstellwerk in der Kölner Innenstadt eingebunden.

Während der Sperrung der Regional- und Fernverkehrsgleise zwischen dem 14. und 24. November erfolgen Rückbauarbeiten an rund 217 bestehenden Signalen und weiteren nicht mehr benötigten Anlagen. Zusätzlich werden 53 neue Signale installiert. Für den vollständigen Systemwechsel ist zudem die Anbindung der bestehenden fünf Randstellwerke (Köln-West, Ehrenfeld, Nippes, Deutz und Hbf S-Bahn) erforderlich.

Trotz des Einsatzes moderner Maschinen lassen sich Lärmbelästigungen während der Bauarbeiten nicht vermeiden. Die DB bittet hierfür um Verständnis.

Mit der vollständigen Inbetriebnahme wird das elektronische Stellwerk künftig rund 1.300 Zugfahrten pro Tag in und aus dem Kölner Hauptbahnhof steuern. Ziel ist es, den Bahnverkehr in der Region zuverlässiger und leistungsfähiger zu gestalten. Derzeit werden die Fahrdienstleiter an einer Simulationsanlage auf die neue Technik vorbereitet.

Die Investitionen in die beiden Stellwerke im Knoten Köln belaufen sich auf rund 360 Millionen Euro. Bereits im August 2025 wurde in Bonn-Beuel ein neues Stellwerk in Betrieb genommen. Weitere Modernisierungen sind unter anderem in Köln-Mülheim, Bonn Hbf, Bonn-Bad Godesberg, Roisdorf, Sechtem, Brühl sowie im Raum Aachen geplant.

Die Maßnahmen sind Teil des Infrastruktur-Sanierungsprogramms „S3“ der Deutschen Bahn. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der Schiene zu steigern, die Kundenzufriedenheit zu verbessern und die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens zu sichern.

Auswirkungen auf den Zugverkehr

Wo immer möglich, führt die DB Bauarbeiten „unter rollendem Rad“ durch – also ohne Unterbrechung des laufenden Zugverkehrs. Für bestimmte Arbeiten im Gleisbereich ist jedoch eine Sperrung der Strecke erforderlich.

Für die Inbetriebnahmephase vom 14. November (21 Uhr) bis zum 24. November (5 Uhr) ist eine Vollsperrung der Regional- und Fernverkehrsgleise am Kölner Hauptbahnhof notwendig. Der S-Bahn-Verkehr ist größtenteils nicht betroffen – mit Ausnahme der Linien S12 und S19 in der Nacht vom 18. auf den 19. November sowie einer achtstündigen Gesamtsperrung in der Nacht vom 19. auf den 20. November.

Eine Übersicht zu den Änderungen im Fahrplan finden Bahnkunden auf der Homepage der DB: Link

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Ab 14. November brauchen Bahnkunden gute Nerven: Viele Züge fallen aufgrund der Arbeiten aus. Foto: Pixabay.com

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