Allgemeine Berichte | 15.07.2024

Wiederaufbau in Rech: Blick auf drei Projekte

Rech war bei der Flutkatastrophe vor drei Jahren stark betroffen.  Foto:ROB

Rech. Die Zukunft Mittelahr AöR, die Wiederaufbau- und Projektentwicklungsgesellschaft der Ortsgemeinden Dernau, Rech und Mayschoß, informiert über den Stand des Wiederaufbaus in Rech.

Neues zum Gemeindehaus

Das Gemeindehaus in Rech befindet sich in direkter Nähe zur Ahr und wurde im Zuge der Flutkatastrophe stark beschädigt. Vor der Flut wurde das Gebäude insbesondere für Sitzungen genutzt. Im Erdgeschoss befand sich ein größerer Raum für Gemeinderats- und Vereinssitzungen. Das erste Obergeschoss war hauptsächlich der kommunalen Verwaltung vorbehalten. Dort befanden sich unter anderem das Büro des Bürgermeisters sowie ein kleiner Ratssaal. Im zweiten Obergeschoss war zudem der örtliche Jugendraum untergebracht. Das Gebäude soll wieder in seine alte Nutzung überführt werden. Neben den weitreichenden Schäden innerhalb des Gebäudes wurden das angrenzende WC-Gebäude und ein Gebäude mit Küche und Lagerraum durch die Wassermassen vollständig zerstört. Hier ist ein Wiederaufbau an anderer Stelle vorgesehen. Ausspülungen am Fundament haben Risse in der gesamten Bausubstanz des Gemeindehauses verursacht, sodass eine erweiterte Überprüfung der Statik notwendig ist. Die Gebäude waren zwar versichert, jedoch wird die Versicherungssumme die Gesamtkosten des Wiederaufbaus inklusive der Sanierung des historischen Gewölbekellers nicht decken können. Die Kosten können durch das begleitende Ingenieurbüro erst nach Abschluss der erweiterten statischen Überprüfungen genau beziffert werden. Erst danach können weitere Schritte wie Einigung mit der Versicherung, Förderantrag, Ausschreibung und Auftragsvergabe eingeleitet werden. Der Friedhof an der Recher Burgwiese wurde in der Flutnacht vollständig überschwemmt und dabei stark beschädigt. Durch den Einsatz von freiwilligen HelferInnen konnte der Friedhof provisorisch wiederhergerichtet werden. Im Zuge der Überflutung sind einige Gräber abgesackt. Zudem wurde die Bepflanzung sowie die Bruchsteinmauer stark beschädigt. Nachdem ein Schadensgutachten erstellt wurde, wurde im Dezember 2023 der Förderantrag eingereicht. Die Bewilligung erfolgte im Februar 2024. Erst nach Heckenschnitt im Frühjahr und erneuter Begutachtung wurde ersichtlich, dass eine Ausbesserung der Bruchsteinmauer nicht ausreichend ist. Für den Neubau der Mauer musste daher ein Mehrkostenantrag erstellt werden, der im Mai 2024 eingereicht und bereits genehmigt wurde. Die Vorstellung der Baupläne im Recher Gemeinderat erfolgte Anfang Juni 2024. Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für die Bauausschreibungen sowie die statischen Untersuchungen und Planungen der Mauer. Der Baubeginn ist nach derzeitigem Planungsstand für Herbst 2024 vorgesehen. Die Fertigstellung inklusive der aufwendigen Bruchsteinmauer soll bis Mai 2025 erfolgen.

Verbindungsweg am alten Pfarramt

Da die Brückenstraße infolge der Flutereignisse in einigen Abschnitten unpassierbar war, wurde der Verbindungsweg zwischen der Bärenbachstraße und der Burgwiese temporär als Notumfahrung/-zufahrt insbesondere zu Versorgungszwecken genutzt. Im Zuge dessen war der Verbindungsweg einer starken Belastung ausgesetzt, die zu einigen Schäden in diesem Bereich geführt hat. Nach Einreichung und Bewilligung des Förderantrags wurden die Planungsleistungen Anfang 2023 vergeben. Die Vergabe der Bauleistungen erfolgte im Sommer 2023. Unter anderem musste die wassergebundene Decke erneuert werden. Eine Bruchsteinmauer sowie Teile der Bepflasterung wurden saniert. Abschließend wurde zudem die Bepflanzung sowie ein Holztor mit Eindeckung erneuert. Die Arbeiten konnten im Juni 2024 fertiggestellt werden. Die Maßnahme gilt damit als abgeschlossen.

Rech war bei der Flutkatastrophe vor drei Jahren stark betroffen. Foto:ROB

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