Allgemeine Berichte | 08.09.2020

Bischof und Weihbischof firmen mehr als 60 Jugendliche an einem Tag

„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind“

Bischof Dr. Stephan Ackermann bei der Segnung. Foto: privat

Sinzig. Das hat Sinzig wohl auch noch nicht erlebt: Gleich vier Firmgottesdienste wurden in der Pfarrkirche St. Peter gefeiert. Am Vormittag hat der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters jeweils 16 Firmbewerberinnen und Firmbewerbern das Sakrament gespendet; am Nachmittag waren es insgesamt 30 Jugendliche, die Bischof Dr. Stephan Ackermann in zwei Gottesdiensten firmte. Diese Aufteilung war dem Schutzkonzept des Bistums Trier und den derzeitigen Corona-Bestimmungen geschuldet.

Sieben Gäste pro Firmbewerber bzw. Firmbewerberin konnten am Gottesdienst teilnehmen, beim Singen war eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, kein feierlicher Chor und die Firmvorbereitung verlief auch anders als geplant – bei einer der ersten Firmungen im Bistum Trier waren die Auswirkungen des Virus‘ überall zu vernehmen. Doch alle Beteiligten waren froh, dass man überhaupt gemeinsam feiern konnte. „Denn wir haben zwar gelernt, Nähe auch mit Abstand zu halten über Kreativität und digitale Hilfsmittel. Aber wir spüren, dass wir auch physisch sind und Berührungen benötigen“, stellte Bischof Ackermann fest. Die Firmung ließe sich nicht ins Digitale übertragen, denn zur Spendung des Sakraments gehört das Aufzeichnen eines Kreuzes mit Chrisamöl auf der Stirn des jungen Menschen. Vor der Salbung der Firmbewerberinnen und Firmbewerber desinfizierte sich der Bischof die Hände und er trug einen Mund-Nase-Schutz wie die Jungen und Mädchen und deren Patinnen und Paten.

Der Bischof zeigte sich erleichtert, dass das gemeinsame Feiern unter den Bedingungen wieder möglich sei. „Alleine kann ich nicht Christ sein“. Damit bezog er sich auch auf das Sonntagsevangelium, dass die bekannte Aussage beinhaltete: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“. Ackermann betonte in seiner Predigt, dass Gott nicht nur an heiligen Orten wie Kirchen zu erleben sei, sondern auch an Plätzen, „wo es nicht schön, wo es schwierig ist, wie am Krankenbett oder in Elendsvierteln. Jesus Christus ist immer da, wo sich Menschen bewusst in seinem Namen versammeln“, erklärte Ackermann und räumte ein: „Das heißt, ich brauche keinen offiziellen Vertreter oder eine offizielle Vertreterin der Kirche.“ Die Anwesenheit Gottes sei nicht an Orte oder Personen gebunden. „Das ist eine unglaubliche Freiheit“.

Vorbereitung begann vor einem Jahr

Die Vorbereitung auf die Firmung begann vor etwa einem Jahr, berichtete die Gemeindereferentin der Pfarreiengemeinschaft Sinzig, Sabine Mombauer. „Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, aus sieben Konzepten zu wählen – unabhängig zu welcher Pfarrei sie gehören“, erklärte sie. Dieser neue Schritt, auf einen weiteren Raum zu blicken, erwuchs aus der Umsetzung der Synodenergebnisse. Im Mittelpunkt standen bei den Angeboten immer das Kennenlernen des eigenen Glaubens und das Erleben von Gemeinschaft. Das Engagement in sozialen Projekten fand sich ebenfalls in den Konzepten wieder. Zudem konnten die Interessierten unterschiedliche Glaubensangebote kennenlernen. Die geplanten mehrtägigen Fahrten mussten allerdings aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Bischof Ackermann ermutigte die Verantwortlichen und die Jugendlichen, diese Ideen nicht aus den Augen zu verlieren und nachzuholen.

Insgesamt werden im Dekanat Remagen-Brohltal 250 Jungen und Mädchen gefirmt.

Weitere Firmungen

Weitere Firmungen finden im Dekanat Remagen-Brohltal mit Weihbischof Peters statt am 13. Sepember, um 10 Uhr, 12 Uhr und 15 Uhr in Bad Breisig Maria Himmelfahrt; am 18. September, um 16 Uhr und 18 Uhr in Remagen St. Peter und Paul; am 19. September, um 11 Uhr, 14.30 Uhr und 16.30 Uhr in Weibern St. Barbara und 20. September, um 10 Uhr und 14 Uhr, Niederzissen St. Germanus sowie am 25. September, um 16 Uhr und 18 Uhr in Remagen St. Peter und Paul. Weitere Informationen gibt es im Dekanatsbüro unter Tel. (0 26 36) 80 97 70.

Bischof Dr. Stephan Ackermann bei der Segnung. Foto: privat

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