Allgemeine Berichte | 06.12.2014

Herrliches Vergnügen auf der Landesbühne im Schlosstheater Neuwied

83 Haarnadeln und 1,1 Promille

Weitere Vorstellungen im Dezember - ein Besuch lohnt sich

Herrlich komisch: Heike Kloss in der Hauptrolle.

Neuwied. Mondscheintarif - eine Komödie nach dem Buch von Ildikó von Kürthy - ist das neue Stück, das im Neuwieder Schlosstheater aufgeführt wird. Es ist ein herrliches Vergnügen für alle, die die Tücken des Liebeslebens von Singles kennen oder kennenlernen wollen. Situationskomisch bringt die Inszenierung von Constanze Jungnickel alle Peinlichkeiten auf die Bühne, die Frauen in der Liebe begegnen können. Viele träumen nachts davon, als Ausgleich für ihr harmonisches Alltagsleben, für manche sind sie ein „Déjàvue“. Irrungen, Wirrungen und allerlei Peinlichkeiten lassen die Frage aufkommen, was der Titel bedeutet: Mondscheintarif. Der kommt aus der Zeit, als das Telefon noch eine feste Einrichtung im Haus, die telefonische Kommunikation zwischen den Freunden stationär und das Telefonieren abends günstiger war. Das Bühnenbild ist eher spartanisch ausgestattet, Ortswechsel finden durch geschickte Umbauarbeiten zwischen den Szenen statt, dank der Bühnengestaltung von O.W. Meyer für den Zuschauer problemlos nachvollziehbar. Cora Hübsch, himmlisch verkörpert von Heike Kloss, nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise in ihr Gefühlsleben als Single-Frau von 43 ¾ Jahren. Sie begegnet dem Arzt Dr. Daniel Hoffmann - souverän und mit Augenzwinkern dargestellt von Marko Putisek - und verliebt sich in ihn. Unterstützt und begleitet wird sie von ihrer besten Freundin Johanna Dagelsi, eine erfolgreiche Singlefrau, die ich Leben im Griff hat, obwohl sie im Laufe der „Verhandlung“ auch mit einer brennenden Küche zu tun hat. Diese Rolle wird wunderbar umgesetzt von Anouschka Renzi. Sie taucht im Stück mehrmals auf, als beste Freundin, Vamp und zauberhafte Pizzeriabesitzerin, mit dem jeweils passenden Akzent. Mehrere Auftritte hat auch Marko Putisek, der nicht nur als vermeintlicher Dandy, sondern auch als plötzlich auftauchender „Verflossener“ Cora zur Verzweiflung treibt. Etwas überraschend ist der Schluss, jedoch für jeden Geschmack etwas dabei: Die einen sind erleichtert, will sie nach dem (Alb)-Traum wieder in ihrer wohlgeordneten Alltagswelt mit Happy-End aufwachen, die anderen wissen: Im wahren Leben geht die Geschichte so nicht aus. Aber alle haben sich köstlich amüsiert, zwei Stunden Lachen und unbeschwertes Vergnügen. Und das sagt eine Mittfünfzigerin, die über das Theaterstück schreiben soll und ihren Kuli im Auto vergessen hat.

Weitere Aufführungen

Weitere Vorstellungen sind vom 12. bis 16. Dezember, am 18., 19. und 30. Dezember.

Karten gibt es an der Theaterkasse und unter Tel.: 02631 / 22288

www.schlosstheater-neuwied.de

-he-

Herrlich komisch: Heike Kloss in der Hauptrolle.
Szene am Büffet (v.l.n.r.): Heike Kloss, Anouschka Renzi und Marko Putisek.

Szene am Büffet (v.l.n.r.): Heike Kloss, Anouschka Renzi und Marko Putisek.

Herrlich komisch: Heike Kloss in der Hauptrolle.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Kreishandwerkerschaft
Essen auf Rädern
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Anzeige "Rund ums Haus"
Rund ums Hause Mayen/Mendig
First Friday Anzeige März
Titelanzeige
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in
Empfohlene Artikel
Trophäe Deutscher Tierschutzpreis.
30

Region. Menschen, Vereine oder Projekte, die sich für den Tierschutz stark machen, können sich zwischen dem 1. April und 17. Mai 2026 für die Auszeichnung mit dem Deutschen Tierschutzpreis bewerben oder von anderen vorgeschlagen werden. Der Deutsche Tierschutzbund verleiht den Preis - unterstützt von den Tiernahrungsmarken Whiskas und Pedigree - am 19. November bei einer feierlichen Gala im Berliner Humboldt Carré.

Weiterlesen

Symbolbild.
30

Region. Der März erfreute nicht nur meteorologisch mit warmen Tagen zum Frühlingsanfang, er sorgte auch auf dem regionalen Arbeitsmarkt für eine anhaltende Belebung. Im Gesamtbezirk der Agentur für Arbeit Rhein-Wied-Westerwald, der die Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Rhein-Lahn und Westerwald umfasst, waren im März 17.876 Menschen ohne Beschäftigung gemeldet. Das sind 385 weniger als im Februar, jedoch 240 mehr als im Vorjahr.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
342

Aufgrund von Wartungsarbeiten muss´die Stromversorgung zeitweise eingestellt werden

Kein Strom in Sinzig-Westum und Löhndorf

Sinzig. Am Dienstag, 14. April, führt die Rhein-Ahr-AöR Arbeiten an der Wasserversorgung in Sinzig-Westum durch. Zur Sicherheit der Arbeiter muss dazu ein Mittelspannungskabel der Energienetze Mittelrhein (enm) zeitweise abgeschaltet werden.

Weiterlesen

Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.  Foto:privat
15

Allgemeine Berichte

EIN-Spruch: Fest(e) der Befreiung

Vom 01.-09. April wird die jüdische Pessach Woche begangen, die nahezu zeitgleich zusammenfällt mit der von den Christen begangene Kar- und Osterwoche. Durch Jesus bedingt hängen beide Festtraditionen, auch inhaltlich, miteinander zusammen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
419

Leserbrief zu „HeimatCheck: Bad Neuenahr: Zu viele unangeleinte Hunde im Stadtgebiet?“

Leserbrief: „Das ist keine Tierliebe, das ist Egoismus!“

Ich bin fast 75 Jahre alt. Seit meinem 17. Lebensjahr habe ich Hunde. Zwei dieser Hunde wurden von unangeleinten Hunden angefallen, und so schwer verletzt, dass sie nur durch hohe tierärztliche Kunst gerettet werden konnten. Beide hatten ihr Leben lang mit den Folgen zu kämpfen.

Weiterlesen

Kreishandwerkerschaft
Holz Loth-Entsorgung
Alles rund ums Haus
Rund ums Haus
Kleinanzeigen
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige
Unterstützeranzeige
Stellenanzeige Kita