Blaulicht | 28.10.2023

Warnmeldung der Bonner Polizei vor Telefonbetrügern

Bonn: „Schockanruf“ führte zu Geldübergabe

Symbolbild. Foto: Pixabay.com

Bonn. Die Bonner Polizei warnt erneut vor Telefonbetrügern, die vermutlich auch heute wieder versuchen werden, an die Ersparnisse oder Wertsachen älterer Menschen in Bonn und der Region zu gelangen. Immer wieder machen sie dabei hohe Beute.

Die Beamtinnen und Beamten des Betrugskommissariats der Bonner Polizei verzeichneten in den vergangenen Tagen wieder einen Anstieg von betrügerischen Anrufen. Hierbei gaben sich die Straftäter entweder als Polizeibeamte aus oder sie setzen die Angerufenen mit einem Schockanruf unter Druck. Bei dieser perfiden Masche teilen die Betrüger den Angerufenen z.B. mit, dass ein Familienangehöriger einen Verkehrsunfall verursacht habe. Dabei sei ein Mensch schwer verletzt oder gar getötet worden.

Auf diese Weise erreichen die Täter, dass das angerufene Opfer sofort in eine psychische Ausnahmesituation gerät und kaum noch in der Lage ist, einen klaren Gedanken zu fassen. Das Telefonat wird danach häufig von einem angeblichen Polizeibeamten oder Staatsanwalt übernommen. Weil ein Mensch getötet worden sei, habe ein Richter angeordnet, dass Tochter oder Sohn nun in Untersuchungshaft müsse. Nur durch die sofortige Zahlung einer Kaution könne die Haft noch abgewendet werden. So gelingt es den Tätern, die Opfer dazu zu bringen, eine Kaution zu zahlen.

So geschehen auch am vergangenen Dienstag (24.10.2023) im Bonner Zentrum. Dort übergab ein älteres Ehepaar aus Bornheim mehrere tausend Euro Bargeld an einen Abholer. Die Senioren waren in dem Glauben so ihrer angeblich in einen Unfall verwickelten Tochter die Untersuchungshaft zu ersparen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die Polizei empfiehlt: Reden Sie mit Ihrer Verwandtschaft und im Bekanntenkreis über Schockanrufe und Telefonbetrug. Bereiten Sie sich gedanklich darauf vor, dass auch Sie einen solchen Anruf erhalten könnten.

Pressemitteilung der Polizei Bonn

Symbolbild. Foto: Pixabay.com

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