Die Löscharbeiten gestalteten sich äußerst schwierig
Dernbach: Weit über 100 Einsatzkräfte löschen Feuer in Bäckerei
Dernbach. Am Freitagmorgen, 4. März um 6.53 Uhr wurden die Feuerwehren Dernbach und Puderbach alarmiert. Es wurde eine Rauchentwicklung aus einem Gebäude in der Gartenstraße gemeldet. Die Einsatzkräfte aus Dernbach, deren Feuerwehrhaus in Sichtweite des Gebäudes liegt, konnte die Meldung direkt bestätigen. Bei dem Gebäude handelte es sich um die ortsansässige Bäckerei. In der Backstube war anscheinend ein Ofen in Brand geraten.
Dieses Feuer konnte von den Einsatzkräften aus Dernbach und Puderbach schnell gelöscht werden. Der Brand war erst entdeckt worden, als der Rauch bereits nach draußen drang. Die Zwischendecke hatte sich offensichtlich soweit erhitzt, dass innerhalb der abgehangenen Decke des Anbaus der Bäckerei, wo die Backstube, Lager und Büro untergebracht sind, in der Decke ein weiteres Feuer entstand. Als dies klar wurde, wurden weitere Kräfte aus Raubach und Dierdorf nachalarmiert. Der Brand in der Zwischendecke löste eine zunehmend starke Rauchentwicklung aus. Dadurch mussten weitere Einheiten mit Atemschutzgeräteträgern nachalarmiert werden.
Weder von außen, noch von innen waren Flammen zu sehen. Die gesamte Zwischendecke des Anbaus war miteinander verbunden, sodass das Dach von außen an unterschiedlichen Stellen aufgemacht werden musste, um an den Brandherd zu gelangen und ihn bekämpfen zu können.
Das DRK war mit einem Rettungswagen vor Ort, der dann vom Ortsverband Dierdorf abgelöst wurde. Später kam dann die SEG des Landkreises Neuwied mit insgesamt zehn Personen zum Einsatz. Auch der Ortsverein Puderbach war mit vor Ort. Aufgabe dieser Rettungskräfte war auch, die Bevölkerung und den Kindergarten im direkten Umkreis zu warnen, damit die Bewohner und Kinder im Haus blieben und Türen und Fenster geschlossen hielten. Eine Person musste mit dem Verdacht auf Rauchgasvergiftung behandelt werden. Ein Feuerwehrmitglied musste aufgrund von Kreislaufproblemen vorsorglich ins Krankenhaus gefahren werden.
Da die Rauchentwicklung weiter ständig zunahm wurde die Bevölkerung von Dernbach über Katwarn, Nina und Rundfunk gewarnt, die Türen und Fenster geschlossen zu halten.
Die Einsatzlage gestaltete sich sehr schwierig, da die Decken innen und außen sich teils nicht so einfach öffnen ließen. Weitere Einheiten mussten alarmiert werden, damit genügend Atemschutzgeräteträger zur Verfügung standen. Die Einheit Oberdreis stellte den Grundschutz der Verbandsgemeinde Puderbach sicher. Aus der Verbandsgemeinde Dierdorf kamen noch die Einheiten Elgert mit ihrer mobilen Warnanlage, Kleinmaischeid und Großmaischeid nach Dernbach. Die Einheit Marienhausen stellte den Grundschutz in der Verbandsgemeinde Dierdorf sicher. Von Neuwied kam ein Messwagen, der die Schadstoffkonzentration in der Luft der Umgebung ständig gemessen hat. Kritische Werte wurden nicht erreicht.
Daneben wurde die Drohnenstaffel des DRK-Puderbach alarmiert, die eng an die Feuerwehr Puderbach angeschlossen ist und bei derartigen Einsätzen unterstützt. Die Staffel kann auch von anderen Feuerwehren angefordert werden. Die Luftaufnahmen zeigten dann den Einsatz- und Abschnittsleitern mittels Wärmebilddarstellung, wo die Hauptbrandherde in der Decke lagen.
Hauptziel des Einsatzes war, das angrenzende Wohnhaus vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen sowie weitere Gebäude in der direkten Nachbarschaft zu sichern. Beides ist letztlich gelungen. Insgesamt waren letztendlich weit über 100 Einsatzkräfte vor Ort. Neben den bereits genannt Einheiten kam noch die Feuerwehr Oberraden-Straßenhaus mit dem kompletten Löschzug hinzu sowie die Atemschutzgeräteträger und der Atemschutzeinsatzwagen aus Neustadt. Dazu die Einheiten des Kirchspiels Anhausen und aus Kurtscheid. Diese Personalstärke war letztlich erforderlich, da der Brand von drei Straßen aus bekämpft werden musste und die Atemschutzgeräteträger nur relativ kurze Zeit im Einsatz sein können. Die Drehleiter von Selters wurde mitalarmiert, sodass zusätzlich zu der Hubarbeitsbühne von Puderbach und der Drehleiter von Dierdorf von drei Seiten Wasser auf das Dach und in die immer neuen geschnittenen Öffnungen gebracht werden konnte.
Vor Ort waren ebenfalls der BKI des Kreises Neuwied, Holger Kurz, und der Bürgermeister Volker Mendel. Es war der erste Einsatz des neu gewählten Wehrleiters von Puderbach, Alexander Neuer. Er wurde tatkräftig unterstützt durch seine beiden Stellvertreter, Marc Weissgerber und Dieter Klein-Ventur. Der ehemalige Wehrleiter Dirk Kuhl kam in Laufe des Einsatzes nach Dernbach und konnte wertvolle Unterstützung leisten.
Erst nach mehreren Stunden konnte der Brand vollständig unter Kontrolle gebracht werden. Gegen 14 Uhr konnten die ersten Einheiten in ihre Feuerwehrhäuser zurückkehren. Eine Brandwache wird gestellt. Zur Brandursache und zur Schadenshöhe können noch keine Angaben gemacht werden. Das angrenzende Wohnhaus und Ladenlokal ist durch die erfolgte Verrauchung vorläufig nicht nutzbar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Pressemitteilung
Feuerwehr der VG Puderbach
Immer weitere Einheiten mussten nachalarmiert werden.
Von drei Seiten wurde Wasser in auf das Dach gebracht.
Über 100 Einsatzkräfte waren in Dernbach.
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