Blaulicht | 25.06.2024, 13:47 Uhr

Ein Haus muss vermutlich abgerissen werden - Hang wird vermutlich weiter in Bewegung bleiben

Hangrutsch in Adenau

Hangrutsch in Adenau. Foto: Rainer Scherbeck
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Adenau. In Adenau im Landkreis Ahrweiler ist ein Hang im Bereich des Kirchbergs in Bewegung geraten. Angesichts der anhaltenden Problematik intensivieren die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, das Landesamt für Geologie und Bergbau (LGB) und die begleitenden Ingenieurbüros (Vermesser und Geotechniker) die mit Hochdruck laufenden Untersuchungen. Die Experten gehen derzeit davon aus, dass der Hang weiterhin langsam in Bewegung bleiben wird. Wodurch die Hangbewegungen ausgelöst wurden, ist noch nicht bekannt und Gegenstand der laufenden Erkundungen und Messungen.

Aktuell sind zwei Wohnhäuser an der oberen Abrisskante beschädigt: Ein Wohnhaus wurde bereits durch die Kreisverwaltung Ahrweiler evakuiert – es muss vermutlich abgerissen werden. Bei dem anderen Gebäude sind die Terrasse und eine Außentreppe abgesackt. Sieben weitere Wohngebäude könnten ebenfalls betroffen sein.

Alle Beteiligten, die SGD Nord, das LGB, die Ingenieurbüros, die Kreisverwaltung Ahrweiler und die Verbandsgemeinde und die Stadt Adenau stehen im engen Austausch. Gemeinsame Zielsetzung ist es, weitere Sachbeschädigungen zu verhindern.

Die Kreisverwaltung Ahrweiler informierte die SGD Nord Mitte April dieses Jahres über Rissbildungen an einem Wohnhaus. Im Mai stellte sich heraus, dass diese Rissbildungen durch eine Rutschung verursacht wurden, weshalb die SGD Nord als Obere Bodenschutzbehörde seitdem tätig wurde und ein Ingenieurbüro mit der Vermessung und Beobachtung des Hanges beauftragte. Durch die Erweiterung des Messnetzes konnte die Rutschfläche immer genauer abgegrenzt werden. Die gewonnenen Daten zeigen, dass die Fläche größer ist, als ursprünglich angenommen.

Die Experten der SGD Nord und des LGB haben das Ingenieurbüro beauftragt, weitere Messpunkte zur intensiven Überwachung der Hangbewegung einzurichten und die Kontrollmessungen zweimal wöchentlich durchzuführen.

Zur Stabilisierung des Hangs wird die Wiederverfüllung einer vorhandenen Baugrube am Fuße des Kirchbergs in der Dietrich-Bonhoeffer-Straße geplant. Die Errichtung eines „Stützfußes“ soll die Rutschung stoppen. Diese Maßnahme wird durch ein engmaschiges Monitoring überwacht.

Um weitere Maßnahmen ergreifen zu können, ist es erforderlich, zusätzliche Erkundungen (Bohrungen) durchzuführen, die detailliertere Erkenntnisse zur geotechnischen Situation liefern. Diese werden maßgeblich für zukünftige Entscheidungen und den langfristigen Umgang mit dem Hang sein.

Die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner wurden frühzeitig und umfassend über die aktuelle Lage informiert.

Pressemitteilung der SGD Nord

Hangrutsch in Adenau. Foto: Rainer Scherbeck

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