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Beschluss des Sinziger Stadtrats zum Bundesforschungsprojekt EnAHRgie

Barbarossastadt will klimaneutral werden

20.03.2018 - 14:04

Sinzig. Im Getöse um die Sachlage zum Umbau des Sinziger Bahnhofs ging in der jüngsten Stadtratssitzung ein zukunftsweisender Beschluss des Stadtrats fast schon etwas unter. Es ging um das Bundesforschungsprojekt EnAhrgie. Dieses Energiekonzept für den Kreis Ahrweiler und seine Kommunen gilt bundesweit als richtungsweisend. In den vergangenen Wochen und Monaten gab es in den Städten und auch im Kreistag einen einheitlichen Beschluss zum Thema. Der wurde nun in Sinzig etwas individueller gestaltet. Die Initiative dazu hatte Hans-Werner Adams aus den Reihen der CDU-Fraktion ergriffen.

In der jüngsten Ratssitzung hatte Adams ausdrücklich auf die Beschlüsse der Ratssitzung am 14. Juli 2016 hingewiesen. Damals hatte die Sinziger Kommunalpolitik das „Integrierte Klimaschutzkonzept“ und die „Sinziger Erklärung zum Klimaschutz“ einstimmig beschlossen.


Schwachstellen durch fortlaufende Kontrolle ermitteln


Zu den wesentlichen Inhalten gehörte der Aufbau eines Klimaschutzcontrollings. Durch eine fortlaufenden Kontrolle des Verbrauchs für Heizung, Strom und Wasser sollten energetische Schwachstellen festgestellt und behoben werden. Als weitere wichtige Ziele formulierte der Rat die Schaffung attraktiver Rad- und Verkehrswege, die Erhöhung der Akzeptanz in der Bevölkerung für die solare Stromproduktion, die Schaffung einer Stelle für einen Klimaschutzmanager sowie Fortführung der Klimaschutzprojektgruppe zur Verstetigung und Verankerung des Klimaschutzes.


Maßnahmenkatalog als Basis für konkrete Pläne


Die Beschlussvorschläge der Anlage der Verwaltung ergänzte der Rat nun den folgenden Wortlaut: „Punkt 1: Die Stadt Sinzig ist sich der wachsenden Bedeutung der erneuerbaren Energien bewusst. Hierzu wurde schon mit viel Vorarbeit die Basis durch den Beschluss aus der Ratssitzung vom 14.07.2016 gelegt, mit dem wir nun den Kreis Ahrweiler unterstützen können. Ebenso erwarten wir im Umkehrschluss die Unterstützung des Kreises für unsere lokalen Möglichkeiten, um Klimaneutralität für Sinzig zu erreichen.

Punkt 2: Die Stadt Sinzig nimmt das Energiekonzept des Projekts ‚EnAHRgie‘ zur Kenntnis. Entsprechend der Empfehlung des deutschen Städte- und Gemeindebundes schlagen wir als Ergänzung zu diesem Energiekonzept das Zertifizierungsverfahren zur europäischen Energieauszeichnung vor. Anhand eines umfangreichen praktischen Maßnahmenkataloges können wir damit konkrete Pläne entwickeln und umsetzen. Der Maßnahmenkatalog umfasst die Handlungsfelder: Entwicklungsplanung, Raumordnung; kommunale Gebäude und Anlagen; Mobilität; Kommunikation, Kooperation; Trinkwasserversorgung; Abwasserentsorgung. Integraler Bestandteil ist die externe Zertifizierung mit anschließender Auszeichnung, Dabei werden die Einspar- und Klimaschutzerfolge durch einen externen Auditor überprüft. Neben dem Fairtrade-Zertifikat hätten wir mit dem Energiezertifikat eine weitere Auszeichnung und damit ein positives Alleinstellungsmerkmal für die Stadt Sinzig,

Punkt 3: Die Stadt Sinzig ermächtigt den Bürgermeister, gemeinsam mit dem Kreis eine Arbeitsstruktur zur Umsetzung der Energiewende zu entwickeln. Für uns gehört die Klimaschutzprojektgruppe in diese Arbeitsstruktur mit integriert, damit, entsprechend unserem Stadtratsbeschluss vom 14.07.2016, diese Projektgruppe fortgeführt wird. Klimaschutz ist Teamarbeit und nur dann erfolgreich, wenn alle sich beteiligen.“

BL

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20.03.2018 14:43 Uhr
Uwe Klasen

Wenn man davon ausgeht, dass der Begriff „Klima“ die Gesamtheit aller meteorologischen Vorgänge an einem bestimmten Ort über einen längeren Zeitraum beschreibt, lässt einen diese Bezeichnung vollkommen ratlos zurück. Der Begriff „Klimaneutralität“ ist ein bezeichnendes Beispiel dafür, wie die Bezeichnung „Klima“ an jeder passenden und unpassenden Stelle inflationär an andere Begriffe angepappt wird! (Quelle: https://tinyurl.com/yaketmtr)



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Kommentare
Uwe Klasen:
"Regierung arbeitet auf Hochtourenn" ----- Die Politikdarsteller in Berlin arbeiten an ihrer eigenen Demontage!
L. Koch:
Hallo, ich war gestern mit meinem Enkel in der Zirkusvorstellung des Zirkus Krone. 1. waren überhaupt keine Elefanten da und 2. keine 40 Löwen und Tiger. Die Hälfte kommt hin. Bei der Wahrheit muss man schon bleiben! Ich bin auch kein Freund von Wildtieren oder überhaupt Tieren im Zirkus und hatte mir Mandana etwas anders vorgestellt. Dachte, dass keine echten Tiere, dafür Menschen mit Tierkostümen darin vor kommen würden. Mein Enkel war natürlich begeistert von der Show mit den Löwen und Tigern. Ich selbst war in meinem Leben drei Mal im Zirkus und habe noch nie eine Show mit Großkatzen mit einer solchen Harmonie und Sanftmut gesehen! Sie sind ja nicht frei geboren und daher zahm, obwohl immer ein Restrisiko bleibt. Trotz der tollen Show bin auch ich für einen Zirkus ohne Tiere! Sie können halt nicht Art gerecht gehalten werden. Die restlichen Shows und Clownerien waren so toll, dass es keine Tiere braucht! In einem modernen Zoo wird man den Tieren wenigstens annähernd gerecht.

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