Politik | 14.01.2018, 16:00 Uhr

Jahresauftakt der SPD Swisttal

Begeisternder Auftritt des Bonner Alt-Oberbürgermeisters Jürgen Nimptsch

Ehrenamtspreis für Heimerzheimer Tambour-Corps „Frei Weg“ - Rückschau auf 2017 und Blick in die Zukunft

Beim Neujahrsempfang der Swisttaler SPD herrschte ausgelassene und gute Stimmung. privat

Swisttal-Miel. Zum traditionellen Neujahrsempfang der Swisttaler SPD begrüßte Vorsitzender Tobias Leuning im mit rund 130 Teilnehmern sehr gut gefüllten Dorfhaus Miel unter anderem Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner, die stellvertretenden SPD-Kreisvorsitzenden Folke große Deters und Achim Tüttenberg, den SPD-Fraktionsvorsitzenden Joachim Euler, mehrere Ortsvorsteher, Vertreter von Parteien, Swisttaler Ratsfraktionen, Kirchen, benachbarter SPD-Ortsvereine und vieler Swisttaler Vereine. Sein besonderer Gruß galt dem Festredner Jürgen Nimptsch, früherer Bonner Oberbürgermeister.

In einem kurzen Rückblick auf 2017 nannte Tobias Leuning die Wahlniederlagen der SPD in NRW und im Bund als schmerzliche Ereignisse, freute sich aber andererseits über den starken Mitgliederzuwachs, vor allem junger Menschen, die helfen wollen, die SPD zu erneuern. Als linke Volkspartei mit klaren Antworten auf die Probleme und Sorgen der Menschen, werde die SPD auf jeden Fall weiterhin dringend gebraucht, so Tobias Leuning. Die zur gleichen Zeit in Berlin begonnenen Sondierungsgespräche, die im Bundesparteitag am 21. Januar vor der Tür in Bonn gipfeln, werden die Genossinnen und Genossen skeptisch und gespannt beobachten.

In einem kurzen Grußwort betonte Folke große Deters im Blick auf die Regierungsbildung, dass es für die SPD dabei auf die Inhalte ankomme, nicht auf Personen. Er fordert von CDU/CSU in den Sondierungen und eventuell nachfolgenden Koalitionsverhandlungen erhebliche Zugeständnisse und nannte dabei unter anderem die Bürgerversicherung, den öffentlich geförderten Wohnungsbau, die Familien- und Rentenpolitik. Die Union habe die unteren 40 Prozent der Deutschen zu wenig im Blick.

Preiverleihung als Höhepunkt

Höhepunkt des Empfangs war die Verleihung des SPD-Swisttal-Preises, der in diesem Jahr an das Heimerzheimer Tambourcorps „Frei Weg“ ging, das die Veranstaltung mit flotten Melodien umrahmte. In seiner Laudatio warf der Heimerzheimer Ortsvorsteher Hermann Leuning zunächst einen Blick auf die bis 1934 zurückreichende lange Geschichte des Tambourcorps, das mit derzeit rund 60 Auftritten pro Jahr wesentlich zum kulturellen Leben und zur Pflege des Brauchtums in der Gemeinde beitrage. Besonders lobenswert seien die Integrationskraft und die Jugendarbeit, mit der es Kindern und Jugendlichen kostenlos ermöglicht wird, Musik zu lernen und zu spielen.

Mit Anerkennungspreisen wurden das von Andrea Bayer und Hiltrud Hamboch initiierte Odendorfer Projekt „Fit for school“ und Reiner Lanzerath aus Miel für sein Fahrradprojekt für Flüchtlinge ausgezeichnet. In ihrer Laudatio für die beiden Preisträger wies Gisela Hein auf die Bedeutung des Ehrenamts hin. Reiner Lanzerath habe mit seiner selbstfinanzierten Sammlung und Reparatur 200 gebrauchter Fahrräder geflüchteten Menschen Mobilität ermöglicht. Mit „Fit for school“ sei vielen Flüchtlingskindern ein guter Start ins Schulleben bereitet worden, wobei auch Eltern und Geschwister einbezogen wurden.

Gastredner Jürgen Nimptsch blickte nicht als Politiker, sondern als Kabarettist auf die spannende Swisttaler Geschichte. Einzelne Orte hätten nicht nur eine längere Geschichte als beispielsweise Berlin, nein es gäbe auch deutlich mehr Telefon-Vorwahlen in Swisttal. Stolz könne die Gemeinde auch auf den längsten Bach Europas, seine Wasserburgen, die römische Wasserleitung oder auf historische Persönlichkeiten wie Melanchton und den Grafen von Belderbusch sein. Als besonders tolerant sei die Mieler Bevölkerung einzustufen, die Belderbuschs Affäre mit der Äbtissin von Vilich gedeckt habe, so Jürgen Nimptsch. Humorvoll widmete er sich Themen wie Heimat, Sprache und Dialekt im Rheinland. Mehrfach unterbrach das Publikum seinen Beitrag mit begeistertem Applaus.

Christa Breuer zeigte sich im Namen des SPD-Vorstands bei Brigitte Leuning, ihrer Familie und ihrem Helferteam dafür erkenntlich, dass sie auch diesmal den Neujahrsempfang in bewährter Weise mit einem reichhaltigen Buffet organisiert habe. Pressemitteilung

SPD Swisttal

Beim Neujahrsempfang der Swisttaler SPD herrschte ausgelassene und gute Stimmung. Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag
Image
Zukunft trifft Tradition KW 34
kostenfreie Anzeige aus 2+1
Imageanzeige - Sommeraktion 2+1 - 3. Anzeige o.B.
Titel-Anzeige
First Friday Anzeige für September
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Symbolbild.
2193

Polizeihubschrauber im Einsatz: Keine Gefahr für Anwohner in Koblenz

01.09.: Polizeieinsatz in Koblenz: 63-Jähriger stirbt nach Sturz in Koblenz-Pfaffendorf

Koblenz. Am Dienstag, dem 1. September, wurde der Polizei in Koblenz gegen 15:40 Uhr ein Notruf gemeldet, der von einer blutenden Person in einem Hinterhof in Koblenz-Pfaffendorf berichtete. Zeugen behaupteten, ein schussähnliches Geräusch gehört zu haben. Aufgrund der unklaren Situation und der mangelhaften Informationslage wurden umgehend zahlreiche Einsatzkräfte in das Gebiet entsandt. Für kurze Zeit war auch ein Polizeihubschrauber in den Einsatz involviert.

Weiterlesen

Der WKB sorgt in Mayen weiter für erheblichen Verwaltungsaufwand. Sieben von neun Abrechnungseinheiten stehen noch aus. Die FWM fordert deshalb vor weiteren Schritten eine vollständige Kostenbilanz.
402

Mayen. Zwei von neun Abrechnungseinheiten sind beim wiederkehrenden Straßenausbaubeitrag (WKB) bislang bearbeitet – doch bereits jetzt sorgt das Verfahren für erheblichen Verwaltungsaufwand. Nach Angaben der Freien Wähler Mayen (FWM) sind inzwischen mehr als 500.000 Euro an internen und externen Kosten angefallen. Gleichzeitig gibt es Forderungen nach zusätzlichem Personal, um den entstandenen Bearbeitungsstau abzubauen.

Von Michael Helsper aus Mayen

Weiterlesen