Politik | 13.10.2020

Betr.: Bericht zur Stadtratssitzung in BLICK aktuell 41/2020

Besser Rosen statt Elsbeere

Dass man in Sinzig kein Geld habe, um dieses „Einfallstor“ zur Stadt besser zu gestalten, als mit einem (weiteren) Baum zu bepflanzen, ist nun wirklich eine Bankrotterklärung im wahrsten Sinne des Wortes. Die Stadt Sinzig mit ihren über 880 Hektar Wald besitzt wahrlich Bäume genug. In jenem Wald könnte man vielleicht viel mehr Elsbeerbäume pflanzen, die man dann aber auch als wertvolles Furnierholz nutzen sollte, anstatt - wie altes Furnierholz dort- zur Erbauung der seltenen Spaziergänger bis zum Verfaulen stehen zu lassen, wie das manche Leute in ihrem Halbwissen fordern. Mit einem solch zusätzlichen Baum - bis zu 30 Meter hoch und bis zu 300 Jahre alt - würde man einem Wahrzeichen der Stadt, das seit Jahrzehnten gehegt und gepflegt wird, nämlich der uralten Linde, zwar nicht das Wasser abgraben - denn die Wasserversorgung ist ja für einen zusätzlichen Baum bereits durch eine extra verlegte Leitung (!) bereits gesichert - aber doch auf Dauer die Draufsicht und Einzigartigkeit nehmen.

Dann sollte man doch lieber im Andenken an unseren alten Stadtgärtnermeister Berger ein schönes Rosenbeet anlegen. Für dessen jährliche Pflege, wie für die anderen sehr ordentlich gepflegten Anlagen in der Stadt, noch Geld übrig sein dürfte.

Übrigens: Alle Achtung für das, was man aus dieser unübersichtlichen Straßenkreuzung durch einen Verkehrskreisel gemacht hat.

Roderich Graf Spee, Sinzig

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