Politik | 27.08.2019

Wolfgang Schlagwein stellt Anfrage an Landrat Dr. Jürgen Pföhler

Dieselt die Ahrtalbahn über das Jahr 2033 hinaus durchs Tal?

Kreis Ahrweiler. Die Ahrtalbahn soll bis 2033 elektrifiziert werden. Eine Formulierung in der kürzlich veröffentlichten Niederschrift der Verbandsversammlung des Schienenpersonen-Zweckverbandes gibt Kreistagsmitglied Wolfgang Schlagwein aber zu denken. In der Niederschrift ist zu lesen, die Elektrifizierung Eifelstrecke (Köln-Trier) liege in der „landesinternen Prioritätensetzung ganz vorne“. Und dann kommt es: da diese Strecke „sehr teuer“ werde, könne dies auch bedeuten, „dass man nach Ablauf des derzeitigen Verkehrsvertrages (Vareo) in 2033 eine Übergangsphase überbrücken müsse, beispielsweise in Form eines Interimsvertrages.“

Diese Formulierung macht Schlagwein stutzig: „Die Vareo bedient die Ahrtalbahn, und zwar bis 2033. Übersetzt hieße das nichts anderes, als dass die Ahrtalbahn auch nach 2033 auf unbestimmte Zeit noch durchs Ahrtal dieselt!“

Eine entsprechende Anfrage hat der Grüne deshalb an Landrat Dr. Pföhler gerichtet. Außerdem fragt Schlagwein nach den in der Niederschrift erwähnten ersten Ergebnissen eines beauftragten Gutachtens, auf dessen Grundlagen die Bewertung der einzelnen Strecken erfolgen soll.

„Die jüngsten Verlautbarungen zu allerlei Probezügen auf der Ahrtalbahn erwecken den Eindruck, es gehe mit Riesenschritten auf den Abschied vom Dieselbetrieb zu. In der Verbandsversammlung des Zweckverbandes wird offenbar ganz anders diskutiert“, fürchtet Schlagwein

Landrat Dr. Pföhler, der den Kreis Ahrweiler in der Verbandsversammlung des Zweckverbandes vertritt und neuerdings auch dessen Vorsteher ist, hat die Anfrage umgehend an Verbandsdirektor Müller weitergeleitet.

Pressemitteilung des

Kreistagsmitglieds Wolfgang Schlagwein B90/ Die Grünen

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Kommentare
27.08.201919:28 Uhr
Matthias Bertram

Bitte nicht immer nur meckern, sondern auch mal konstruktiv mitarbeiten, Herr Schlagwein. Die Weichen sind gestellt. Fachleute arbeiten am Thema. Wieso bringen sie sich nicht auch ein. Mangelt es an Sachverstand? Dies ist ein Thema bei dem alle Parteien konstruktiv mitarbeiten sollten.

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