Politik | 11.10.2022

Nun ist E-Mail-Korrespondenz des rheinland-pfälzischen Innenministeriums vom Flutabend bekanntgeworden, wonach das Haus von Minister Lewentz bereits deutlich vor Mitternacht wusste, welche Katastrophe sich an der Ahr abspielte

Herber: Lewentz kein Wort mehr glauben

 Quelle: Polizei RLP

Ahrtal/Mainz. Nun ist E-Mail-Korrespondenz des rheinland-pfälzischen Innenministeriums vom Flutabend bekanntgeworden, wonach das Haus von Minister Lewentz bereits deutlich vor Mitternacht – und somit auch vor dem schriftlichen Lagebericht der Hubschrauber-Besatzung – wusste, welch große Katastrophe sich an der Ahr abspielte. Der Obmann der CDU-Landtagsfraktion im Untersuchungsausschuss Dirk Herber hierzu:

„Es ist unerträglich, wie jeden Tag, scheibchenweise, neue Belege dafür bekannt werden, dass das Haus von Innenminister Lewentz am Flutabend sehr wohl über die katastrophale und lebensbedrohliche Lage an der Ahr Bescheid wusste. Lewentz‘ Verteidigungslinie, am Flutabend kein belastbares Lagebild gehabt zu haben, bricht wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Minister Lewentz darf man kein Wort mehr glauben in dieser Sache! Die Landesregierung muss endlich alle Fakten auf den Tisch legen – Salami- und Vertuschungstaktiken von Minister Lewentz etc. führen die Aufklärungsarbeit des Untersuchungsausschusses ad absurdum. Ich erwarte, dass sich Ministerpräsidentin Dreyer der Sache annimmt. Ich stelle die Frage, wie die Landesregierung Rheinland-Pfalz ihre Verantwortung für 134 Flut-Tote tatsächlich wahrnimmt?“

Pressemitteilung CDU-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz

Quelle: Polizei RLP

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