Politik | 03.06.2025, 15:03 Uhr

Freie Wähler wollen Erlebniszentrum mehr ins Zentrum rücken

Mehr Leben im Mosellum

Stephan Wefelscheid und Christian Altmaier vor dem Mosellum.  Foto: Claas Osterloh
116

Koblenz. Jeden Tag passieren Fische die Fischtreppe am Mosel-Staufwehr in Koblenz und können dabei von Besuchern des „Mosellum“ beobachtet werden. Mehr Beachtung sollte die Stadt Koblenz nach Ansicht der Freien Wähler auch dem „Mosellum“ schenken, dafür setzen sich die Ratsmitglieder Christian Altmaier und Stephan Wefelscheid, MdL ein. Mit den Antworten einer Kleinen Anfrage am Landtag Rheinland-Pfalz gehen sie nun auf die Stadtspitze zu.

Denn seit der Einrichtung des „Mosellum“ am Willy-Brandt-Ufer im Koblenzer Rauental führt die vom Land Rheinland-Pfalz unterhaltene Einrichtung ein Schattendasein. „Obwohl das Gebäude mit seiner modernen Architektur und der auffälligen Fisch-Schuppen-Verblendung auffällt, kennen es viele Koblenzer und die Gäste wohl kaum“, erklären der Fraktionsvorsitzende Stephan Wefelscheid und sein Stellvertreter Christian Altmaier die Initiative. Mit zuletzt 12.767 Besuchern im Jahr 2024 wollen sie sich nicht zufriedengeben.

Daher hatte der Koblenzer Landtagsabgeordnete mit einer Kleinen Anfragen am Landtag Rheinland-Pfalz auch die Landesregierung nach der zukünftigen Ausrichtung des Informations- und Erlebniszentrums befragt. Neben den Besucherzahlen und Investitions- und Unterhaltungskosten, interessiert den Freie Wähler-Abgeordneten auch die zukünftige Ausrichtung. Nunmehr antwortete Staatssekretär Dr. Erwin Manz und mit diesen Antworten wollen Freie Wähler das „Mosellum“ auch als Chance für den Tourismus sehen.

„Die Besucherzahlen sind in 15 Jahren des Bestehens von 3.564 auf 11.614 bis 2019 gestiegen und nach Corona auf einen Spitzenwert im Jahr 2023 von 13.235 geklettert“, berichtet Wefelscheid aus Mainz zum „Mosellum“. Seit 2011 seien Gesamtkosten von 4.379.714,36 entstanden, von denen 1,87 Millionen Euro Baukosten gewesen seien, führt die Landesregierung aus. Getragen wird das „Mosellum“ vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität (MKUEM), personell zeichnet die Umweltorganisation BUND verantwortlich, die Liegenschaft wird vor Ort indes von der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD) verantwortet.

Für die Zukunft soll die Ausstellung im „Mosellum“ konzeptionell angepasst werden: „Die Einrichtung ist auch Bestandteil der „Allianz für das Wasser“ und so werden Aspekte des Klimawandels umweltpädagogisch sowie zielgruppenspezifisch aufbereitet und in eine neue Ausstellungsebene zum Thema Klimawandel integriert“, erklärt Landtagsabgeordneter Wefelscheid. Aus dem Untersuchungsausschuss Flutkatastrophe weiß er auch um die Bedeutung, dass die Themen Starkregen und Hochwasser niedrigschwellig und lehrreich vermittelt werden.

Bislang werden seit dem Jahr 2015 viele Bildungsaktivitäten und Workshops angeboten, aber auch zielgruppenspezifische Konzepte ab der Grundschule vorgehalten, wie auch für Senioren. „Das ‚Mosellum‘ könnte aber auch im Tourismus eine stärkere Rolle spielen und daher regen wir Freie Wähler auch eine Einbindung in das städtische Marketing mit an“, ergänzt der tourismuspolitische Sprecher der Ratsfraktion, Christian Altmaier. Denn neben dem „Mosellum“ sei auch das Stauwehr an der Mosel als technisches Bauwerk einen Besuch wert. Pressemitteilung

Freie Wähler Koblenz

Stephan Wefelscheid und Christian Altmaier vor dem Mosellum. Foto: Claas Osterloh

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Wir helfen im Trauerfall
Image
Imageanzeige
Moonlight Concert 27.11.26
Vorabrechnung, Nr. AF2026.000438.0, Oktober 2026
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0605#
Heimat aktiv AW
Empfohlene Artikel
Schilder weisen auf die Brückensperrung der Horchheimer Eisenbahnbrücke ab dem 26. Oktober hin.
0

Koblenz. Die Horchheimer Eisenbahnbrücke wird ab dem 26. Oktober für den Fußgänger- und Radverkehr gesperrt. Diese Maßnahme dauert voraussichtlich fünf Wochen bis zum 29. November und erfolgt im Rahmen von Arbeiten der Deutschen Bahn zur Korridorsanierung des Rechten Rheinufers.

Weiterlesen

vlnr: Moderator Holger Wienpahl (SWR), Sascha Böhr (Co-Founder & CEO nuwacom GmbH), Franz-Josef Strauß (Bereichsleiter Unternehmens-entwicklung der VR Bank RheinAhrEifel eG), Dr. Ulrich Link, Vorstandsmitglied der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB), Simone Schneider (Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima des Landes Rheinland-Pfalz), Wolfgang Bosbach (Rechtsanwalt und Innenpolitiker), Andreas Schwarz (Kundenberater der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz) und Sascha Monschauer (Vorstandsvorsitzender der VR Bank RheinAhrEifel eG).
0

Mühlheim-Kärlich. Technologische Innovationen, digitale Geschäftsmodelle und Künstliche Intelligenz verändern den Prozess, wie Unternehmen arbeiten und wachsen. Vor diesem Hintergrund luden die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) und die VR Bank RheinAhrEifel eG zur Veranstaltung „WIRtschaft der Zukunft. Gemeinsam. Digital. Erfolgreich.“ nach Mühlheim-Kärlich ein.

Weiterlesen

Ein Ring aus Texas-Eichen aus einer Baumschule am Niederrhein, die im Herbst eine kräftig rote Laubfärbung bekommen, wächst künftig auf dem Wallersheimer Kreisel.
0

Koblenz setzt auf die Zukunft und investiert in die Neupflanzung von 261 Bäumen bis zum Frühjahr 2027. Der Eigenbetrieb für Grünflächen- und Bestattungswesen plant, das Stadtgrün an verschiedenen Orten zu bereichern und aufzuwerten. Mehr dazu im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
8006

Astrologische Vorschau für die KW 44: Gesundheit, Liebe und Erfolg im Fokus bei den Sternzeichen

Sterne im Blick: Horoskop für die Woche 26. Oktober bis 1. November – Zwischen Neuanfang, Gefühlschaos und Erfolgsmomenten

Die Tage werden kürzer, die Abende gemütlicher und mit der Umstellung auf die Winterzeit am Sonntag, dem 25. Oktober, beginnt die dunklere Jahreszeit endgültig. Die zusätzliche Stunde Schlaf klingt verlockend, doch der veränderte Tagesrhythmus kann auch die Stimmung beeinflussen. In der Kalenderwoche 44 stehen die Zeichen auf Veränderung: Während in der Liebe längst überfällige Gespräche für Klarheit sorgen können, verlangen berufliche Herausforderungen nach Geduld und klugen Entscheidungen.

Weiterlesen