Politik | 19.09.2025, 11:00 Uhr

Grüne Koblenz

Neues Schild macht fehlende Barrierefreiheit am Gülser Bahnhof deutlich

Für die Grünen ist klar: Barrierefreiheit darf nicht länger als Randthema behandelt werden – sie ist Voraussetzung für gleichberechtigte Teilhabe. Foto: Grüne Koblenz
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Koblenz-Güls. Ein neues Hinweisschild am Gülser Bahnhof macht deutlich, wie prekär die Situation vor Ort ist. Der einzige als „barrierefrei“ geltende Zugang zu den Bahngleisen in Richtung Trier ist nicht mehr verlässlich nutzbar. Auf dem Schild weist die Deutsche Bahn darauf hin, dass der Weg im Winter nicht geräumt oder gestreut wird – mit der Begründung, der Zustand des Weges sei zu schlecht.

„Das ist ein unhaltbarer Zustand. Seit Jahren setzen wir uns dafür ein, dass der Gülser Bahnhof auf beiden Gleisen barrierefrei zugänglich wird. Statt einer Lösung hängt jetzt ein Schild, das auf die Gefahren hinweist. Menschen mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen werden damit faktisch von der Nutzung ausgeschlossen. Und es geht dabei nicht nur um den Einstieg in Züge Richtung Trier, sondern genauso um den Ausstieg für alle, die aus Koblenz nach Güls fahren. Wo sollen sie denn bitte her?“, kritisiert Christopher Bündgen, Vorsitzender der Koblenzer Grünen.

Auch die grüne Fraktion im Gülser Ortsbeirat hat sich bereits intensiv mit dem Thema beschäftigt. Hans Ternes, Mitglied im Ortsbeirat, erinnert: „Wir haben schon 2019 einen Antrag eingebracht, um die Barrierefreiheit am Gülser Bahnhof endlich zu verbessern. Doch passiert ist seitdem viel zu wenig. Dass nun der einzige Zugang in Richtung Trier offiziell als unsicher gilt, zeigt, dass die Bahn das Problem eher verwaltet als löst. Dabei ist klar: Barrierefreiheit ist Grundvoraussetzung, damit alle Menschen den Bahnhof sicher nutzen können.“

Unterstützung erhalten die Koblenzer Grünen dabei auch von Lea Heidbreder, verkehrspolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion, und Carl-Bernhard von Heusinger, grüner Landtagsabgeordneter für Koblenz. „Barrierefreiheit ist kein Randthema, sondern Grundvoraussetzung für eine funktionierende Mobilitätswende. Wer Menschen mit Mobilitätseinschränkungen den Zugang zum Zug verwehrt, schließt sie von gleichberechtigter Teilhabe aus. Das ist nicht akzeptabel – die Bahn steht hier in der Pflicht“, erklärt von Heusinger.

Gemeinsam mit Heidbreder und von Heusinger haben die Koblenzer Grünen inzwischen Kontakt zur Deutschen Bahn aufgenommen, um die Situation zu klären und auf eine schnelle Lösung hinzuwirken.

Die Grünen kündigen an, weiter politischen Druck aufzubauen und auch die Bahn in die Verantwortung zu nehmen. „Wir werden das nicht einfach hinnehmen. Barrierefreiheit ist kein Luxus, sondern ein Grundrecht. Jeder Mensch muss die Möglichkeit haben, den öffentlichen Nahverkehr sicher und selbstständig zu nutzen. Wenn selbst der einzige Zugang offiziell als unsicher gilt, zeigt das, wie groß der Handlungsbedarf ist“, so Bündgen weiter.

Für die Grünen ist klar: Barrierefreiheit darf nicht länger als Randthema behandelt werden – sie ist Voraussetzung für gleichberechtigte Teilhabe.

Pressemitteilung Grüne Koblenz

Für die Grünen ist klar: Barrierefreiheit darf nicht länger als Randthema behandelt werden – sie ist Voraussetzung für gleichberechtigte Teilhabe. Foto: Grüne Koblenz

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