Politik | 28.01.2026

Leserbrief aus Koblenz-Moselweiß

Neugestaltung des Moseluferweges in Koblenz-Moselweiß

Mit großer Überraschung haben die Anwohner und regelmäßigen Nutzer des Fußwegs des Moselufers in Moselweiß zur Kenntnis nehmen müssen, dass die Stadt Koblenz nach einem Beschluss des Stadtrates am 7. November 2025 die Neugestaltung des Uferbereichs mit der Entnahme von bis zu 37 hochgewachsenen Bäumen anstrebt.

Diese Maßnahme stellt einen erheblichen Eingriff in die bisherige Struktur und Nutzung des Weges am Moselufer dar.

Unmittelbare Anwohner, Bürgerinnen und Bürger in Moselweiß, Nutzer des Weges aus den anliegenden Stadtteilen und auch Bürgerinnen und Bürger von Koblenz haben auf diese Entscheidung mit großem Unverständnis reagiert.

Die Entscheidung ist zu überdenken!

1. Mit Unverständnis muss man darauf reagieren, dass die Sitzungsunterlagen für Haupt- und Finanzausschuss sowie für den Stadtrat konkrete Pläne (auch als Vorplanung) nicht beigefügt sind. Somit muss bezweifelt werden, ob die Ratsmitglieder umfassend über den Beschlussgegenstand informiert waren.

2. Der Beschlussunterlage ist eine Stellungnahme eines Ingenieurbüros beigefügt. Die Unterläge ist fehlerhaft. Diese stellt den derzeitigen Zustand des Weges unrichtig dar. Ob die weiteren Grundlagen, die dort genannt sind, keine weiteren Unstimmigkeiten aufweisen, kann wegen der Kürze der dortigen Ausführungen nicht überprüft werden.

3. Die geplante Wegbreite ist bedenklich. In der Ausführung ist ein etwa 3.50 m breiter Weg vorgesehen. Bei gegenläufiger Fahrradverkehr wird eine Breite von bis zu 2.40 m allgemein empfohlen. Somit verbleibt für die Fußgänger nur etwa 1.10m. Der Fußweg wird von Spaziergängern und Freizeitsportlern intensiv genutzt. Eltern mit Kleinkindern schätzen diesen Weg. Auch Hundebesitzer nutzen diesen Weg. Bei verbleibender Breite von 1.10m ist eine gefahrlose Nutzung nicht mehr gewährleistet. Es findet eine erhebliche Einschränkung zulasten der Fußgänger zugunsten der Radfahrer statt. Die gerne genutzten „Brückenrunden“ sind zerstört.

4. In der Beschlussvorlage und auch der Stellungnahme des Ingenieurbüros wird auf den Bestandschutz der Natur nur rudimentär eingegangen. Seit über 15 Jahren findet eine Pflege des Straßenbegleitgrüns durch die Stadt in den Sommermonaten nicht statt. Begründung war das Vorkommen einer besonders zu schützenden Orchideenart. Gibt es diese nicht mehr? Der Baumbestand ist Heimstatt einer vielfältigen Tierwelt. Insbesondere eine Vielzahl von Vogelarten, Fledermäusen und Eichhörnchen sind hier angesiedelt.

5. Der Zustand einzelner Bäume wird als abgängig bezeichnet. In der Südallee hat der damalige Gutachter die mangelhafte Pflege der Bäume durch die Stadt Koblenz deutlich für den Zustand vieler Bäume verantwortlich gemacht. Wurde unter dem Aspekt der Erhaltung eine Untersuchung über mögliche erhaltenden Pflegemaßnahmen erstellt? Der Baumbestand ist wichtiger SchattenSpender in den Sommermonaten. Auf der einen Seite wird intensiv in Koblenz über diesen Schutz an anderer Stelle diskutiert. Hier am Moselufer ist diese Bedeutung des Baumbestandes nicht Gegenstand der Beschlussunterlage.

Ich verfasse diesen Brief aus eigenem Antrieb. Aufgrund der veröffentlichten Abstimmungsergebnisse scheint mir nur der Weg über die Öffentlichkeit erfolgsversprechend. Ich bitte hiermit alle Bürgerinnen und Bürger, die mein Anliegen teilen, sich unmittelbar an die Koblenzer Politik zu wenden.

Auf eine Revision der Entscheidung hoffend verbleibe ich

Hans-Jörg Assenmacher, Koblenz

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