Politik | 23.02.2022, 14:40 Uhr

DLRG Ortsgruppe Neuerburg-Waldbreitbach e. V.

Petition zum Erhalt des Wiedtalbades gestartet

Das Wiedtalbad in Hausen.  Foto: Andreas Pacek / Touristik-Verband Wiedtal e.V.

Hausen/Wied. Am 29. März 2022 trifft sich der Rat der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach, um über Erhalt und Sanierung des Wiedtalbades abzustimmen.

Die DLRG Ortsgruppe Neuerburg-Waldbreitbach e. V. hat sich in den letzten (mehr als zehn) Jahren vehement für den Erhalt des Wiedtalbades und die Schwimmausbildung eingesetzt. Und mit dem Ratsbeschluss zum Erhalt des Bades, die damit verbundenen Pläne zu drei Neubauvarianten und zuletzt einer Sanierung mit eines von Badleitung und der beauftragten monte mare-Gruppe erstellten Betriebskonzeptes sah man die Weichen endlich gestellt. Zumal zu der aufgestockten Förderung des Landes auch nicht unerhebliche Mittel aus einer Stiftung zugesagt waren.

Trotz des Beschlusses formiert sich eine Opposition gegen die zukünftige Fortführung des Schwimmbetriebes und für eine Schließung des Bades.

Letztlich droht es (wieder mal) an den Kosten und der finanziellen Situation der Kommune(n) zu scheitern. Es zeigt auch, dass die Kommunalreform nicht zwangsläufig eine stärkere Finanzkraft einer neuen Verbandsgemeinde bewirkt. Und es zeigt ebenfalls, dass Zwangsehen nicht automatisch zu einer harmonischen Struktur der Gemeinden innerhalb der neuen Verbandsgemeinde führen, da nicht gewachsen.

Obwohl es überall eine große Nachfrage nach Schwimmkursen mit entsprechend langen Wartelisten gibt, die Schulen das Bad für die Schwimmausbildung nutzen, würde wieder ein Schwimmbad von der Landkarte verschwinden. Eine weitere Ausbildungsstätte weniger für Schulen, Vereine, Rettungsschwimmer, Schwimmmeister, Polizei und Rettungsdienste, Sportstudenten oder die Abnahmen des Sportabzeichens.

Dazu muss man sich vergegenwärtigen, dass Schwimmen eine Aktivität ist, die lebenswichtig ist und lebensrettend sein kann. Für Nichtschwimmer oder schlechte Schwimmer besteht Lebensgefahr durch Pools, Teiche, Wassergräben, Seen, das Meer oder gar durch Unwetterereignisse. Mit dem Entfall von Schwimmbädern weichen die Menschen vermehrt auf Frei- und Fließgewässer aus, an denen die meisten Ertrinkungsunfälle geschehen, da gefährlicher und unbewacht.

Die Gemeinde selbst würde sich ein Stück weit unattraktiver für ihre Bevölkerung machen. Denn Schwimmen kann man vom Erwerb des Seepferdchens bis ins Alter ausüben. Schwimmen stärkt das Herz-Kreislauf-System und entlastet die Gelenke. Nicht zuletzt ginge damit auch eine Schwächung des eigenen Tourismusangebots einher.

Für den Verein würde der Entzug der Existenzgrundlage mit der Schließung des Wiedtalbades voraussichtlich die Auflösung der Ortsgruppe bedeuten, deren 50-jähriges Bestehen 2023 anstünde. Schließlich hat die DLRG ihr ehrenamtliches Engagement nicht für sich selbst, sondern für den Vereinszweck als öffentliche Aufgabe wahrgenommen.

Inzwischen wurde eine Online-Petition zum Erhalt des Wiedtalbades gestartet. Über die Homepage neuerburg-waldbreitbach.dlrg.de kann man sich hier ab sofort beteiligen.

Pressemitteilung

DLRG Ortsgruppe

Neuerburg-Waldbreitbach e. V.

Das Wiedtalbad in Hausen. Foto: Andreas Pacek / Touristik-Verband Wiedtal e.V. Foto: Andreas Pacek

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