Politik | 02.10.2025

SPD für „echte“ Trinkbrunnen in Mülheim-Kärlich

Badinsky vergewissert sich am Kaltenengerser Brunnen, dass Mülheim-Kärlich das auch kann.  Foto: Svenja Budde

Mülheim-Kärlich. Heiße Sommer, lange Hitzeperioden und steigende UV-Belastungen stellen auch Mülheim-Kärlich vor neue Herausforderungen. Gerade in diesen Zeiten ist der freie Zugang zu Trinkwasser nicht bloß Komfort, sondern ein Beitrag zur Gesundheitsvorsorge.

Die SPD-Fraktion beantragt daher, an zentralen und stark angelaufenen Plätzen öffentliche Trinkwasserbrunnen einzurichten. „Wir möchten, dass Menschen vor Ort jederzeit die Möglichkeit haben, kostenlos und unkompliziert frisches Wasser zu trinken“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Jan Badinsky. Andere Gemeinden, z.B. Kaltenengers oder Ahrweiler, machen es bereits erfolgreich vor. Zudem fördert das Land Rheinland-Pfalz die Errichtung mit bis zu 8.000 Euro bei Gesamtkosten von rund 8.000 bis 15.000 Euro.

„Die Brunnen stehen nicht nur für Lebensqualität, sondern sind auch eine machbare und gut finanzierbare Lösung. Sie helfen vielen Menschen – Kindern, Älteren, Sportlern, Touristen und selbstverständlich Einheimischen.“

Die FWG sieht das skeptisch und beantragte demgegenüber, auf die private Initiative „Refill“ zu setzen: Mit Aufklebern und Interneteinträgen sollen Geschäfte und Einrichtungen Leitungswasser in ihren Öffnungszeiten anbieten. Für die SPD schließt jedoch das Eine nicht das Andere aus. Badinsky hinterfragt: „Ein Aufkleber am Rathaus oder an einem Laden reicht nicht am Sonntag, an Feiertagen oder am Abend. Öffentliche Brunnen hingegen sind sichtbar, barrierefrei und jederzeit verfügbar. Es spricht zwar nichts dagegen, einen richtigen Trinkbrunnen zusätzlich bei Refill zu registrieren. Doch die Hitzevorsorge sollte die Stadt auf jeden Fall selbst in die Hand nehmen. Deshalb sehen wir beide Ansätze zusammen anstatt nur gegeneinander.“

Pressemitteilung der SPD Mülheim-Kärlich

Badinsky vergewissert sich am Kaltenengerser Brunnen, dass Mülheim-Kärlich das auch kann. Foto: Svenja Budde

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