Politik | 10.09.2019

Erste Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbands „Untere Ahr“

Sicherheitsthemen stehen an erster Stelle

Werksleiter Christian Meyer blickte auf ein „turbulentes Jahr“ zurück

Sinzig. Im Kreis Ahrweiler haben sich sechs Kommunen zusammengeschlossen, um eine bestmögliche Klärung des Abwassers zu garantieren und somit einen aktiven Beitrag für den Umweltschutz zu leisten. Seit der Gründung dieses Abwasserzweckverbandes im Jahr 1955 hat sich in der Zusammensetzung einiges getan. Waren es damals noch vereinzelte Städte und Ortsteile, sind heute die Städte Bad Neuenahr-Ahrweiler, Remagen und Sinzig, die Gemeinde Grafschaft sowie die Verbandsgemeinden Altenahr und Bad Breisig Mitglieder. Somit profitieren rund 100.000 Einwohner von dem Verband.

Vor kurzem trafen sich die 21 Vertreter der Mitgliedskommunen zur ersten und konstituierenden Sitzung im Sinziger Rathaus. Andreas Geron, Bürgermeister von Sinzig, ist seit Mitte Mai Vorsitzender des Zweckverbands und Nachfolger des ehemaligen Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Altenahr, Achim Haag. Geron erläuterte im Kurzen die Details der Kläranlage im Grünen Weg in Sinzig. Insgesamt sieben Pumpstationen sind im Einsatz; die Kosten für die Abwasserklärung belaufen sich jährlich auf 3,0 bis 3,5 Millionen Euro. Abhängig ist diese Schwankung von getätigten Investitionen.

Der Vorsitzende unterstrich die Ziele, die er sich für die kommenden Jahre gesetzt hat. „Arbeitsplätze erhalten, Personal aufstocken und Sicherheit schaffen“, sagte Geron.

Das Thema Sicherheit ist auch für Christian Meyer, Leiter des Abwasserzweckverbands, enorm wichtig. In diesem Zusammenhang ging Meyer auch auf die Zwischenfälle im Werk ein. So gab es im vergangenen Jahr einen Riss in einer Mauerdurchführung und im Juli dieses Jahres einen Austritt von Ammoniakgas. Auch der Stromausfall vor einigen Wochen hat die Kläranlage in Bedrängnis gebracht. Größere Unglücke gab es laut Meyer, der seit 2007 seinen Posten bekleidet, glücklicherweise jedoch nicht zu vermelden. Dennoch betrachtet er die Zeit rückblickend als „turbulentes Jahr“.

Vertreter- und Ausschusswahl

Neben diesem Rück- und Ausblick stand auch die Wahl der Vertreter von Andreas Geron als Verbandsvorsitzendem auf der Agenda. Als 1. Stellvertreter wurde Peter Diewald, 1. Beigeordneter der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, gewählt. 2. Stellvertreter ist Björn Ingendahl, Bürgermeister der Stadt Remagen. Außerdem wurden die Mitglieder des Werksausschusses des Abwasserzweckverbands gewählt. Der Ausschuss berät beispielsweise Entscheidungen der Verbandsversammlung. ROB

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