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Freie Wähler beteiligten sich wieder an der monatlichen Demo der Bürgerinitiative in Neuwied

Sinzig setzt Zeichen gegen Bahnlärm

Sinzig setzt
Zeichen gegen Bahnlärm

Bei der 80. Dienstagsdemo hielt Bürgermeister Andreas Geron (Bildmitte) ein bemerkenswertes Plädoyer zum Schutz der betroffenen Menschen im Mittelrheintal.Foto: Hermann Winter

21.08.2019 - 08:07

Neuwied. Seit 2013 findet bei Wind und Wetter monatlich in Neuwied am Bahnhof die Demonstration der Bürgerinitiative „Wir gegen Bahnlärm“ statt. Zur 80. Demo gegen Bahnlärm in Neuwied hatte sich wieder eine Gruppe der Freien Wähler Sinzig auf den Weg gemacht.

Gemeinsam mit vielen Vertretern der weiteren Kommunen und Verbandsgemeinden postierten sich die die Sinziger Freien Wähler vor dem Bahnhofsgebäude.

Die Stadt Sinzig ist im Sommer 2018 dieser Initiative beigetreten.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden der Bürgerinitiative Rolf Papen übergab er das Wort an Bürgermeister Andreas Geron.

In seiner bemerkenswerten Rede hob der Sinziger Bürgermeister hervor, dass sich der Protest nicht gegen den Schienenverkehr richte, es gehe vielmehr um die künftige Entwicklung des Schienenverkehrs. Dieser habe nur dann eine erfolgreiche Zukunft, wenn er umweltverträglich durchgeführt wird.

Diese Botschaft werde von dieser Bürgerinitiative vorbildlich vertreten.

Es gehe um Kooperation, nicht um Konfrontation.

Es gehe aber auch darum, sich nicht durch inhaltsleere Versprechungen vertrösten zu lassen.

Der Staat habe sich gemäß Artikel 2 II 1 des Grundgesetzes schützend und fördernd vor das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit zu stellen. Trotz einsetzender Regenschauer und dem Ausfall der Lautsprecheranlage zeigte der versierte Jurist unbeirrt an konkreten Beispielen auf, dass Vorschriften und Rechtsprechung diesen Grundrechten, im Bezug auf Bahnlärm, teilweise entgegenstehen.

Es gehe nicht an, dass Maßnahmen gegen Lärm- und Staubemissionen zwar bei Neubaustrecken in der Planung berücksichtigt werden müssen, jedoch bei den bestehenden Strecken im Rheintal nicht gelten sollen.

Pro Tag fahren 450 Züge links- und rechtsrheinisch im Mittelrheintal, eine Durchfahrt etwa alle drei Minuten. Die Züge würden immer länger. Hier seien strukturelle Alternativen erforderlich.


Absage für Lärmschutz durch Geschwindigkeitsreduzierung


In Sinzig würden derzeit in der aktuellen städtischen Lärmaktionsplanung mehrere Lärmquellen bearbeitet. Es sei ernüchternd, dass man als Stadt auf deren Reduzierung kaum Einfluss habe.

So seien zwar Lärmschutzmaßnahmen an der B 9 im Rahmen der aktuellen Sanierung vom LBM angeboten worden. Jedoch die Kosten von über 1 Mio. Euro wären dann komplett von der Stadt zu tragen. Hinsichtlich leicht anzuordnender Geschwindigkeitsbegrenzungen hätte man der Stadt eine Absage erteilt.

Ebenso sei seine dringende Bitte an die Bahn, die Geschwindigkeit der durchfahrenden Züge zu reduzieren, bisher erfolglos gewesen.


„Wir brauchen einen langen Atem“


Um so wichtiger sei der Verein. „Wir sind Sprachrohr für die Lärmgeplagten und diejenigen, die sich vor Schadensereignissen wie in Unkel sorgen“ so der Appell von Andreas Geron. „Wir sind Mittler zwischen Bevölkerung und Politik. Wir weisen auf Fehlentwicklungen hin, wie zum Beispiel die Freigabe des Mittelrheintals als Hauptgüterzugsachse Europas“.

Es gelte auf alle Potentiale zur Geräuschminderung hinzuweisen.

Geschwindigkeiten in Ortsdurchfahrten müssten reduziert werden, nicht nur im Hinblick auf die Geräusche, sondern auch im Punkto Sicherheit. Mit mehr als 50 km/h dürfe kein Gefahrguttransport durch unsere Städte fahren.

„Es geht um die Zukunftsfähigkeit unserer Region, unserer Heimat.

Wir brauchen einen langen Atem“ lautete das Schlussplädoyer von Bürgermeister Geron begleitet vom großen Applaus der Anwesenden.

Pressemitteilung

Freie Wähler

Bürgerliste Sinzig e.V.

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Wally Karl:
"Zum Thema St. Elisabeth Krankenhaus „haben wir uns bisher – ebenso wie CDU und Grüne – mit Stellungnahmen, Beschuldigungen, Ausmachen von Verantwortlichen bewusst zurückgehalten“ Genau, man kennt sich, man hilft sich. Wozu fragt man sich, sollen Bürger verschiedene Parteien wählen, wenn doch alle einer Meinung sind. Wo bleibt die gesunde Opposition? Wird so die viel beschworene Demokratie praktiziert? Im Grunde ist es die Kapitulation vor dem Machbaren. Das haben sich die Mayener Bürger nicht verdient.

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juergen mueller:
Frau Demut unterscheidet sich in nichts von anderen Politikern.Lügen,Täuschen,Tarnen.In den letzten 30 Jahren ist trotz der negativen Kenntnislage NICHTS passiert.Trotz freiwilliger Maßnahmen liegen die Nitratkonzentrationen nach wie vor weit über dem zulässigen Grenzwert.Unstrittig ist,dass die Nitrateinträge aus diffusen Quellen stammen = häufigste Ursache:"Landwirtschaftliche Flächennutzung" = Mineraldünger/Gülle aus Mastställen/Biogasanlagen.Ein ganzheitliches Verursacherprinzip betrachten?Sie reden Müll Frau Demut.Frau Klöckner ebenso mit ihrer Spezialisierung u.Intensivierung der Landwirtschaft.damit ist zu befürchten,dass die Akzeptanz von freiwilligen Maßnahmen sich rückläufig entwickelt (Frau Demut sollte sich einmal in der Landwirtschaft umhören,Nachdenken bevor sie redet). .In einigen Regionen ist das natürliche Abbauvermögen bereits vollständig erschöpft.Die Umsetzung rechtlicher Vorgaben ist vom politischen Willen abhängig u.der führt seit Jahrzehnten einen Dauerschlaf.
Helmut Gelhardt:
Frau Demut wirft hier Nebelkerzen! Die EU-Forderungen sind richtig und müssen zum Schutz der Menschen erfüllt werden! Unterstützen Sie die Landwirte (konventionelle und biologische Landwirtschaft) lieber gegen die unsinnigen Freihandelsabkommen wie zuletzt JEFTA (EU mit Japan) und das Mercosur-Freihandelsabkommen (EU mit Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay, Venezuela). Diese Freihandelsabkommen schädigen in der EU und den sog. Partnerländern extrem die Umwelt (z.B. Abholzung von Regenwald für noch mehr Massentierhaltung) und beeinträchtigen extrem die finanzielle Wettbewerbsfähigkeit im real existierenden Neoliberalismus (marktextremistischer Kapitalismus) aller Landwirte, die NICHT der Agrarindustrie zuzurechnen sind. Diese Landwirte sind Spielball der Agrarindustrie hier wie dort!Wer die Freihandelsabkommen befürwortet, opfert die Landwirte außerhalb der Agrarindustrie gerade den ungezügelten Profitinteressen dieser Agrarindustrie und er/sie opfert die Umwelt dem Mammon! 'C'
Karsten Kocher:
Frau oder Herr Wally Karl, wenn man sich den bisherigen politischen Aktionismus des rheinland-pfälzischen AfD-Landesvorsitzenden Michael Frisch, auch aus seiner Zeit vor der AfD, genauer ansieht, dann paßt die Einstufung christlich-radikal schon. Und wenn man sich die aktuellen Beiträge des Vereins DEMOS e.V. zu den Herren Schäfer und Salka von der AfD Westerwald anschaut, dann zeigt es deutlich, wie stark sich das extrem rechte Gedankengut im AfD-Kreisverband Westerwald schon festgesetzt hat.
Wally Karl:
Die unqualifizierte Einstufung von AfD - Politikern als rechtsradikal ist einigen Kommentatoren noch nicht genug. Als Steigerung wird jetzt neu der völlig abstruse Begriff christlich - radikal verwendet, was immer das auch heißen soll. Aus dem Geschichtsverständnis heraus könnte man höchstens die Kreuzritter als christlich - radikal bezeichnen.
Wally Karl:
Für den geneigten Leser entsteht der Eindruck, das Patrick Baum sich beruflich mit Hass und Hetze beschäftigt. Nicht anders ist seine ständige einseitige Kommentierung zu erklären und wenn es dann noch um die AfD geht läuft er zur Hochform auf. Hatten wir nicht in dieser Gesellschaft beschlössen uns von Hass und Hetze zu distanzieren um eines friedlichen Zusammenlebens willen?
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