Politik | 13.08.2019

Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Sinzig

Verkehrswende als wichtiger Baustein für den Klimaschutz

Tobias Lindner (MdB) informierte sich in Sinzig über die Situation des Bahnverkehrs im Rheintal

Der grüne Bundestagsabgeordnete Dr. Tobias Lindner (3.v.l.) besichtigte mit Mitgliedern des Ortsverbands Sinzig von Bündnis 90/Die Grünen den in Modernisierung befindlichen Bahnhof Sinzig: Stefani Jürries (v.l.), Geschäftsführer Hardy Rehmann, Dr. Tobias Lindner, die Beigeordnete Claudia Thelen, Claus-Jürgen Wilmers, der Ortsverbandsvorsitzende Klaus Hahn und Dr. Natalie Wendisch.Foto: privat

Sinzig. Der drohende Klimakollaps könne nur dann abgewendet werden, wenn neben einer konsequenten Hinwendung zur dezentralen Erzeugung regenerativer Energien und zu einer Kehrtwende im Bereich Landwirtschaft auch eine Verkehrswende eingeleitet werde. Das sagte der Bundestagsabgeordnete Tobias Lindner (Bündnis 90/Die Grünen) jetzt bei einem Besuch in Sinzig, wo er sich über die Situation des Bahnverkehrs im Rheintal zwischen Bonn und Koblenz informierte.

Attraktivität der Bahn steigern

Damit sich mehr Pendler gegen das Auto und für die Bahn entschieden, müsse die Attraktivität der Bahn spürbar gesteigert werden, sagte Lindner. Die Teilnehmer eines Treffens von Lindner mit Mitgliedern des Ortsverbands Sinzig von Bündnis 90/Die Grünen waren sich einig, dass Preissenkungen nur einen Faktor von mehreren darstellten. Wesentlich wichtiger sei es, der Unzuverlässigkeit bei den Fahrzeiten und den häufigen Zugausfällen entgegenzuwirken.

Wer einen festen Termin habe oder Anschlusszüge erreichen müsse, könne sich im Regionalverkehr derzeit nicht auf die Bahn verlassen, sagte Hardy Rehmann, Geschäftsführer des Grünen-Ortsverbands Sinzig. Auch die funktionale und optische Verbesserung der Haltestellen seien wichtige Aspekte einer Attraktivitätssteigerung der Bahn.

Zu kurze Bahnsteigerhöhung

Tobias Lindner konnte bei einem einfahrende RRX den Schildbürgerstreich der zu kurzen Bahnsteigerhöhung unmittelbar erleben. Obwohl alle Ratsfraktionen in Sinzig auf eine vollständige Erhöhung der Bahnsteige gedrängt hatten, hat die Bahn hier an der falschen Stelle gespart. Auch der Wetterschutz an Bahnsteig 1 fehlt seit zwei Jahren, obwohl im Haushalt der Stadt Sinzig für das Jahr 2018 Mittel für diesen Zweck vorgesehen waren. Eine Nachfrage der grünen Ratsfraktion ergab, dass diese Gelder im Budget 2019 nicht mehr vorgesehen sind. In der Budgetplanung müsse man deshalb dafür sorgen, dass der Bahnsteig 1 im Jahr 2020 wieder überdacht werde, und dass die Bahnsteige nicht nur über ein Teilstück, sondern über ihre gesamte Länge erhöht würden, sagte Ratsherr Klaus Hahn, Vorsitzender der Sinziger Grünen.

Für die Kombination mit E-Bikes, E-Scootern und Pedelecs biete die Bahn ebenfalls noch erhebliche Möglichkeiten, die bislang nicht ausgeschöpft seien. Ein wichtiger weiterer Baustein könne der Bau einer Radstation am Sinziger Bahnhof sein. Mittelfristiges Ziel der Grünen sei ein 15-Minuten-Takt des Regionalverkehrs zwischen Bonn und Koblenz. Die Leittechnik müsse digitalisiert, die Infrastruktur saniert und der Netzknoten in Köln modernisiert werden. Nur dann seien eine Verbesserung der Zuverlässigkeit und eine Erhöhung der Taktrate möglich.

Erster Schritt in die richtige Richtung

Die geplante Erhöhung der Bundeszuschüsse für die Bahn sei aus Sicht der grünen Bundestagsfraktion ein erster Schritt in die richtige Richtung, sagte Tobias Lindner, aber bei Weitem nicht ausreichend. Immerhin zeigten die laufenden Baumaßnahmen deutlich, dass nach Jahren der Stagnation endlich wieder in die Infrastruktur der Bahn investiert werde, stellte Lindner fest. Die Diskussion zeige aber, dass es viele bislang nicht erschlossene Möglichkeiten gebe, die Attraktivität der Bahn zu steigern.

Pressemitteilung

Bündnis 90/Die Grünen

Ortsverband Sinzig

Der grüne Bundestagsabgeordnete Dr. Tobias Lindner (3.v.l.) besichtigte mit Mitgliedern des Ortsverbands Sinzig von Bündnis 90/Die Grünen den in Modernisierung befindlichen Bahnhof Sinzig: Stefani Jürries (v.l.), Geschäftsführer Hardy Rehmann, Dr. Tobias Lindner, die Beigeordnete Claudia Thelen, Claus-Jürgen Wilmers, der Ortsverbandsvorsitzende Klaus Hahn und Dr. Natalie Wendisch.Foto: privat

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Kommentare
16.08.201905:25 Uhr
juergen mueller

Das Wort "Klima" scheint in der Politik einen Denkprozess ausgelöst zu haben,in dem Ideenreichtum keine Grenzen gesetzt sind.Was man Jahrzehnte buchstäblich verpennt hat,hat nun politische Hochkonjunktur,wo sich eine in ihrem die Thematik betreffend begrenzten Wissen selbstüberschätzende Volksvertreter selbstbeweihräuchernd in Weisheiten ergehen,denen jede Substanz fehlt.

14.08.201918:29 Uhr
Uwe Klasen

"Der drohende Klimakollaps" ---- Für die Durchsetzung freiheitsfeindlicher Ziele werden die Lügen, zu einer möglichen Klimaänderung, sei es etwas wärmer oder kälter, immer dreister!

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