Politik | 01.02.2019

Gemeinsam leben mit Menschen mit Demenz

Wenn Gedanken sich verlieren...

Informationsveranstaltung in der Verbandsgemeinde Unkel am 14. Februar

Wenn Gedanken sich verlieren...

Kreis Neuwied/VG Unkel. Die Zahl der Menschen mit Demenz steigt kontinuierlich, sowohl in Deutschland als auch im Landkreis Neuwied. Aus diesem Grund haben der Senioren- und Behindertenbeirat der Verbandsgemeinde Unkel und die Psychiatriekoordinationsstelle der Kreisverwaltung Neuwied für Donnerstag, 14. Februar ab 17 Uhr im Sitzungssaal der Verbandsgemeindeverwaltung eine weitere Informationsveranstaltung zum Thema Demenz gemeinsam organisiert.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht diesmal die Rolle von Sinnen, Düften und Berührungen für Menschen mit Demenz. Also die Frage, wie mit ihnen angemessen und würdevoll umgegangen werden kann. Hierzu hat der Senioren- und Behindertenbeirat der Verbandsgemeinde Unkel die Initiative ergriffen. Der 1. Vorsitzende des Seniorenbeirats, Dieter Borgolte, wird die Veranstaltung eröffnen und ins Thema einführen. Landrat Achim Hallerbach wird über die Zahl der Menschen mit Demenz im Landkreis Neuwied sowie die vorhandenen Versorgungsstrukturen informieren. Gegenwärtig leben nahezu 3.500 Bürgerinnen und Bürger mit Demenz im Landkreis Neuwied. Pro Jahr erkranken rund 700 Bürgerinnen und Bürger neu an einer Demenz. Die Versorgung für Menschen mit Demenz konnte in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut und damit deutlich verbessert werden. Neben der Beratung durch die Pflegestützpunkte wie den Pflegestützpunkt in Linz und für Privatversicherte Compass Private Pflegeberatung wurden neue Hilfsangebote geschaffen. Hierzu zählen beispielsweise ambulante Hilfen, teilstationäre Angebote wie die Tagespflege sowie spezielle Wohnbereiche in den Altenheimen. „Um Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen helfen zu können, ist es wichtig, dass sie sich ausführlich beraten lassen“, so Landrat Achim Hallerbach. „Darüber hinaus ist eine gute und umfangreiche Diagnostik wichtig, um Therapie und Hilfen geben zu können“.

Als Referentin konnte Renate von Ritter, examinierte Krankenschwester und Fachkraft für Gerontopsychiatrie gewonnen werden. Auf der Grundlage ihrer langjährigen praktischen Erfahrungen wird sie ausführen, wie der Umgang mit Menschen mit Demenz auf Augenhöhe und vor allen Dingen würdevoll gestaltet werden kann. Damit gibt sie wichtige Tipps und Ratschläge für die Betreuung sowohl für pflegende Angehörige als auch für professionelle Helfer.

Vorgesehen ist ausreichend Raum für Fragen und zur gemeinsamen Diskussion. Darüber hinaus stellen der Pflegestützpunkt Linz, die Neuwieder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (NEKIS), die Seniorenbeiräte Unkel und Linz sowie verschiedene Dienste wie Ambulantes Hospiz Neuwied/Neustadt, Compass Private Pflegeberatung und die Gemeindeschwester plus mit Sitz in Linz ihre Arbeit an Informationsständen vor. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten Informationen rund um das Thema Demenz. Weitere Informationen sowie geplante Veranstaltungstermine finden Sie ebenfalls auf der Internetseite der Psychiatriekoordinationsstelle des Landkreises Neuwied im Internet unter www.pychiatrie-neuwied.de.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Neuwied

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