Gesamtklassement beim verkürzten 24-Stunden-Rennen am Nürburgring wird von lokalen Teams dominiert

Scherer Sport PHX sichert sich siebten Gesamtsieg

03.06.2024 - 08:38

Nürburg. Scherer Sport PHX feierte bei der 52. Auflage des 24-Stunden-Rennens nach einer nur siebeneinhalb Stunden dauernden Jagd durch die grüne Hölle seinen siebten Sieg in der Geschichte des Langstreckenklassikers. Den Triumph für das Team aus der Eifel fuhren im Audi mit der Startnummer 16 Frank Stippler, Christopher Mies, Ricardo Feller und Dennis Marschall ein. Rang zwei belegte der von Kevin Estre, Laurens Vanthoor, Thomas Preining und Ayhancan Güven pilotierte Porsche 911 GT3 R von Manthey EMA. Komplettiert wurde das Podium von Dan Harper, Max Hesse und Charles Weerts, die einen BMW M4 GT3 des in Andernach beheimateten Teams von RMG steuerten. Mit der vierten Gesamtposition im Mercedes-AMG GT3 des Meuspather HRT-Teams rundeten Luca Stolz, Maximilian Götz, Daniel Juncadella und Arjun Maini nicht nur die Markenvielfalt, sondern auch die Dominanz der lokalen Teams ab.

Als das Rennen am Samstagabend wegen Nebels nach sieben Stunden und 22 Minuten unterbrochen werden musste, ahnte noch keiner, dass am Ende die Platzierungen zu diesem Zeitpunkt auch dem Endergebnis gleichkommen sollten. Zwar lichtete sich am Sonntagmittag nach einer über 14-stündigen Unterbrechung der Nebelschleier, woraufhin die Rennleitung die noch im Rennen befindlichen 109 Teilnehmer für fünf Formationsrunden hinter dem Safety-Car auf die Strecke schickte. Schon im Vorfeld hatte aber Rennleiter Walter Hornung angekündigt, dass er bei keiner Verbesserung der Sichtverhältnisse das Rennen nach diesen fünf Runden beenden würde. Um 14:50 Uhr verkündete schließlich die Rennleitung ihre Entscheidung, das Rennen nach den Formationsrunden zu beenden.

Einige der GT3-Teams spekulierten auf einen Neustart und legten daher während der Safety-Car-Phase ihre finalen Stopps zum Tanken und Reifenwechsel ein. Nach diesen Stopps mussten sie sich am Ende ihrer Gruppe wieder einreihen. Darunter auch das Vorjahressieger-Auto von Frikadelli Racing, worauf der Ferrari 296 GT3 am Ende durch diesen taktischen Stopp von Position sechs auf den zwölften Rang zurückfiel.

Rennleiter Walter Hornung bedankte sich am Ende bei Fans und Teams: „Ich danke allen Fans, die diese Woche zu einem riesigen Motorsport-Festival gemacht haben und trotz aller Wetterkapriolen die 24h Nürburgring mit uns feierten. Den Teilnehmern und Teams danke ich für das Verständnis, dass wir dieses besondere Rennen auf diese Weise zu Ende gebracht haben.“ An den Veranstaltungstagen hatten rund 240.000 Besucherinnen und Besucher das Rennen live an der Strecke verfolgt. Schon am frühen Montagmorgen waren die ersten Fans angereist und hatten sich in lange Schlangen vor den Einlassstellen zu den beliebtesten Streckenabschnitten eingereiht. Auch durch die im Laufe der Woche aufkommenden widrigen Witterungsbedingungen ließen sich die Fans nicht ihre Dauerpartylaune verderben. Teilweise mussten Campingplätze aber schon frühzeitig geschlossen werden, weil der Regen die Wiesen in Schlammflächen verwandelt hatte. Als Alternative wurden Parkplätze an der Grand-Prix-Strecke zu Campingflächen eingerichtet, was aber zu Parkproblemen und langen Wartezeiten für die anreisenden Besucher am Samstag führte.

Während das Gesamtklassement von den lokalen Teams dominiert wurde, blieb es in den Klassenwertungen bei zwei Siegen. Einer der beiden Siege verbuchte das Team von Black Falcon in der Klasse für Porsche 911 GT3 Cup 2 Fahrzeuge. Mit Position zwei in dieser Klasse stellte das Team von Scherer Sport PHX unter Beweis, dass es sich nicht nur auf den Einsatz von Fahrzeugen der Marke Audi versteht.

In der Klasse SP3T konnte das Team von Bulldog Racing aus Nürburg mit einem Mini John Cooper die Siegestrophäe in den Klassenwertungen für die Lokalmatadore sichern. Der zweite Mini John Cooper des Teams belegte in der Klasse VT2-Front den dritten Rang.

Der im Rahmen des Charity-Projekts „Fly and Help“ eingesetzte und unter der Federführung von Carsten Knechtges aus Mayen neu aufgebaute Beetle RSR belegte in der Klasse SP3T den zweiten Rang. Der Beetle wurde bei seinem ersten Einsatz als Nachfolge der weißen Dodge Viper schnell zu einem der Zuschauerlieblinge. „Die Viper hat man entweder geliebt oder gehasst, aber den Beetle RSR mag einfach jeder“, schwärmt Teamchef Bernd Albrecht. Insgesamt konnte man bei den bisherigen Einsätzen, mit der Viper, Geld für den Bau von 13 Schulen, mithilfe von Sponsoren einfahren, wie der Gründer der Stiftung von „FLY & HELP“ Reiner Meutsch zu berichten wusste. Er hoffe, so Meutsch, dass die Fahrer des Beetle, Sebastian Asch, Carsten Knechtges, Bernd Albrecht und Julian Reeh bei Baukosten von rund 50.000 Euro für eine Schule in einem Entwicklungsland, auch bei diesem Rennen das Budget für zwei bis drei weitere Schulen einfahren könnten.

Nachdem die Griesemann Gruppe gemeinsam mit dem Adenauer Team von Teichmann Racing bereits im vergangenen Jahr ein Toyota GR Supra GT4 EVO mit 100% eFuel erfolgreich eingesetzt hatte, rollte auch in diesem Jahr der Bolide wieder an den Start. Das Team wollte damit erneut die Möglichkeiten, die auch umweltschonende Treibstoffe unter Dauerleistung bieten, unter Beweis stellen. Pilotiert wurde das Auto von Björn und Georg Griesemann, Yves Volte und dem Nürburgring-Experten Dirk Adorf, die sich am Ende über einen erfolgreichen dritten Klassenrang freuen durften.

Glücklos verlief die Veranstaltung für die beiden Brüder Jürgen und Joachim Nett, die das Rennen in einem Audi S2-Lim vom Team Dupre Engineering Motorsport bestritten. Mit der zweiten Startposition hatten sich die Fahrer in der stark besetzten Klasse der VT2-Heckautos eine hervorragende Ausgangsposition für das Rennen geschaffen. Nach fünf Rennstunden überquerte der Audi als Führender in seiner Klasse die Linie, bevor ein Feuer am Heck des Autos ausbrach und das Fahrzeug an die Box zurückgebracht werden musste. Zwar gelang es dem Team noch, den Brandschaden während der Unterbrechung zu beseitigen und das Auto wieder einsatzbereit auf die Räder zu stellen. Aber den Piloten blieb die Möglichkeit der Positionsverbesserung von Rang sieben aufgrund der schon erwähnten Bedingungen verwehrt. BURG

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Vera Buer:
Sehr gut und realistisch geschrieben! Danke. Weidetierbesitzer, also Praktiker, kennen das Problem schon seit langer Zeit. Theoretiker weigern sich, dieses zu akzeptieren. Der Wolf wird personifiziert und als „harmlos“ eingestuft, Weidetierhalter hingegen als unfähig eingestuft, ihre Tiere zu schützen....
Tatjana Hirsch:
Danke für diesen sehr wichtigen und aufklärenden Artikel! Ich werde ihn teilen!...
Yvette Grzymala:
Viel Glück, ein tolles Instrument!!!...
Helmut1954:
Super! Ich bin bereits an einem Knie operiert und super zufrieden. Sogar Bergwanderungen sind kein Problem. Für das zweite Knie komme ich sicher wieder! Beste Grüße an Dr. Gödel aus dem Allgäu...
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