Allgemeine Berichte | 18.02.2014

Lions Club Meckenheim-Wachtberg investierte erneut

Spende ermöglicht U3-Sprachförderprogramme

Bei den U3-Sprachförderprogrammen wird mit Liedern der Sprachmelodie und dem Sprachrhythmus gearbeitet.privat

Wachtberg. Der Lions Club Meckenheim-Wachtberg sieht bereits seit 2006 auf Anregung des damaligen Rektors der katholischen Grundschule in Wachtberg-Niederbachem, Kurt Zimmermann, und in Kooperation mit der Gemeinde Wachtberg seine Hauptaufgabe in der Sprachförderung für Kinder im Vorschulalter. Ganz besonders eignet sich hierfür das Kon-Lab (Konstanzer Labor) Sprachförderungsprogramm, das durch den Privatdozenten Dr. Zvi Penner von der Universität Konstanz 2002 entwickelt, in den Folgejahren in den deutschen Kindertagesstätten eingeführt wurde und inzwischen gut evaluiert ist. Circa 20 bis 25 Prozent deutsche und ausländische Kinder über drei Jahren sind pro Jahrgang sprachentwicklungsverzögert und weder Staat noch Gemeinde oder Kirche sind für deren Sprachförderung verantwortlich.

Unter dem Motto „Wir engagieren uns da, wo niemand handelt“ sieht hier der Lions Club Meckenheim den Ansatz für seine dauerhafte Förderung mit Kon-Lab. Im Unterschied zu anderen Materialien dient dies der ganzheitlichen Erfahrung der Kinder, sodass sie ihren Wortschatz erweitern und das Regelwerk bzw. die Grammatik der deutschen Sprache verinnerlichen. Ein Mitglied des Lions Club Meckenheim-Wachtberg, Rosemarie Brauckmann, selbst Grundschullehrerin, bemerkte treffend: „Diese Sprachförderung ist ein Schulungsprogramm für Kinder, das heißt den Kindern wird etwas vermittelt, sie müssen lernen. Kon-Lab ist kein Sprachspiel, dessen Spielanleitung man nach einmal Lesen versteht. Das umfangreiche Material von Kon-Lab ist ohne Schulung nicht einsetzbar.“ So wurde auch 2012, nachdem Kurt Zimmermann und Ingrid Meier, ehemalige Meckenheimer Grundschullehrerin aus Wachtberg - beide Multiplikatoren von Prof. Zvi Penner - die konsequente Betreuung der Kitas in der Region beendet hatten, eine Schulung für 30 Erzieherinnen von der Multiplikatorin Carmen Deffner, Heilpädagogin aus Köln, durchgeführt.

Da inzwischen laut KiBiz (Kinderbildungsgesetz) Kinder ab zwei Jahren in den Kindertagesstätten betreut werden müssen, stand nun an, die betroffenen Kitas in Wachtberg mit dem U3-Kon-Lab Programm „Flink“ zu versorgen. Bei der Arbeit mit den Kleinsten wird mit Liedern, der Sprachmelodie und dem Sprachrhythmus gearbeitet. Wie bei dem Ü3-Programm wird in dieser Altersstufe ebenso versucht, die Eltern zu Übungen mit den Kleinsten zu animieren. Der Lions Club Meckenheim-Wachtberg hat nun erneut insgesamt 4.200 Euro für die Jüngsten der Gesellschaft investiert. Gemeinsam informierten sich Bürgermeister Theo Hüffel, Rita Bauer (Activity-Beauftragte), Christian Ullmann (Sekretär), Udo Hausmanns (Clubmaster) und Gudrun Mieth-Leichsenring (Beauftragte PR und Fundraising) vom Lions Club Meckenheim-Wachtberg bei der Leiterin des Familienzentrums Mieke Schulze und der Erzieherin Nicole Hirsch, wie Kinder mit dem Kon-Lab Programm arbeiten.

Geplant ist auch, aus dem Erlös des Benefizkonzerts mit der Rheinischen Bläser Philharmonie und der norwegischen Dirigentin Irene Anda, das am 18. Mai in der Aula des Schulzentrums stattfinden wird, eine Intensivschulung bezüglich des U3-Kon-Lab Programms zu finanzieren. Die Lions erhoffen, damit ihre bisherigen Erfolge, nämlich durch ihre Förderung weiterhin jährlich je nach Jahrgangsstärke circa 160 bis 180 Kindern in der Region von der deutschen Sprache her den Anschluss an die Regelschule zu ermöglichen, fortsetzen zu können.

Bei den U3-Sprachförderprogrammen wird mit Liedern der Sprachmelodie und dem Sprachrhythmus gearbeitet.Foto: privat

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