Politik | 26.06.2025

Umweltministerin Eder übergibt 142 Millionen Euro Fördermittel:

Die modernste Kläranlage Europas entsteht an der Ahr

RLP-Umweltministerin Katrin Eder (5. von links) übergab den Förderbescheid in Höhe von 142.680.000 Euro für die zukünftige Kläranlage „untere Ahr“ an, von rechts Andreas Geron (Bürgermeister Stadt Sinzig), Marcel Caspers (Bürgermeister Stadt und Verbandsgemeinde Bad Breisig), MdL Susanne Müller, Peter Diewald (1. Beigeordneter Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler), Björn Ingendahl (Bürgermeister der Stadt Remagen), Achim Juchem (Bürgermeister Gemeinde Grafschaft), Dominik Gieler (Bürgermeister Verbandsgemeinde Altenahr), Martin Hoffmann (technischer Werkleiter), Bernd Lischwé (kaufmännischer Werkleiter).  Foto:DU

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Bei der Flutkatastrophe 2021 wurde die Kläranlage „Untere Ahr“ in Sinzig massiv beschädigt. Durch deren Lage im Überschwemmungsgebiet von Rhein und Ahr strebt der Abwasserzweckverband Untere Ahr den Bau einer neuen Kläranlage an einem hochwassersicheren Standort auf dem Gebiet der Stadt Remagen unweit der alten Kläranlage, etwa 300 Meter Luftlinie von Kripp entfernt, an. Ein wahres Mammutprojekt, mit dessen Bau im kommenden Jahr begonnen werden soll. Die Inbetriebnahme samt Abnahme und Übergabe ist bis Ende Juni 2031 vorgesehen. Laut der Planungen entsteht die bis dahin modernste Kläranlage Deutschlands, bzw. Europas bei anschließendem Rückbau der alten Anlage. Angebunden sein werden die Städte Remagen, Sinzig und Bad Neuenahr-Ahrweiler, die Verbandsgemeinden Altenahr und Bad Breisig sowie die Gemeinde Grafschaft. Ausgerüstet mit neuester Technik unter Nutzung künstlicher Intelligenz, wird die Anlage unter anderem vier Reinigungsstufen für den Gewässerschutz, eine 3-straßige Rechenanlage, drei Rundbecken sowie ein Energiekonzept samt PV-Anlage, Abwasserwärmenutzung und Energierückgewinnung besitzen. Bei Gesamtkosten von rund 212 Millionen Euro werden bislang 162.680.000 Euro vom Wiederaufbaufonds finanziert – als größte Einzelmaßnahme des Nach-Flut-Wiederaufbaus („BLICK aktuell“ berichtete mehrfach).

Leuchtturmprojekt für Land und die Bundesrepublik

Nachdem schon vor einiger Zeit hierfür ein Förderbescheid über 20 Millionen Euro übergeben worden war, überreichte RLP-Umweltministerin Katrin Eder kürzlich den Bürgermeistern der beteiligten Städte und Gemeinden einen weiteren Förderbescheid in Höhe von 142.680.000 Euro. „Für mich ist diese Anlage das Symbol dafür, dass wir den Wiederaufbau eben nicht eins zu eins machen, sondern hier ganz viel Gehirnschmalz hineingesteckt wurde. Wir freuen uns über diesen Leuchtturm des Wiederaufbaus“, so Katrin Eder. Dem schloss sich Remagenes Bürgermeister Björn Ingendahl an: „Die neue Kläranlage ist ein Leuchtturmprojekt für Rheinland-Pfalz und die gesamte Bundesrepublik, auf deren Gelände auch eine Umweltlernschule für Kinder- und Jugendliche entstehen soll.“ DU

RLP-Umweltministerin Katrin Eder (5. von links) übergab den Förderbescheid in Höhe von 142.680.000 Euro für die zukünftige Kläranlage „untere Ahr“ an, von rechts Andreas Geron (Bürgermeister Stadt Sinzig), Marcel Caspers (Bürgermeister Stadt und Verbandsgemeinde Bad Breisig), MdL Susanne Müller, Peter Diewald (1. Beigeordneter Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler), Björn Ingendahl (Bürgermeister der Stadt Remagen), Achim Juchem (Bürgermeister Gemeinde Grafschaft), Dominik Gieler (Bürgermeister Verbandsgemeinde Altenahr), Martin Hoffmann (technischer Werkleiter), Bernd Lischwé (kaufmännischer Werkleiter). Foto:DU

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