Ahr-Rotweine feierten große Erfolge beim „Deutschen Rotweinpreis“
Ahr-Winzer wurden mehrfach ausgezeichnet
Bad Neuenahr-Ahrweiler/Marienthal. Als das Wein-Fachmagazin „Vinum“ 1987 den „Deutschen Rotweinpreis“ ins Leben rief, war der Rotweinanbau in Deutschland noch vergleichsweise gering. Mit heute rund 35 Prozent der bundesweiten Anbaufläche ist der „Rote“ längst kein Nischenprodukt mehr und hat zahlreiche Anhänger. Nicht zuletzt dem Engagement von Peter Kriechel, Vorsitzender des Ahrwein e.V., ist es zu verdanken, dass die Veranstaltungen rund um den Deutschen Rotweinpreis in diesem Jahr erstmals im Ahrtal stattfanden, das nach der Flutkatastrophe den Blick nach vorne richtet. Das betonte auch Kreisstadt-Bürgermeister Guido Orthen im Rahmen der Preisverleihung im Kloster Marienthal. „Rund zehn Prozent der Weinbaulagen wurden von der Flut zerstört, doch unsere Winzer sind großartig, was uns positiv in die Zukunft blicken lässt“, sagte Orthen, der auch den zahlreichen im Flutgebiet helfenden Winzern aus ganz Deutschland für ihre Unterstützung dankte.
Alle 80 Ahrweine erreichten das Finale
Dass der Ahrwein von erstklassiger Qualität ist, macht ein Blick auf die Preisträger deutlich. Alle 80 angestellten Ahrweine erreichten bei insgesamt 1.500 aufgebotenen Weinen das Finale, fünf Ahr-Weingüter konnten gegen die starke nationale Konkurrenz Plätze auf dem Siegertreppchen erringen. Mit dem Weingut H.J. Kreuzberg (Dernau, Kategorie „Klassische Deutsche Sorten“/2019 Frühburgunder Dernauer Hardtberg) sowie dem Weingut Meyer-Näkel (Dernau, Kategorie „Spätburgunder“/2019 Walporzheimer Kräuterberg) konnten sich zwei Weingüter über Top-Platzierungen freuen. Weitere „Medaillenränge“ gingen an die Weingüter Jean Stodden (Rech), Deutzerhof (Mayschoß) und Peter Kriechel (Ahrweiler). „Nach diesen tollen Erfolgen war es für uns selbstverständlich, dass die diesjährigen Ehrungen und Weinvorstellungen an der Ahr stattfinden müssen“, unterstrich Vinum-Redakteur und Rotweinpreis-Erfinder Rudolf Knoll das hervorragende Abschneiden der Ahr-Rotweine. „Eigentlich sollte es eine große Galaveranstaltung im Steigenberger Kurhaus geben. Die Flutkatastrophe hat diese Pläne leider zunichte gemacht. Umso dankbarer sind wir Vinum, dass sie am Ahrtal als Standort festgehalten haben“, so Peter Kriechel.
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