Allgemeine Berichte | 03.02.2026

Spanische Schülererinnen und Schüler entdecken die Vulkanregion Eifel

Austauschprojekt: Tuffstein als Brücke zwischen Speicher und Teneriffa

Gruppenfoto mit einer Halbgruppe der spanischen und deutschen Schüler/-innen mehr ihren Lehrkräften. Rechts die Projektverantwortliche Vivien Rupieper. Fotos: Heimatfreunde Weibern e.V.

Weibern. Zu Beginn des Jahres überraschte der Steinhauerverein mit der Nachricht, dass das Genossenschaftliche Gymnasium Speicher um Unterstützung gebeten hatte, um den Schülerinnen und Schülern das Thema Tuffstein näherzubringen.

Bei diesem besonderen Besuch handelte es sich um eine Gruppe spanischer Austauschschülerinnen und -schüler aus Icod de los Vinos, einer Gemeinde im Nordwesten Teneriffas, sowie Schüler und Schülerinnen aus Speicher.

Das Gymnasium beteiligt sich derzeit an einem Erasmus-Plus-Projekt, das sich mit den Besonderheiten der Natur und Kultur der Vulkanregion Vulkan- und Osteifel auseinandersetzt.

Dieses Programm der Europäischen Union fördert europaweite Projekte und Austauschmaßnahmen im Schulbereich, um interkulturelle Begegnungen zu ermöglichen und gemeinsam mit einer Schule vor Ort thematische Projekte umzusetzen. Die Koordination des Projekts lag in den Händen von Vivien Rupieper, einer Lehrerin für Spanisch und Erasmus-Koordinatorin.

In Zusammenarbeit mit den Heimatfreunden wurde ein attraktives Programm zusammengestellt. Am Montag, den 26. Januar 2026, erreichte ein Bus mit 21 Schülerinnen und Schülern im Alter von etwa 14 Jahren sowie fünf Lehrerinnen die Gemeinde Weibern. Die Jugendlichen wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, um jeweils 90 Minuten lang zwei Programmpunkte zu erleben: den Besuch des Tuffsteinmuseums und die praktische Bearbeitung eines Tuffsteins. Im Museum erklärte Heinz-Udo König von den Heimatfreunden die Geschichte des Tuffs und seine Bedeutung für Weibern. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, Werkzeuge und Werksteine selbst in die Hand zu nehmen. Parallel dazu führten Johannes Montermann und Bernhard Klapperich vom Steinhauerverein die Gruppen in die Bearbeitung des Tuffsteins ein.

Trotz der Temperaturen um den Gefrierpunkt zeigten die Jugendlichen großes Interesse, und die Ergebnisse ihrer Arbeiten konnten sich sehen lassen. Man hatte bewusst kleinere Motive wie Herz, Stern oder Blatt ausgewählt, da speziell die Austauschschüler aus Teneriffa ihre Werkstücke später im Flugzeug mit nach Hause nehmen wollten. Den Abschluss bildete die Besichtigung des Abbaugebietes des Mendiger Basalts von der dort eingerichteten Aussichtsplattform aus, wo der heutige Abbau eindrucksvoll verfolgt werden konnte. Vor der Weiterfahrt zu den Braukellern nach Mendig waren sich alle einig, dass sich der Besuch in Weibern trotz der überaus kühlen Jahreszeit gelohnt hatte. Zudem wurde erneut deutlich, wie in Weibern Vereine Synergien nutzen und gemeinschaftlich Projekte erfolgreich umsetzen. BA

Die Gruppe beim Hämmern auf dem Gelände des Steinhauervereins.

Die Gruppe beim Hämmern auf dem Gelände des Steinhauervereins.

Gruppenfoto mit einer Halbgruppe der spanischen und deutschen Schüler/-innen mehr ihren Lehrkräften. Rechts die Projektverantwortliche Vivien Rupieper. Fotos: Heimatfreunde Weibern e.V.

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