Allgemeine Berichte | 02.10.2017, 09:22 Uhr

Drei attraktive Tageswanderungen des Eifelvereins Sinzig

Burgen, Pulvermühle und grandiose Ausblicke

Unter der Führung von Guido Reckhaus wanderte diese Gruppe durch den Hardtwald zur Hardtburg. privat
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Sinzig. Zur Akropolishütte, auf den Pulvermühlenweg und nach Bad Münstereifel führten drei attraktive Tagestouren, die Wanderführer Guido Reckhaus für die Wanderfreunde des Eifelvereins Sinzig im September ausgewählt und organisiert hatte. Zunächst stand die 22 Kilometer lange Wanderung von Euskirchen nach Bad Münstereifel auf dem Programm, an der 19 Wanderer teilnahmen. In Nebel gehüllt waren Wald und Flur, als Wanderführer Guido Reckhaus die Gruppe entlang des Mitbachs, durch den Stadtwald von Euskirchen zur Erft nach Stotzheim führte. Durch den Hardtwald, auf schmalem Pfad, erreichten die Eifelfreunde die idyllisch gelegene, von Weihern umgebene Ruine Hardtburg, eine Wasserburg aus dem Hochmittelalter, umschlossen von einer mächtigen Ringmauer. An der Steinbachtalsperre, genoss man auf der Terrasse des Waldrestaurants eine kurze Mittagsrast und die angenehm wärmenden Strahlen der Sonne. Herbstlich bunt leuchtete der Wald, durch den der Weg, vorbei an Arloff und Iversheim nach Bad Münstereifel verlief. Durch das Werthertor betrat die Gruppe den mittelalterlichen Stadtkern mit liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern und romantischen Winkeln und Gassen. Besonders beeindruckte jedoch die 1,6 Kilometer lange Stadtmauer mit 18 Wehrtürmen, vier mächtigen Toren, und die oberhalb der Stadt thronende Burganlage aus dem 13. Jahrhundert. Hier genoss man den, wie es heißt, schönsten Blick auf die historische Altstadt. Im Burgrestaurant ließ man bei Kaffee und hier gebrautem Bier den Tag fröhlich ausklingen. Ein weiteres Ziel lag an der Sieg. Hier verband Guido Reckhaus die Erlebnisschleifen „Pulvermühlenweg“ und „Mäanderweg“, zu einer 21 Kilometer langen Rundtour. Einer explosiven Vergangenheit verdankt der Pulvermühlenweg seine Bezeichnung. Relikte der ehemaligen Pulvermühle zeugen davon, dass in dem heute so friedlichen Elisenthal bis 1918 Sprengmittel hergestellt wurden und es oft zu verheerenden Explosionen kam. Ausgangspunkt für die 13 Wanderfreunde war jedoch Dattenfeld. Von weitem grüßt hier „St. Laurentius“, der sogenannte Siegtaldom, die Besucher. Vorbei an Burg Dattenfeld, einem ehemaligen Pfarrhaus, und den Ruinen der Pulvermühle traf man schließlich auf den Mäanderweg, der den Anspruch der Erlebniswege, dem Wanderer die schönsten Winkel entlang der Sieg zu erschließen, voll erfüllte. Höhepunkte waren der Siegwasserfall, Burg Windeck mit einer herrlichen Aussicht auf das Windecker Ländchen und das Museumsdorf Altwindeck. Die Einkehr im „Blumencafé“ in Dattenfeld rundete den gelungenen Wandertag ab. Eine 16 Kilometer lange Wanderung zur Akropolishütte begann in Altenahr und führte über den Ahrsteig nach Mayschoß, dann steil aufwärts zum Ümerich, vorbei an der Kalenborner Höhe, zur bewirtschafteten Hütte des Eifelvereins Mayschoß auf dem Mönchberg. Belohnung für die 25 Teilnehmer, darunter zwei Gäste, war neben der verdienten Einkehr eine grandiose Aussicht auf den Weinort und die Umgebung, die seinerzeit einen von einer Griechenlandreise heimgekehrten Studenten begeistert ausrufen ließ: „Hier ist es schöner als auf der Akropolis“ und so der Hütte ihren Namen verlieh.

Unter der Führung von Guido Reckhaus wanderte diese Gruppe durch den Hardtwald zur Hardtburg. Foto: privat

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