DRK ist bereit für Rock am Ring
Kreis Ahrweiler. Nicht mehr lange und es strömen wieder tausende Musik- und Festivalbegeisterte in die Eifel zu Rock am Ring. Damit ihnen dort im Notfall schnell geholfen werden kann, sind auch dieses Jahr wieder rund 1.100 ehren- und hauptamtliche Helfende des Roten Kreuzes vor Ort im Einsatz.
Schon seit Monaten plant der DRK-Kreisverband Ahrweiler e.V. Rock am Ring, alle Fäden laufen dabei bei Armin Link, Leiter der Abteilung Nürburgring, des DRK-Rettungsdienstes Nürburgring und des Medical Centers Nürburgring, zusammen. Seit Oktober letzten Jahres tüftelte er Dienstpläne aus, bestellte Material und buchte Unterkünfte wie Sporthallen oder Gemeindehäuser. Ende April begann für ihn die heiße Phase. „Ich mache das jetzt seit über 25 Jahren. Auch wenn ich sehr viel Erfahrung habe, kann ich mich darauf nicht ausruhen. Jedes Jahr ist anders und damit auch die Herausforderungen“, so Armin Link. Vor wenigen Tagen musste er beispielsweise eine Sanitätsstelle personell neu organisieren, da ein saarländischer Ortsverein wegen des Hochwassers an der Saar absagte.
Das Rote Kreuz besetzt während des Festivals elf Sanitätsstellen und hat 30 Rettungsmittel (Notfalleinsatzfahrzeuge und Rettungswagen) im Einsatz. Das Medical Center ermöglicht eine intensive und notfallmedizinische Versorgung und ist mit einem Schockraumteam aus den eigenen Reihen besetzt. Die Notfall- und Rettungssanitäter kommen aus allen Bundesländern, die ehrenamtlichen Helfenden aus Berlin, Saarland, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Der DRK-Kreisverband Ahrweiler e.V. wird durch seine neun Ortsvereine (OV) Adenau, Bad Breisig, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Grafschaft, Niederzissen, Remagen, Sinzig, Wehr und Weibern vertreten.
Auch bei den OVs laufen die Vorbereitungen lange bevor das Festival startet: „Unser Motto lautet: Nach Rock am Ring ist vor Rock am Ring.“, sagt Markus Nerger, Bereitschaftsleiter des DRK-OV Niederzissen. „Sobald wir wieder im Ortsverein einrücken, ziehen wir als Team Bilanz und überlegen, was wir im nächsten Jahr verbessern und wie wir unsere Arbeit optimieren können.“ Ab November gehen die richtigen Planungen los. Markus Nerger stellt zusammen mit den Führungskräften das rund 30-köpfige Team zusammen, bittet bei Arbeitgebern um Sonderurlaub für die Ehrenamtlichen und überprüft gemeinsam mit ihnen sowohl das Sanitätsmaterial als auch das technische Equipment. Kurz bevor sich die Einsatzkräfte auf den Weg in die Eifel machen, werden die beiden Mannschaftswagen, der Rettungs- und der Krankentransportwagen sowie der Gerätewagen Sanität der Medical Task Force Bund gecheckt und instandgehalten. Auch Bernd Schricker und der OV Weibern überprüfen ihr Equipment kurz bevor es an den Nürburgring geht. Bei ihnen liegt das Augenmerk aber nicht nur auf Rettungsmitteln, sondern auch auf ihrer mobilen Küche. Der OV Weibern ist während des Festivals für die Verpflegung der DRK-Helfenden zuständig. Rund 4.100 Mahlzeiten bereitet das 11-köpfige Team von Mittwoch bis Montag zu. Zuvor heißt es für Chefkoch Bernd Schricker allerdings die Mahlzeiten planen sowie festlegen und kalkulieren – bei immer steigenden Lebensmittelpreisen kein einfaches Unterfangen, zumal sich der OV auf die Fahne geschrieben hat, gesunde und ausgewogene Speisen zu kochen. „Die größte Herausforderung im Vorfeld ist aber die genaue Anzahl der zu bekochenden Helfenden zu bekommen. Erst wenn diese komplett sind, können wir Einkaufslisten schreiben und alles besorgen. Damit wir dieses Jahr weniger Stress haben, gab es einen Stichtag – danach habe ich keine Änderungen mehr angenommen.“, sagt Bernd Schricker.
Die Planungen des Roten Kreuzes für Rock am Ring sind in trockenen Tüchern, das Festival kann beginnen: „Wir sind auf alles vorbereitet! Wir freuen uns nun einfach, dass es bald losgeht. Mein persönliches Highlight wird wie jedes Jahr das Wiedersehen und die Zusammenarbeit mit liebgewonnenen Kolleginnen und Kollegen sein.“, sagt Armin Link.
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