Erinnerungen bewahren: Die Neuauflage von „Jüdisches Leben“
Geschichten der Untermosel: Ein Projekt gegen das Vergessen
VG Rhein-Mosel. Vor 25 Jahren entstand im Rahmen des Religionsunterrichts an der ehemaligen Regionalen Schule Untermosel eine bedeutsame Broschüre mit dem Titel "Jüdisches Leben".
Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse sammelten und dokumentierten die Geschichten jüdischer Familien innerhalb der damaligen Verbandsgemeinde Untermosel.
Das Ergebnis war ein 66-seitiges Werk, das bis heute als wertvolle geschichtliche Quelle dient, um sich mit den Schicksalen der Opfer des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.
Um das Gedenken an die verfolgten Menschen und deren Schicksale lebendig zu halten, ist eine erweiterte Neuauflage dieser Broschüre geplant. Neben der jüdischen Bevölkerung soll dabei an alle Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden, darunter Sinti und Roma, Homosexuelle, politisch Verfolgte, Menschen mit Behinderung und viele andere. Geografisch wird die Neuauflage zusätzlich die Orte Rhens, Waldesch, Brey und Spay umfassen.
Für die Gestaltung der Neuauflage wird um die Mithilfe der Bevölkerung gebeten. Gesucht werden persönliche Berichte, Familienüberlieferungen, Briefe, Tagebucheinträge, Fotos und Ähnliches. All jene, die über solche Aufzeichnungen verfügen, sind eingeladen, diese zur Verfügung zu stellen. Beiträge können per E-Mail an info@vgrm.de gesendet werden. Bei Fragen stehen die Telefonnummern 02607/49-102 oder 49-103 zur Verfügung.
Das Erinnern an die Lebensgeschichten dieser Menschen ist von großer Bedeutung, um sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. BA
