Allgemeine Berichte | 25.07.2018

Dekanat Ahr-Eifel und die Pfarreiengemeinschaft Adenauer Land

„Gott liebt die Fremden“ - Eine Ausstellung

Von Montag, 6. bis Sonntag, 26. August

Adenau. Die Erfahrung, fremd zu sein, zieht sich wie ein roter Faden durch die Bibel. Die Bibel weiß um zahlreiche Schicksale von Menschen auf der Flucht. Sie erzählt davon, dass Gott den Flüchtlingen in besonderer Weise nah ist. Sowohl in der Geschichte Israels wie in den Anfängen der christlichen Gemeinden waren Menschen gezwungen ihre Heimat wegen politischer, ethnischer und religiöser Verhältnisse zu verlassen. Die Ausstellung zeigt die Schicksale „prominenter“ Fremder wie z. B. Abraham und Sara, Josef oder Rut. Dazu zeigt sie bleibend aktuelle biblische Gebote zum Schutz des Fremden bis hin zum biblischen Konzept der Gastfreundschaft. Die Ausstellung wird von Montag, 6. bis Sonntag, 26. August in der kath. Pfarrkirche Adenau und dem Foyer der Verbandsgemeindeverwaltung Adenau zu sehen sein. Veranstalter der Ausstellung und des Begleitprogramms sind das Dekanat Ahr-Eifel und die Pfarreiengemeinschaft Adenauer Land.

Das Verhältnis von Bibel und Koran

Zur Eröffnung der Ausstellung wird Nils Fischer von der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar unter der Überschrift „Fremdes und Vertrautes: eine Biblische Spurensuche im Koran“ einen Fokus auf das Verhältnis von Bibel und Koran legen. Die vertrauten biblischen Geschichten und Gestalten zeigen sich anders, wenn man ihrer Spur in den Koran folgt. Dort werden sie vielfältig aufgenommen und finden sich unter wenig bekannten und vielfach fremden Erzählungen. Sie sprechen von einer Tradition, die Juden, Christen und Muslime teilen und verweisen auf einen gemeinsamen Weg. Nils Fischer ordnet in seinem einführenden Vortrag das für Christen Fremde und Vertraute im Koran historisch ein. Darauf geht er der Frage nach, wie diese Unterschiede und Gemeinsamkeiten einem religion- und kulturübergreifenden Gespräch verstanden werden können und was sie bedeuten.

Nils Fischer

Nils Fischer hat Philosophie und Islamwissenschaft, Arabisch und Persisch in Bonn, Teheran und Damaskus studiert. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „Interkulturalität und Interreligiosität im Gesundheitswesen“ am Dekanat Pflegewissenschaft der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV). Seine Forschungsschwerpunkte sind islamische Bioethik, Medizinethik in den Staaten Nordafrikas, des Nahen und Mittleren Ostens, interkulturelle und interreligiöse Ethik, Ethik der Migration und islamisch-arabische Philosophie des Mittelalters. Der Eröffnungsvortrag von Nils Fischer findet am Montag, 6. August, 18.30 Uhr in der kath. Pfarrkirche Adenau statt.

„Ein Morgen vor Lampedusa“

Ein weiterer Höhepunkt des Begleitprogramms wird die szenische Lesung „Ein Morgen vor Lampedusa“ am Sonntag, 19. August, 19 Uhr in der kath. Pfarrkirche Adenau sein. Die Lesung wurde von der AG „Unser Herz schlägt auf Lampedusa“ aus Hannover erarbeitet und greift Augenzeugenberichte des Flüchtlingsdramas vor Lampedusa im Oktober 2013 auf. Im Anschluss an die Lesung wird es die Möglichkeit zum Austausch geben.

Mit weiteren Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm helfen Pastoralreferentin Elisabeth Hauröder, elisabeth.hauroeder@bistum-trier.de, Tel. (0 26 91) 93 23 46 und Gemeindereferent Matthias Beer, matthias.beer@bistum-trier.de, Tel. (02691) 9 35 75 12 weiter.

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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