Allgemeine Berichte | 29.02.2024

Landesbetrieb Mobilität ist gegen gesonderte Kennzeichnung

Koblenz: Fahrrad-Piktogramme sollen nach 5 Jahren wieder verschwinden

Symbolbild. Foto: Kara - stock.adobe.com

Koblenz. Der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM) hat die Stadt Koblenz in einem Rundschreiben vom 19. Januar aufgefordert, die Abbildungen von Fahrrädern auf mehreren Straßen zu entfernen. Laut LBM sind sogenannte Fahrradpiktogrammketten im öffentlichen Verkehrsraum unzulässig. Die Piktogramme waren im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung der Universitäten Dresden und Wuppertal vor fünf Jahren auf drei Straßen in Koblenz aufgebracht worden. Dass die Fahrradpiktogramme nun endgültig verschwinden sollen, bedauert die Stadt Koblenz nach eigenen Angaben.

„Die mittlerweile abgeschlossene Studie hat eine verbesserte Akzeptanz im gemeinsam geführten Mischverkehr sowie ein gesteigertes objektives und subjektives Sicherheitsgefühl bei Radfahrenden festgestellt und empfiehlt daher den Einsatz von Piktogrammketten unter bestimmten Voraussetzungen“, heißt es in einer Stellungnahme der Stadt Koblenz.

Wirklich eine Steigerung der Sicherheit?

Die Förderung des Radverkehrs sei auch dem LBM ein wichtiges Anliegen. Insofern unterstütze er ausdrücklich alle Bemühungen zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur. Zu einer anderen Einordnung kommt der Landesbetrieb Mobilität in Bezug auf die Studie der Universitäten.

„Die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Radfahren bei beengten Verhältnissen – Wirkung von Piktogrammen und Hinweisschildern auf Fahrverhalten und Verkehrssicherheit“ der TU Dresden und der Bergischen Universität Wuppertal sind gerade nicht durchweg positiv, sondern sehr unbestimmt. Zudem wurden Gewöhnungseffekte und Auswirkungen auf andere Bereiche, in denen keine Piktogrammketten aufgebracht werden, gar nicht untersucht. Eine über ein subjektives Sicherheitsgefühl hinausgehende objektive Steigerung der Sicherheit wurde nicht eindeutig festgestellt“, so der LBM gegenüber Blick aktuell.

Verkehrszeichen und Markierung müssen eindeutig sein

Solange Piktogrammketten auf der allgemeinen Fahrbahn nicht in der Straßenverkehrsordnung geregelt seien, könnten sie auch nicht angeordnet werden und müssten entsprechend wieder entfernt werden, heißt es seitens des LBM. Die Stadt Koblenz teilte dazu mit, dass einige Bundesländer spezielle Regelungen für die Verwendung solcher Abbildungen im Straßenverkehr getroffen hätten. Das rheinland-pfälzische Verkehrsministerium lehne dies jedoch bislang ab.

Der LBM sieht solche Sonderregelungen kritisch, da dies zu 16 verschiedenen Verkehrsregelungen führen würde. Außerdem sieht man eine große Verwechslungsgefahr mit anderen Markierungen. Die Obere Verkehrsbehörde ist daher der Auffassung, dass „echte Verbesserungen für den Radverkehr und eine progressive und zeitgemäße Radverkehrsförderung anzustreben sind und nicht vermeintliche Lösungen, die maximal das subjektive Sicherheitsempfinden ändern.“

BA

Symbolbild. Foto: Kara - stock.adobe.com Foto: Kara - stock.adobe.com

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Hausmeister, bis auf Widerruf
Gesundheit im Blick
Kleinanzeige Gartenpflege
Fahrer für 3-Achs-Abrollkipper [m/w/d]
Touristik Anzeige
Räumungsverkauf
kostenlose Wiedergutmachung aus 995874
Bestellung Nr.: 4300003040-W100-606
Empfohlene Artikel
Die Innenstadt war stets gut besucht.
19

Remagen. Es stimmte einfach alles beim ersten Jakobsmarktsonntag in Remagen. Fand am Abend vorher die Wallfahrtseröffnung mit der Erhebung des Heiligen Hauptes großen Zuspruch, so erlebte der erste Jakobsmarktsonntag wohl sein bestes Jahr seit einigen Jahren. Nicht zuletzt sorgten dafür die sehr angenehmen Temperaturen. So ließen es sich wirklich Tausende Gäste aus Nah und Fern nicht nehmen, nach Remagen zu kommen und den ersten Jakobsmarktsonntag zu besuchen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
„La Dolce Mayen“ am 30. Juli in der Mayener Innenstadt
1511

Mayen. Mediterrane Atmosphäre, stimmungsvolle Musik und entspanntes Einkaufen: Unter dem Motto „La Dolce Mayen“ präsentieren „geMYnsam – Die INNENSTADTmacher“, MY-Gemeinschaft, Brückenstraßengemeinschaft zusammen mit der Stadt Mayen im Rahmen der Eventreihe „Schöner langer Donnerstag“ am 30. Juli von 17 bis 22 Uhr einen italienisch inspirierten Sommerabend in der Mayener Innenstadt.

Von Zoe Mertz aus Mayen

Weiterlesen

Foto: Polizei
3202

Der Mann soll eine Seniorin um ihr Geld betrogen haben:

18.07.: Foto-Fahndung in Neuwied: Wer kennt diesen Mann?

Neuwied. Am 16.06.2026 wurde eine 76-jährige Seniorin in Neuwied Opfer eines Betrugs. Gegen 11:30 Uhr kontaktierte sie ein bislang unbekannter Täter telefonisch und gab sich als Mitarbeiter einer Bank aus. Kurz darauf erschien ein der Geschädigten unbekannter Mann an der Anschrift und erlangte ihre Bankkarte samt PIN.

Weiterlesen