Allgemeine Berichte | 26.06.2024, 12:52 Uhr

Bei Fahrten ins Ausland auf eine gute Reiseplanung achten

Mit dem E-Auto in den Urlaub

Symbolbild  Quelle: pixabay.com
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Region. Wer mit dem Elektro-Auto in den Urlaub fährt, sollte vor allem bei Fahrten ins Ausland auf eine gute Reiseplanung achten. Dazu rät kurz vor den NRW-Sommerferien der ADAC Nordrhein. „Die Reichweite zahlreicher E-Autos ist heute groß genug und die Ladeinfrastruktur in vielen europäischen Ländern ausreichend ausgebaut. Mit entsprechender Vorbereitung steht einer Urlaubsreise mit dem E-Auto grundsätzlich nichts im Weg“, sagt ADAC Mobilitätsexperte Prof. Dr. Roman Suthold. Ab einer Reichweite von 400 Kilometern sei die Urlaubsreise mit einem E-Autos problemlos möglich. Ist die Reichweite geringer, sind häufigere Ladepausen nötig. In Nordrhein-Westfalen waren zum Jahresbeginn laut Kraftfahrtbundesamt 306.000 Elektro-Pkw zugelassen. Das sind knapp 40 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Der ADAC Nordrhein empfiehlt, schon bei der Buchung der Unterkunft darauf zu achten, ob Lademöglichkeiten am Zielort vorhanden sind. Viele Hotels, Campingplätze, Pensionen und Ferienwohnungen bieten inzwischen eigene Wallboxen. Wenn es an der Unterkunft selbst keine Ladestation gibt, sollten öffentliche Lademöglichkeiten in unmittelbarer Nähe geprüft werden. Lade-Apps oder Ladesäulen-Datenbanken verraten, wie gut die Ladeinfrastruktur auf der Reiseroute und im Zielland ausgebaut ist, wie die jeweiligen Bezahl-Möglichkeiten sind und welche Besonderheiten es im Land gibt.

„Auf jeden Fall sollte man checken, ob die eigene Lade-App oder Ladekarte am Zielort akzeptiert wird und funktioniert. Außerdem kann es hilfreich sein, sich im Vorfeld bei Lade-Anbietern im Ausland zu registrieren“, rät Suthold. Wer sich bereits vorab über die Preise informiert, erlebt vor Ort keine böse Überraschung. Bestenfalls sind die Kosten nicht höher als beim heimischen Stromanbieter. „Manchmal ist sogar kostenloses Laden möglich, zum Beispiel auf Parkplätzen großer Einkaufszentren“, informiert der ADAC Experte. Wer in europäische Länder fährt, muss sich um die Mitnahme eines Adapters keine Gedanken machen, da europaweit einheitliche Anschlüsse genutzt werden: der Stecker „Typ2“ für Wechselstrom (Normalladen) und der „CCS-Stecker“ für Gleichstrom (Schnellladen).

Für die Routenplanung sollten Urlauber neben der Reichweite des Autos auch den unterschiedlichen Ausbau der Ladeinfrastruktur entlang der Reiseroute beachten. Mitteleuropäische Länder oder Länder in Nordeuropa bieten ein relativ umfassendes Ladenetz. In einigen süd- und osteuropäischen Ländern ist die Ladeinfrastruktur hingegen weniger ausgebaut. Einen Überblick über die Abdeckung in Europa bietet der ADAC auf seiner Webseite. „Schnellladestationen sind für Reisende besonders relevant, sie werden aber weniger, je weiter es in den Süden oder von den Hauptreiserouten weg geht. Hier müssen die Ladestopps besser geplant werden“, weiß ADAC Experte Suthold.

Technische Hilfe bei der Reise- und Ladestopp-Planung bieten inzwischen diverse Online-Angebote, Apps wie die ADAC Drive App inklusive Ladestationen, Verkehrsmeldungen und Routenplaner, sowie die Navigationssysteme vieler E-Autos.

Idealerweise planen diese die Ladestopps automatisch und dynamisch. Dabei werden leistungsstarke High-Power-Charger (Schnelllademöglichkeiten) entlang der Route angezeigt, die Ladezeiten einkalkuliert und sogar die Ladepausen entsprechend dem tatsächlichen Stromverbrauch immer wieder angepasst. „Blind verlassen sollte man sich auf die technischen Hilfsmittel aber nicht“, betont Suthold.

Der ADAC Nordrhein empfiehlt, für den nächsten Ladestopp stets eine Restkapazität von 10 bis 20 Prozent einzuplanen. Es könne immer passieren, dass unvorhergesehene Umwege in Kauf genommen werden müssen, Ladestationen besetzt oder defekt sind. „Mit einer großzügigen Ladeplanung lässt sich in dem Fall ohne Panik noch die nächste Ladestation ansteuern“, sagt Roman Suthold.

Zehn ADAC Tipps für eine entspannte Urlaubsfahrt mit dem E-Auto

1.Tempomat nutzen: Je gleichmäßiger man fährt, desto geringer ist der Verbrauch.

2.Richtige Geschwindigkeit wählen: Idealerweise zwischen 100 und 120 km/h fahren. Ab 130 km/h steigt der Verbrauch überproportional an.

3.Früh genug laden: Bei der Planung des nächsten Ladestopps sollte stets eine Restkapazität von 10 bis 20 Prozent eingeplant werden.

4.Ladestandorte mit vielen Ladepunkten anfahren: Das verringert das Risiko, dass man nicht sofort drankommt. Falls alle Ladepunkte besetzt sind, besteht zumindest die Chance, dass einer der Plätze schnell frei wird.

5.Hauptreisezeiten vermeiden: Wer zu den Hauptreisezeiten (Freitag/Samstag) unterwegs ist, konkurriert mit mehr Reisenden um freie Ladestationen.

6.Unnötiges Gewicht reduzieren: Zusätzlicher Ballast auf und im Auto erhöht den Energieverbrauch.

7.Klimaanlage sparsam einsetzen: Elektronische Verbraucher wie die Klimaanlage nur bei Bedarf nutzen, sonst sinkt die Reichweite.

8.Reifendruck kontrollieren: Ein zu niedriger Reifendruck erhöht den Rollwiderstand und steigert den Energieverbrauch. Eine Erhöhung um 0,2 bar ist beim Fahrkomfort kaum zu spüren, erhöht aber die Reichweite.

9.Ladestopps angenehm gestalten: Selbst an Schnellladestationen braucht ein Ladevorgang je nach Auto 20 bis 45 Minuten. Die Zeit sollte möglichst gut genutzt werden, gerade bei Reisen mit Kindern.

10.Unterkunft mit Lademöglichkeit buchen: Gerade in Ländern mit wenigen öffentlichen Ladesäulen sollte man bei der Wahl der Unterkunft darauf achten, dass eine Lademöglichkeit vorhanden ist. Pressemitteilung ADAC

Symbolbild Quelle: pixabay.com

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