Stiftung der deutschen Nationalmannschaft unterstützt Großprojekt des Spenden-Shuttle

Nationalspieler Robin Gosens überreichte 100.000 Euro

An der Ahrtorbrücke in Ahrweiler soll eine Begegnungsstätte mit Indoorspielplatz für von der Flutkatastrophe betroffene Familien entstehen – 50 Bälle für den Nachwuchs des ABC mit im Gepäck

Nationalspieler Robin Gosens überreichte 100.000 Euro

Fußballnationalspieler Robin Gosens überreichte einen Scheck über 100.000 Euro an das Spenden-Shuttle sowie 50 Fußbälle an den Nachwuchs des Ahrweiler BC. Foto: JOST

23.12.2021 - 09:34

Ahrtal. Die Stiftung der Nationalmannschaft unterstützt den „FördAHRverein Spenden-Shuttle“ mit einer Spende von 100.000 Euro. Nationalspieler Robin Gosens überreichte den Spendenscheck jetzt an den Spenden-Shuttle-Vorsitzenden Guido Henseler und seine beiden Stellvertreter Dirk Gemein und Thomas Pütz. Damit soll eine Begegnungsstätte mit Indoorspielplatz an der Ahrtorbrücke in Ahrweiler gesponsert werden für Familien, die von der Flutkatastrophe betroffen sind. Außerdem hatte Gosens noch 50 Fußbälle im Gepäck, die den Jugendmannschaften des Ahrweiler BC zugutekommen sollen. Darüber freute sich nicht nur der ABC-Vorsitzende Torsten Schweigert, sondern auch ein gutes Dutzend Bambini, die zugleich die Bälle kreuz und quer durch das Helferzelt kickten.


„Auch wir Nationalspieler haben natürlich von der Starkregenkatastrophe aus dem Medien erfahren und wissen, dass sie Spuren hinterlassen hat, die noch lange bleiben werden“, berichtete Gosens, der Mitglied im Stiftungsrat ist. Der 27-Jährige offensive Linksverteidiger, der bei Atalanta Bergamo in Italien unter Vertrag steht, betonte: „Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit, vor Ort zu sein, wenn ich damit helfen kann. Was hier passiert ist, übersteigt jede Vorstellungskraft. Es ist wichtig, dass die Menschen im Flutgebiet weiterhin gesehen und unterstützt werden. Die Aufbauarbeiten werden noch lange dauern.“ Deshalb stelle die Stiftung „Die Mannschaft“ dem Spenden-Shuttle 100.000 Euro zur Verfügung und wolle es dabei nicht bewenden lassen: „Wir werden uns hier auch künftig noch weiter einbringen.“


Keine Angebote zur Freizeitgestaltung mehr vorhanden


Damit soll im Ahrtal das „KinderpAHRadies“ mit Kindercafé, Hüpfburg, Teppichrutsche, Trampolin, Kletterpark und mehr entstehen, eine Begegnungsstätte für die ganze Familie mit Indoorspielplatz. „Angebote zur Freizeitgestaltung, insbesondere für Familien, sind nicht mehr vorhanden. Fast alle Sportplätze, Spielplätze und auch Eisdielen wurden ein Opfer der Flutwelle. Sämtliche Fahrradwege an der Ahr sowie zahlreiche Naherholungsziele und auch alle Schwimmbäder sind nicht mehr existent“, beschrieb Gemein die aktuelle Situation im Ahrtal.

Um den Kindern und Jugendlichen in dieser schwierigen Situation Freude zu bereiten, hat der gemeinnützige „FördAHRverein Spenden-Shuttle“ mehrere Leuchtturmaktionen im Flutgebiet der Ahr geplant. Das mit Abstand größte Projekt ist der Indoorspielplatz in Ahrweiler, der von betroffenen Familien der Flutkatastrophe kostenfrei genutzt werden kann. Auf 800 Quadratmetern Zeltfläche soll ihnen die Möglichkeit gegeben werden, etwas Abwechslung von den Alltagssorgen zu finden. Die Eröffnung ist für Anfang Januar 2022 geplant.


Allein die Heizkosten verschlingen 15.000 Euro pro Monat


Die Umsetzung sei allerdings nicht einfach und dabei auch noch kostspielig, so Gemein: Aufgrund der starken Schäden im Flutgebiet müssen Wasser- und Stromleitungen neu gelegt werden. Außerdem muss das von den Wassermassen verschlammte Gelände wieder befestigt werden. Ferner benötigen die Initiatoren Einrichtungsgegenstände für das „KinderpAHRadies“ sowie einen Zuschuss zu den Betriebskosten im Bereich der Miete und Energieversorgung. Allein die Heizkosten verschlingen etwa 15.000 Euro pro Monat, rechnet Gemein vor.

Gosens: „Wenn wir es in diesem konkreten Fall schaffen, den Kindern und Jugendlichen etwas Abwechslung von ihrem komplizierten Alltag zu ermöglichen und sie dabei unterstützen können, das Erlebte zu verarbeiten, haben wir schon viel erreicht.“ Die 2020 anlässlich der Coronakrise gegründete Stiftung der Mannschaft vereint die sozialen Aktivitäten der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und trägt die Vielfalt innerhalb des Teams nach außen. Soziales Engagement sei den deutschen Nationalspielern um Kapitän Manuel Neuer, die sich seit vielen Jahren langfristig und nachhaltig einbringen, ein großes persönliches Anliegen, bekräftigt Gosens.


Auch Manuel Neuer verspricht langfristige Unterstützung


Manuel Neuer, Vorsitzender des Stiftungsrats, ließ eine persönliche Stellungnahme ausrichten: „Wir möchten nachhaltig helfen, das ist unser großes Ziel. Wenn wir ein Projekt, ein Anliegen oder eine Organisation unterstützen, dann möchten wir dies langfristig tun, wir wollen dranbleiben. Wir möchten verstehen, welche Themen die Menschen bewegen, wo der Schuh drückt, wo wir helfen können - in welcher Form auch immer.“ Die Begegnungsstätte mit Indoorspielplatz im Ahrtal für von der Flutkatastrophe betroffene Familien passe perfekt in dieses Konzept. Darüber hinaus werden im kommenden Jahr mehrtägige Freizeitangebote für betroffene Kinder und Jugendliche an den Sportschulen in Edenkoben, Hennef und Malente stattfinden. JOST

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