Allgemeine Berichte | 26.09.2025

Die Tage werden kürzer und die Temperaturen sind spürbar nicht mehr sommerlich

Rhein-Sieg-Kreis: Wichtiger Rastplatz für etliche Zugvögel

Kraniche im Flug. Foto: Matthias Overmann/Rhein-Sieg-Kreis

Rhein-Sieg-Kreis. Die Tage werden kürzer und die Temperaturen sind spürbar nicht mehr sommerlich. Den Beginn des Herbstes bemerken auch unsere Zugvögel, und einige haben sich bereits auf dem Weg gen Süden gemacht. Andere sind noch nicht aufgebrochen, sondern fressen sich lebenswichtige Fettpolster für die kräftezehrende Reise an.

Deutschland beherbergt etwa 250 Brutvogelarten, von denen der größte Teil zu den Zugvögeln zählt. Viele dieser Arten kann man auch bei uns im Rhein-Sieg-Kreis finden. Während unsere heimischen Zugvögel zur Überwinterung nach Südeuropa und Afrika ziehen, finden sich im Herbst und Winter auch jedes Jahr Vögel aus dem Norden Europas und Russlands bei uns ein, die sich entweder nur zur Rast für eine kurze Zeit aufhalten oder hier sogar komplett den Winter verbringen.

Vor allem die vielseitigen Landschaften und Feuchtgebiete, die den Tieren ein gutes Nahrungsangebot und damit ein wichtiges Refugium bieten, machen den Rhein-Sieg-Kreis attraktiv. Dazu zählen unter anderem die Wahner Heide, die Siegaue, die Feldflur von Rheinbach und Swisttal sowie die Höhen der Nutscheid und Leuscheid. Dort kann man mit etwas Glück noch Vögel wie die Blässgans Anser albifrons, den Kranich Grus grus, die Ringdrossel Turdus torquatus und die Sumpfohreule Asio otus beobachten.

Doch gibt es ein paar wichtige Regeln, die man stets beachten sollte: „Um die Tiere nicht unnötig zu stören, sollte immer ein ausreichender Abstand eingehalten werden, der den Vögeln Sicherheit bietet. In Naturschutzgebieten dürfen die offiziellen Wege selbstverständlich nicht verlassen werden und Hunde gehören grundsätzlich immer angeleint“, so Jörg Bambeck, Leiter des Amtes für Umwelt- und Naturschutz. Jede Störung und das damit verbundene Auffliegen der Vögel, kostet die Tiere wertvolle Kraft, die dringend für den langen und Strapazen reichen Zug gen Süden benötigt wird.

Schon bald können wir wieder große Gänseansammlungen auf den Wiesen der Siegauen oder die typischen V-förmigen Formationen ziehender Kraniche beobachten.

Übrigens sind besonders Kraniche keineswegs überall in Deutschland zu sehen. Wir haben lediglich Glück, dass der Rhein-Sieg-Kreis auf der Zugroute dieser Tiere liegt.

Pressemitteilung des Rhein-Sieg-Kreises

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Kraniche im Flug. Foto: Matthias Overmann/Rhein-Sieg-Kreis

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