Bunte Vielfalt im Driftwood’schen Garten
Wie im Basar
Wachtberg-Niederbachem. Konrad-Adenauer-Straße in Niederbachem, Hausnummer 58a. Die Straße ist lang. Wo ist nur 58a? Auch wer sich nicht gut auskannte, musste nicht lange suchen, hing doch schon weithin sichtbar eine große Quiltdecke aus dem Fenster im Obergeschoss der gesuchten Adresse. Derart „eingehüllt“ und mit Plakaten am Zaun machte Andreas Grimm auf sich und seine Ausstellung im Rahmen der 12. Wachtberger Kulturwochen aufmerksam. Gezeigt hat er seine Arbeiten aus Schwemmholz schon in vergangenen Kulturwochen, jeweils als Mitaussteller, aber dieses Jahr hatte er zum ersten Mal zu sich nach Hause eingeladen. Im idyllischen kleinen Garten präsentierte er seine neuesten Objekte – Schränkchen mit kleinen Schubläden. Driftwood, unter diesen Titel stellt er seine Kunst. Allesamt gefertigt aus angeschwemmten Holzstücken, persönlich von ihm am Rhein gesammelt. Mit einem Bollerwagen sei er dann unterwegs, erzählte er, denn die wenigsten Teile finde er auf dem trockenen Uferrand. In der Regel „fischt“ er das Holz aus dem Wasser. Nicht selten, dass er vorbeifahrende Ruderer um Hilfe bittet. Ein Schubs mit dem Ruder… und das Holz landet in Grimms Händen und in dessen Bollerwagen. „So ein nasses Stück Holz kann richtig schwer sein“ sagt er. Getrocknet verarbeitet er seine Fundstücke dann zu kleinen Kästchen, Regalen, Schränkchen. Jedes ein Unikat, jedes mit eigener Geschichte.
Aus Alt mach Neu
Im Garten gab es aber noch mehr zu entdecken. Auch Inge Bartels hat ein kreatives „Recycling“-Auge. Ähnlich wie Grimm hat sie ein Faible, aus Altem Neues zu machen. Nur ihr Material ist ein anderes. Sie verwendet Stoffe, zum Teil gebraucht, teils schon richtig alte Kleidung, um daraus Neues, Modernes zu schneidern. Kleider aus den 50er-Jahren erhalten bei ihr ein komplettes Lifting, werden in ihre Einzelteile zerlegt und die noch intakten Stoffstücke neu zusammengesetzt. So entstehen interessante Kreationen – Unikate, neu, mit ganz eigenem Flair. Aber wieso hing denn so demonstrativ eine Quiltdecke aus dem Fenster? Die hatte Gertrude Theis gefertigt. Sie war die zweite Mitausstellerin, die Grimm zu sich in den Garten gebeten hatte. Und da das Wetter hochsommerlich mitspielte, waren diverse Decken, Wandbehänge und andere schöne bunte Quiltarbeiten zwischen Büschen und Blumen auf Staffeleien und an Leinen dekorativ im Freien aufgehängt. Als „in Stoff gemalte Bilder“ bezeichnete stolz Regina Theis die kunstvollen Näharbeiten ihrer Mutter. Schon 25 Jahre pflege diese dieses Hobby und als Mitglied der Patchwork-Gilde habe sie an so manchem Quilt-Wettbewerb teilgenommen. Jutta Mikus war ebenfalls mit von der Partie, sie zeigte farbenfrohen Schmuck. Auch Sebastian Thein hatte sich noch der Gemeinschaftsausstellung angeschlossen und stellte seine Lampen, allesamt mit Füßen aus urigem Stammholz vor. Es gab also viel zu sehen im Garten von Andreas Grimm. Begeistert ob solcher Vielfalt entschlüpfte Grimm senior der Ausspruch: „Ist ja toll, was Ihr alles aufgebaut habt … wie im Basar!“
Pressemitteilung der
Gemeinde Wachtberg
Quilt von Gertrude Theis.
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