THW baut defekte Schienen zurück
Zerstörtes Schienen-Netz ist Gefahr für Anwohner
Bonn. Der Zugverkehr in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ist weiterhin stark beeinträchtigt. Die Fluten haben Gleise vollständig unterspült oder sogar weggespült, außerdem konnten viele Eisenbahnbrücken den Wassermassen nicht standhalten. „Das Technische Hilfswerk (THW) baut aktuell schwer beschädigte Gleisanlagen zurück, sichert dadurch Zufahrtswege und umliegende Infrastruktur und ermöglicht Platz für neue Gleise“, sagt THW-Präsident Gerd Friedsam.
Ob verbogene Gleise in Bad Neuenahr-Ahrweiler oder herabhängende Schienenteile in der Nähe von Mayschoß: THW-Kräfte bauen Eisenbahngleise im gesamten Einsatzgebiet zurück. Beschädigte Schienen-Infrastruktur legt nicht nur den Zugverkehr lahm, sondern gefährdet auch Menschen und umliegende Infrastruktur, beispielsweise durch herabfallende Teile. Aus diesem Grund sind Helferinnen und Helfer des THW mit Trennschleifer und Schneidbrenner sowie Fachgruppen Sprengen im Einsatz, um zerstörte Schienen kontrolliert zu demontieren. Zusätzlich ermöglicht der Abbau der defekten Schienen freie Flächen für neue. „Wir greifen auf umfangreiche Erfahrungen im Bereich der Schienen-Infrastruktur zurück, da das THW schon seit 2004 eine Rahmenvereinbarung über Hilfeleistungen auf der Schiene mit der Deutschen Bahn AG hat“, erklärt THW-Präsident Gerd Friedsam. Die Vereinbarung über die Zusammenarbeit der Deutschen Bahn AG (DB) und dem THW regelt neben möglichen Einsatzoptionen auch Ausstattung und Ausbildung von THW-Kräften.
Weiterhin ist das THW täglich mit rund 1.100 Helferinnen und Helfern aus mehr als 200 Ortsverbänden im Einsatz. Der aktuelle Einsatzschwerpunkt liegt auf der Instandsetzung von Infrastruktur wie Trinkwasser, Abwasser, Elektrizität und Verkehrswegen.
Bilder vom Einsatz können hier auf thw.de heruntergeladen werden, Videos finden sich auf www.youtube.com/THWLeitung.
Das THW ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit knapp 80.000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von UN-Organisationen. Pressemitteilung THW
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