Mit dem Neubau der Kindertagesstätte entsteht die größte Kita im Kreis Ahrweiler

Bad Neuenahr: Spatenstich für das neue Blandine-Merten-Haus

19.02.2024 - 09:47

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zu den in der Kreisstadt bei der Flutkatastrophe im Juli 2021 praktisch völlig zerstörten, öffentlichen Einrichtungen gehörte auch die Kita Blandine-Merten-Haus in der Edith-Stein-Straße. Während die Kita in einer Containeranlage im Grafschafter Ortsteil Ringen eine neue, übergangsweise Heimat fand, wurden die Altgebäude abgerissen um Platz für einen Neubau zu schaffen. Die massiven Beschädigungen ließen eine Sanierung nicht mehr in Betracht kommen. Der Neubau wird nicht nur die größte Kindertagesstätte in Bad Neuenahr-Ahrweiler, sondern im gesamten Kreisgebiet sein: in acht Gruppen werden in dem barrierefreien, zweigeschossigen Gebäude mehr als 150 Plätze für über 3-jährige und 25 Plätze für unter 3-jährige bei Hochwasser-angepasster Bauweise und Fernwärmeheizung zur Verfügung stehen. Nach Abschluss der Planungen konnten kürzlich im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern der Katholische Kita gGmbH Koblenz, des Stadtrates, des Landes, des Kreises, der städtischen Wiederaufbaugesellschaft, der Eltern, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der beteiligten Planungs- und Baufirmen der ersehnte Spatenstich stattfinden.


„Mit dem Ausbau des Betreuungsangebotes ernst machen“


„Wir setzen heute ein wichtiges Signal, nachdem bereits vor einigen Monaten die Kita Rappelkiste nach vollständiger Sanierung an alter Stelle wieder ihrer Bestimmung übergeben wurde. Insbesondere auch für die vielen jungen Familien in der Stadt, dass wir ernst machen mit der Erweiterung und dem Ausbau unseres Betreuungsangebots. Wir wissen, dass wir bereits vor der Flut Defizite hatten, aber die gilt es, in den nächsten Jahren wirklich sehr schnell aufzuholen. So entsteht in der Mittelstraße ein komplett neuer, fünfgruppiger Kindergarten, die Planungen für die Kita St. Pius sind auf dem Weg, so dass auch dort noch in diesem Jahr der Spatenstich vollzogen werden kann. Auch die Kita St. Mauritius in Heimersheim wird wiederaufgebaut. Der Bedarf ist da und das macht auch deutlich, dass diese Stadt und die Politik dieser Stadt sehr wohl das Thema Familienfreundlichkeit und Vereinbarung von Familie und Beruf immer ganz oben auf der Agenda hatten. Hier hat die Prioritätensetzung von Anfang an gestimmt“, sagte Bürgermeister Guido Orthen, der unter anderem all denen ausdrücklich dankte, die dafür sorgten, dass die Kita schnell ein passendes Ausweichquartier auf der Grafschaft fand.


„Eine große, symbolische Kraft“


Dem schloss sich die eigens aus Mainz angereiste Staatssekretärin Bettina Brück an: „So ein Spatensticht bewegt wenig Erde, aber er hat eine große, symbolische Kraft. Wir dürfen es nicht zu geringschätzen, wie wichtig Normalität für Kinder und Jugendliche ist. Daher war es richtig und wichtig, dass hier in der Stadt die entsprechenden Prioritäten gesetzt wurden. Es ist wichtig, dass die Kitas in den Flutgebieten attraktive Lern- und Bildungsorte sind und bleiben“, so Brück. Der Kreisbeigeordnete MdL Horst Gies hatte gleich die offizielle Baugenehmigung des Kreises mitgebracht, so dass den Bauarbeiten nichts mehr im Wege steht. „Dies soll auch die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kreis verdeutlichen. Und es zeigt, wie wichtig Kreis und Stadt alle Generationen sind“, betonte Gies. Die Fertigstellung der neuen Kita Blandine-Merten-Haus ist für 2026 vorgesehen.

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