Politik | 18.02.2021

Jürgen Hühner, Landtagskandidat der SPD

Geburtsstation im Umkreis von maximal 20 km

Kreis Neuwied. Im nördlichen Kreis Neuwied gibt es schon seit einiger Zeit keine Entbindungsstation mehr. Jetzt hat auch noch das Cura-Krankenhaus in Bad Honnef ihre Geburtsstation geschlossen. „Wir dürfen unser Gesundheitssystem nicht den marktwirtschaftlichen Zwängen unterziehen, das ist eine Daseins Fürsorge. Auch dürfen wir nicht aus Kostengründen unsere Gesundheitsstrukturen aufs Spiel setzen“, so Jürgen Hühner (SPD). Gerade aus den Lehren der Pandemie, siehe Italien, müssen wir mit Nachdruck zu unseren öffentlichen Krankenhäusern stehen. Vor allem im Bereich der Geburtshilfe sieht es düster aus, Fahrtzeiten von über 40 Minuten sind keine Seltenheit. Dies sollte die Obergrenze sein, so ein Beschluss aus einem gemeinsamen Bundesausschuss der Fachabteilung Geburtshilfe. „Mit über 500 Geburten im Cura-Krankenhaus, mit ansteigender Tendenz, sollten wir doch in der Lage sein eine Geburtsstation zwischen Neuwied, Siegburg und Troisdorf zu förden. Dies kann aus Bundesmitteln des Hebammenstellen-Förderprogramms (Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetz) oder aus einem Förderprogramm, wie in Nordrhein-Westfalen, „Hebammengeführten Kreißsaal“ sein. Die Wiedereinführung des Belegarztsystems, was ich persönlich gerade für kleine Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte attraktiv finde, oder ein Geburtshaus in Zusammenarbeit einer Hebammenpraxis mit Anbindung an einen Operationssaal sind möglich. Hier halte ich es für zwingend notwendig, eine ortsnahe Geburtsstation für unsere Familien zur Verfügung zu stellen. Wir können nicht über Familienfreundlichkeit reden und die Familien schon bei der Geburt vor derartige Hürden stellen, dies ist dem Zuzug von Familien in den ländlichen Raum nicht dienlich. Wir brauchen im Umkreis von maximal 20 km eine Geburtsstation“, so Jürgen Hühner SPD, „das möchte ich mit all meiner Kraft unterstützen.“

Pressemitteilung

Jürgen Hühner,

Landtagskandidat der SPD

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