Politik | 25.07.2022

Die Kreisverwaltung gibt Verhaltenstipps

Waldbrandgefahr steigt: Was tun, wenn es brennt und raucht?

Symbolbild.  Foto: pixabay.com

Kreis Ahrweiler. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der extremen Temperaturen steigt auch im Kreis Ahrweiler die Gefahr von Wald- und Flächenbränden. Mit Beginn der neuen Woche ist laut „Waldbrandgefahrenindex“ des Deutschen Wetterdienstes für den Landkreis mit Stufe 3 (mittlere Gefahr) von insgesamt 5 Stufen zu rechnen. Der „Graslandfeuerindex“ (Feuergefahr auf offenem Gras-Gelände) könnte sogar auf Stufe 4 (hohe Gefahr) der insgesamt 5 Stufen steigen. Daher macht die Kreisverwaltung Ahrweiler die Bürgerinnen und Bürger auf dieses Thema aufmerksam und möchte für ein umsichtiges Verhalten sensibilisieren.

Den Wald schützen

Auch in unserer Region sind die Waldböden durch den fehlenden Regen sehr trocken und die Waldbrandgefahr erhöht sich durch Schichten aus altem Laub und Strauchschnitt. Da die meisten Waldbrände menschengemacht sind, gilt es sich im Wald oder in dessen Nähe entsprechend vorsichtig zu verhalten:

Verhaltensregeln

- In Rheinland-Pfalz gilt ein ganzjähriges Rauchverbot in Wäldern. Auch aus Fahrzeugen sollten keine brennenden Gegenstände wie Zigarettenstummel oder Streichhölzer weggeworfen werden.

- Im Wald oder in dessen Nähe sollte kein offenes Feuer entzündet werden. Das heißt: kein Lagerfeuer, kein (Einmal-)Grill, keine Fackel. Funken können auch über eine größere Distanz einen Brand auslösen.

- Stellen Sie Ihr Fahrzeug nur auf ausgewiesenen, möglichst asphaltierten Parkplätzen ab. Trockenes Laub oder Gras kann sich durch die Hitze des Katalysators oder an anderen heißen Fahrzeugteilen leicht entzünden.

- Halten Sie unbedingt die Zufahrtswege für die Rettungskräfte frei, damit diese im Einsatzfall schnell agieren können.

Was tun, wenn es brennt oder raucht?

Wenn Sie einen Brand oder Rauch im Wald bemerken, rufen Sie bitte umgehend die kostenfreie Notrufnummer 112 an und versuchen Sie möglichst genau zu beschreiben, wo es brennt, wie groß das Feuer oder die Rauchentwicklung ist, was brennt (Baumkrone oder Gras) und ob Menschen in Gefahr sind.

Vor einem Waldbesuch lohnt es sich außerdem, die App „Hilfe im Wald“ (erhältlich im AppStore und Playstore) herunterzuladen. Die App zeigt Ihnen alle Rettungspunkte in Ihrer Umgebung an. Feuerwehr und Rettungskräfte können sich dann anhand der Rettungspunkt-Nummer orientieren, falls Sie nicht genau beschreiben können, wo Sie sich befinden.

Welche Maßnahmen treffen der Kreis und die Kommunen?

Auch die kreisangehörigen Kommunen mit ihren Feuerwehren sind für die aktuelle Wald- und Flächenbrandgefahr sensibilisiert. Das vorhandene Kreis-Konzept zur gegenseitigen Unterstützung bei größeren Waldbränden wurde überprüft und aktualisiert – vor allem im Hinblick auf die durch die Flut verloren gegangenen und im Nachgang neu angeschafften Fahrzeuge.

Außerdem hat sich der Kreis in den vergangenen Jahren auch materiell auf mögliche Waldbrände vorbereitet. So verfügt der Landkreis über zwei Sätze mit spezieller Waldbrandausstattung – unter anderem bestehend aus gesondertem Schlauchmaterial und Armaturen für Vegetationsbrände, Hacken und Schaufeln sowie Schutzmasken –, die jeweils bei den Wehren Remagen und Bad Neuenahr für kreisweite Einsätze zur Verfügung stehen. Im Jahr 2016 wurde durch den Kreis ein spezielles Großtanklöschfahrzeug – auch für den Einsatz bei Waldbränden – beschafft und bei der Feuerwehr Adenau stationiert. Im Frühjahr 2021 wurde durch den Kreis zudem ein Quad für den kreiseigenen Katastrophenschutz angeschafft, das der Erkundung in unwegsamen Gelände dient. Zudem verfügt der Kreis über einen mobilen Tank mit 6100 Liter Fassungsvermögen.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Ahrweiler

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