Politik | 18.08.2022

Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler: „Natur- und Klimaschutz müssen sich nicht ausschließen“

Windkraft und Naturschutz: Wird der Wald durch Windenergieanlagen geschädigt?

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Bei der Planung und Umsetzung von Windenergieanlagen im Forst besteht die Gefahr, dass die Aspekte Klimaschutz und Naturschutz in Konflikt geraten. Bei den betrachteten Flächen bei Ramersbach handelt es sich um Flächen im Forst, sodass auch hier Fragen zu Naturschutz aufkommen. Naturschutz und Klimaschutz müssen sich jedoch nicht ausschließen. So wurde bei dem Vorhaben in Bad Neuenahr-Ahrweiler besonders auf den Schutz des Forstes geachtet. Der Wald wurde in den letzten Jahren aufgrund von Sturm, Dürren und Borkenkäferbefall stark geschädigt. Aufgrund waldschützender Projektierung wurden die Standorte in enger Abstimmung mit der Forstverwaltung so gewählt, dass kein hochwertiger Waldbestand gerodet werden muss. Auch bezüglich der Zuwegung wird zu großen Teilen auf vorhandene Wege ausgewichen, welche verbreitert und auch für größere Fahrzeuge befahrbar gemacht werden. Durchschnittlich wird mit einer dauerhaften Rodungsfläche von 0, 6 ha pro Windrad gerechnet. Die versiegelte Fläche für eine Windkraftanlage ist im Verhältnis zur Waldfläche sehr gering und hat keine relevanten Auswirkungen auf den Wasserhaushalt.

Wald steht vor Herausforderungen

Nicht zu vergessen: Die größte Gefahr für den Wald ist der Klimawandel. Bei zunehmender Hitze nimmt die Gefahr für Waldbrände zu. Aber auch Schädlinge und Borkenkäfer schwächen den Wald, genauso wie Sturm, Hitze und Dürren. Zwischen 2018 und 2020 wurden schätzungsweise 277.000 ha Wald in Deutschland durch diese Gefahren beschädigt. Aufgrund des Klimawandels steht der Wald daher vor enormen Herausforderungen. Bei der Standortsuche der einzelnen Anlagen sind die Planer an natur- und artenschutzrechtliche Bedingungen gebunden und müssen diese beachten. Diese sind weitreichend. Es wurde geprüft, dass die Fläche im Forst weder zu schützenden Baumbestand, noch besonders alten Baumbestand beinhaltet. Bäume, die älter als 120 Jahre sind, dürfen nicht für Windkraft gefällt werden, ebenso wie Wald in Naturschutzgebieten. So wird sichergestellt, dass Naturschutz und Windenergie auch im Forst vereinbar sind.Pressemitteilung der

Stadtverwaltung

Bad Neuenahr-Ahrweiler

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Suchen Auslieferungsfahrer
Image
Touristik Anzeige
Stellenanzeige Techniker
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
„La Dolce Mayen“ am 30. Juli in der Mayener Innenstadt
1945

Mayen. Mediterrane Atmosphäre, stimmungsvolle Musik und entspanntes Einkaufen: Unter dem Motto „La Dolce Mayen“ präsentieren „geMYnsam – Die INNENSTADTmacher“, MY-Gemeinschaft, Brückenstraßengemeinschaft zusammen mit der Stadt Mayen im Rahmen der Eventreihe „Schöner langer Donnerstag“ am 30. Juli von 17 bis 22 Uhr einen italienisch inspirierten Sommerabend in der Mayener Innenstadt.

Von Zoe Mertz aus Mayen

Weiterlesen

Foto: Polizei
3409

Der Mann soll eine Seniorin um ihr Geld betrogen haben:

18.07.: Foto-Fahndung in Neuwied: Wer kennt diesen Mann?

Neuwied. Am 16.06.2026 wurde eine 76-jährige Seniorin in Neuwied Opfer eines Betrugs. Gegen 11:30 Uhr kontaktierte sie ein bislang unbekannter Täter telefonisch und gab sich als Mitarbeiter einer Bank aus. Kurz darauf erschien ein der Geschädigten unbekannter Mann an der Anschrift und erlangte ihre Bankkarte samt PIN.

Weiterlesen