DPSG Pfadfinder Rheinbach vom Stamm Antoine de Saint-Exupéry

„Wir gehen auf Kaperfahrt“

„Wir gehen auf Kaperfahrt“

Die Pfadfinder mit ihrem selbst gebauten Floß am Nationalpark Eifel.Foto: privat

10.06.2015 - 17:20

Rheinbach . Eine Gruppe unerschrockener Seeräuber aus Rheinbach brach zu einer großen Fahrt nach Simmerath-Woffelsbach an der schönen Rurtalsperre auf. Das Ziel: So viel Gold, Juwelen und Rum erbeuten, wie die Weltmeere hergaben. Doch alles kam ganz anders als gedacht – das Schiff sank in einem Sturm und die Crew rettete sich auf eine entlegene und scheinbar unbewohnte Insel. Was tun Piraten, wenn sie mitten in der tiefsten Eifel gestrandet sind? Natürlich erst einmal ein Lager aufschlagen und den Schock bei einem deftigen Essen verarbeiten. Glücklicherweise waren die gesamten Vorräte vom Schiff ebenfalls an Land gespült worden. Doch nun stellte sich die nächste Frage: Wie konnten sie die Insel wieder verlassen? Echte Seefahrer wissen sich immer zu helfen und so stand schon bald der Plan fest, gleich am nächsten Tag mit dem Bau eines Floßes zu beginnen. Frohen Mutes versammelte sich die bärtige Truppe um das prasselnde Lagerfeuer und stimmte die ersten Seemannslieder an. Da traten plötzlich zwei merkwürdig aussehende Gestalten ins Zelt. Dem Anschein nach handelte es sich um einen Mann und eine Frau. Doch sie trugen keine Kopftücher, Augenklappen und Plunderhosen, sondern Tierfelle und Knochen als Kleidung. Aber obwohl die beiden Inselbewohner einen etwas komischen Dialekt sprachen, waren sie sehr gastfreundlich und hießen die wilde Horde herzlich willkommen.



Unerwarteter Zwischenfall


Am nächsten Morgen jedoch folgte der Schreck: Die Baumstämme, Seile und leeren Kanister für den Floßbau waren verschwunden. Das gerissene Pärchen hatte die Materialien heimlich entwendet und verlangte nun von den Piraten, ihnen bei der Suche nach einem Schatz zu helfen, der irgendwo im umliegenden Wald verborgen war.

Die Eingeborenen waren aber keine Unmenschen und boten der Truppe an, den Schatz mit ihnen zu teilen. Das klang gleich viel ansprechender und so machten sich die Piraten auf den Weg in den dunklen Wald. Nach einem langen und mühsamen Fußmarsch gelangten sie schließlich an die richtige Stelle und hoben eine schwere Holztruhe voller Goldmünzen aus dem Boden. Da war die Freude groß und die Beute wurde gerecht unter allen verteilt. Die Inselbewohner gaben den fleißigen Schatzsuchern das entwendete Material zurück.

Die Piraten begannen sofort voller Eifer damit, ein Floß zu bauen. Wer grade nicht dabei half, Baumstämme zurecht zu sägen und zusammenzubinden, der übte sich in wichtigen Piratenfertigkeiten wie Degenkampf, Liederschreiberei, Dreibeinlauf oder Flaggenbau. Schließlich mussten alle achtgeben, dass sie auf der Insel nicht zu Landratten mutierten und ihre Seeräuber-Fähigkeiten verloren. Nach zwei Tagen Arbeit war das Werk endlich vollbracht und das Floß wurde zu Wasser gelassen.

Zur großen Freude aller schwamm es tatsächlich. Sofort packten die Piraten ihre Sachen zusammen, luden alles auf ihr neues Schiff und nahmen Kurs Richtung Heimat, wo sie wohlbehalten eintrafen. So nahm das Abenteuer doch noch ein gutes Ende für die kleinen und großen Piraten, die trotz des Schiffsbruchs ihre gemeinsame Zeit auf der einsamen Insel in guter Erinnerung behielten.

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Kommentare
juergen mueller:
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