Allgemeine Berichte | 17.12.2021

Entlastung für Autofahrer: Nach der Flut im Juli waren mehr 130 Kilometer Autobahn zwischen Wuppertal und Sinzig gesperrt.

A1 zwischen Hürth und Dreieck Erfttal in Fahrtrichtung Koblenz wird bald wieder freigegeben

Symbolbild. Foto: pixabay.com

Köln/Koblenz. In der Nacht zu Donnerstag (23.12.) gibt die Autobahn GmbH Rheinland die A1 in Fahrtrichtung Koblenz zwischen der Anschlussstelle Hürth und dem Autobahndreieck Erfttal wieder frei. Den Verkehrsteilnehmern stehen dann auf dem knapp vier Kilometer langen Abschnitt zwei eingeengte Fahrspuren zur Verfügung. Auf diesem gesamten Streckenabschnitt ist die Geschwindigkeit auf 80 km/h bzw. im Bereich der Baustelle „Liblarer Mühlengraben“ auf 60 km/h reduziert. Der ursprüngliche Zeitplan sah vor, den Abschnitt der A1 in Fahrtrichtung Koblenz zu Beginn des neuen Jahres freizugeben. Die Arbeiten zum Neubau des Brückenbauwerks „Liblarer Mühlengraben“ schreiten jedoch schneller voran als geplant. Mit der vorzeitigen Freigabe möchte die Autobahn GmbH Rheinland den Weihnachtsverkehr weiter entlasten.

Neubau des Brückenbauwerks „Liblarer Mühlengraben“

Die A1 musste infolge der Unwetterkatastrophe zwischen der Anschlussstelle Hürth und dem Autobahndreieck Erfttal in beiden Fahrtrichtungen vollgesperrt werden. Dort wurde das Brückenbauwerk „Liblarer Mühlengraben“ stark beschädigt. In Fahrtrichtung Dortmund wurde das Teilbauwerk durch die Fluten gänzlich weggerissen. In Fahrtrichtung Koblenz stand das Teilbauwerk nach den Unwettern zwar noch, musste aufgrund massiver Schäden jedoch auch abgerissen und neu gebaut werden.

Das Teilbauwerk in Fahrtrichtung Koblenz konnte zwischenzeitlich fertiggestellt werden. In Fahrtrichtung Dortmund stehen bereits die Widerlager, so dass hier noch die Betonage der Fahrbahnplatte und die Sanierung der Fahrbahn ausstehen. Die Arbeiten sind jedoch stark witterungsabhängig. Die Autobahn GmbH Rheinland rechnet damit, dass die A1 im Frühjahr wieder in beide Richtungen durchgängig befahrbar ist.

Unwetterkatastrophe im südlichen Rheinland

Die verheerenden Unwetter im Juli zerstörten die Infrastruktur im südlichen Rheinland und nördlichen Rheinland-Pfalz massiv: weggespülte Brücken, auf kompletter Breite durchpflügte Autobahnen, über Kilometer abgerutschte Böschungen sowie eingestürzte Lärmschutzwände. Allein an den Autobahnen im Rheinland entstanden Schäden bis zu 100 Millionen Euro. In der Spitze waren während und nach den Unwettern mehr als 130 Kilometer Autobahn (in einfache Richtung) zwischen Wuppertal und Sinzig teil- oder vollgesperrt. Mitte September wurde mit der Freigabe der A61 in Richtung Koblenz der erste große Meilenstein erreicht. In Fahrtrichtung Venlo konnten Mitte Dezember die letzten Vollsperrungen auf der A61 aufgehoben werden. Voraussichtlich im Frühjahr 2022 folgt mit der Öffnung der A1 in Richtung Dortmund der letzte Lückenschluss.

Pressemitteilung Autobahn GmbH

Symbolbild. Foto: pixabay.com

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag Imageanzeige
Gesundheit im Blick
Gesundheit im Blick // Allgemeine Augenheilkunde
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
150 Jahre Zeitungsgeschichte
Image
Rückseite o. B. Vorauskasse
Empfohlene Artikel
Foto: Emons Verlag
27

Region. Wo fährt ein Wildschwein Fahrrad? Wo kann man beim Blick auf den Siegfall so richtig ausspannen? Und wo atmet man unter der Erde auf? Das Siegtal bietet spannende, geheimnisvolle und lustige Orte. Rund 155 Kilometer legt die Sieg von der Quelle im Rothaargebirge bis zu ihrer Mündung in den Rhein zurück. Die Landschaft entlang des Flusses ist facettenreich, abseits der Einzugsgebiet lieblich und still.

Weiterlesen

Foto: Bunter Kreis
300

Es ist der 14. Juli 2021, kurz vor Mitternacht, als dieser Satz fällt. Draußen steht das Wasser bereits im Erdgeschoss des Hauses. Drinnen ein Frühchen, medizinisch abhängig von Geräten, und eine Familie, die plötzlich keine Wahl mehr hat.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Foto: Emons Verlag
22

Ahrtal. Wo sollten Halbnackte den Ahrtaler Untergrund erkunden? Wo trafen Panzerpioniere auf die Mutter Gottes? Und wo gibt es nachts noch leckere Rotwein-Wurst? Das Ahrtal bietet spannende Geschichten, kuriose Typen, jede Menge Natur und viel Kulinarik. In dem Buch „111 Orte im Ahrtal die man gesehen haben muss“ können die Leserinnen und Leser das Tal von einer ganz neuen Seite kennen lernen.

Weiterlesen