Ahr-Rotweine feierten große Erfolge beim „Deutschen Rotweinpreis“

Ahr-Winzer wurden mehrfach ausgezeichnet

Ahr-Winzer wurden
mehrfach ausgezeichnet

Sieger mit seinem „2019 Frühburgunder Dernauer Hardtberg“ in der Kategorie „Klassische Deutsche Sorten“ wurde das Weingut H.J. Kreuzberg, hier mit Kellermeister Benno Wagner (Mitte), dessen Vorgänger Albert Schamaun (links) sowie Thomas Theisen (Direktor Regionalmarkt Ahr/Brohltal Volksbank RheinAhrEifel eG).Foto: DU

15.11.2021 - 11:57

Bad Neuenahr-Ahrweiler/Marienthal. Als das Wein-Fachmagazin „Vinum“ 1987 den „Deutschen Rotweinpreis“ ins Leben rief, war der Rotweinanbau in Deutschland noch vergleichsweise gering. Mit heute rund 35 Prozent der bundesweiten Anbaufläche ist der „Rote“ längst kein Nischenprodukt mehr und hat zahlreiche Anhänger. Nicht zuletzt dem Engagement von Peter Kriechel, Vorsitzender des Ahrwein e.V., ist es zu verdanken, dass die Veranstaltungen rund um den Deutschen Rotweinpreis in diesem Jahr erstmals im Ahrtal stattfanden, das nach der Flutkatastrophe den Blick nach vorne richtet. Das betonte auch Kreisstadt-Bürgermeister Guido Orthen im Rahmen der Preisverleihung im Kloster Marienthal. „Rund zehn Prozent der Weinbaulagen wurden von der Flut zerstört, doch unsere Winzer sind großartig, was uns positiv in die Zukunft blicken lässt“, sagte Orthen, der auch den zahlreichen im Flutgebiet helfenden Winzern aus ganz Deutschland für ihre Unterstützung dankte.



Alle 80 Ahrweine erreichten das Finale


Dass der Ahrwein von erstklassiger Qualität ist, macht ein Blick auf die Preisträger deutlich. Alle 80 angestellten Ahrweine erreichten bei insgesamt 1.500 aufgebotenen Weinen das Finale, fünf Ahr-Weingüter konnten gegen die starke nationale Konkurrenz Plätze auf dem Siegertreppchen erringen. Mit dem Weingut H.J. Kreuzberg (Dernau, Kategorie „Klassische Deutsche Sorten“/2019 Frühburgunder Dernauer Hardtberg) sowie dem Weingut Meyer-Näkel (Dernau, Kategorie „Spätburgunder“/2019 Walporzheimer Kräuterberg) konnten sich zwei Weingüter über Top-Platzierungen freuen. Weitere „Medaillenränge“ gingen an die Weingüter Jean Stodden (Rech), Deutzerhof (Mayschoß) und Peter Kriechel (Ahrweiler). „Nach diesen tollen Erfolgen war es für uns selbstverständlich, dass die diesjährigen Ehrungen und Weinvorstellungen an der Ahr stattfinden müssen“, unterstrich Vinum-Redakteur und Rotweinpreis-Erfinder Rudolf Knoll das hervorragende Abschneiden der Ahr-Rotweine. „Eigentlich sollte es eine große Galaveranstaltung im Steigenberger Kurhaus geben. Die Flutkatastrophe hat diese Pläne leider zunichte gemacht. Umso dankbarer sind wir Vinum, dass sie am Ahrtal als Standort festgehalten haben“, so Peter Kriechel.

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Kommentare

Tempo 30 für Andernach?

Katie:
Aufgrund des desolaten Zustandes sämtlicher Straßen im Innenstadtbereich kann man sowieso vielerorts keine 50 km/h fahren, weil man sich dann sein Fahrzeug auf Dauer "zerschießt". Ich als mitten in der Stadt lebende Anwohnerin hoffe seit über 25 Jahren (!!!), dass hier mal was passiert und zum Beispiel...
juergen mueller:
Ist immer wieder eine Freude zu lesen, mit welchem Einfallsreichtum man sich mit dem Ausschmücken der deutschen Sprache bedient, anstatt ein Problem einfach, kurz u. bündig, auf den Punkt zu bringen. Nadeln im Heuhaufen. Darauf muss man erst einmal kommen. Da werden sich diejenigen aber freuen, deren...
Hans-Joachim Schneider:
Es ist schön, dass Optimismus im Ahrtal wieder Platz hat. Das ist wohl die wichtige Botschaft dieses Artikels. Die genannten Ideen sind ja alle nicht neu, sondern waren auch schon vor der Flut in den Köpfen derer, denen das Ahrtal und seine touristische Zukunft am Herzen liegt. Allerdings sind Hängeseilbrücken...
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