Die Häuser sind rund 34 Quadratmeter groß und bieten Raum für bis zu fünf Personen.

Altenahr: Tiny Houses sind ab Mitte Dezember bezugsfertig

30.11.2021 - 10:16

VG Altenahr. Zerstörte Häuser und Wohnungen oder noch nicht beheizte Räumlichkeiten, so zeichnet sich auch vier Monate nach der Flutkatastrophe das Bild für viele der Betroffenen. Einige kamen bei Freunden oder Verwandten unter. Aber kein eigenes Zuhause zu haben, kann zermürbend sein und so bietet jetzt auch die Verbandsgemeinde Altenahr mit den ersten 20 eingetroffen „Tiny Houses“ diesen Menschen eine Perspektive.


Wie sehr das Bedürfnis nach den eigenen vier Wänden ausgeprägt ist, zeigen dabei die über 100 Haushalte, die allein in der Verbandsgemeinde Altenahr Interesse an einem der Häuser bekundet haben. Diesen Anfragen stehen insgesamt 64 von der Verbandsgemeinde Altenahr dank der Unterstützung von „Deutschland hilft“ bestellten Tiny Houses gegenüber. Einschließlich aller Nebenkosten belaufen sich die Anschaffungskosten eines Hauses auf rund 100.000 Euro.

Die ersten Zehn von diesen Häusern ergänzen bereits jetzt das Ortsbild von Krälingen in der Gemeinde Berg. Die weiteren gelieferten Häuser werden derzeit in Ahrbrück (6) und Kesseling (4) aufgestellt. Zudem sind noch Standorte in Dernau, Mayschoß, Kalenborn und Altenburg geplant. Mit der Verteilung der Häuser über die gesamte Verbandsgemeinde und den Standorten in den Dörfern möchte man erreichen, dass neben der Heimatnähe die Bewohner der Häuser sozial inmitten des Dorfes integriert sind. Weis Missy Motown die Maßgeblichen zur Realisierung des Projektes beigetragen hatte, zu berichten.

„Ich bin sehr froh, dass die Häuser jetzt nach und nach eintreffen“, sagte auch die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde, Cornelia Weigand. „Damit können immerhin bis zu 250 Personen in einem beheizbaren Quartier untergebracht werden.“ Auch Weigand betont ihre Freude darüber, dass es gelungen sei, die Häuser inmitten der gewachsenen Nachbarschaftsstrukturen und auch nah an Schule und Arbeitsplatz zu positionieren.

Die Häuser sind rund 34 Quadratmeter groß und bieten Raum für bis zu fünf Personen. Sie sind nach den Angaben der Organisatoren komplett ausgestattet mit Geschirr, Bettwäsche, Fernsehen und Internet. Neben einem kleinen Bad mit Dusche und zwei Schlafzimmer steht den Bewohnern noch eine schmale Küche sowie ein Wohn- und Essbereich zur Verfügung. In einem zweiten Bauabschnitt sollen die Häuser zudem noch eine Terrasse erhalten.

Gefertigt wurden die Häuser, die normalerweise bis zu einem Jahr Lieferzeit haben, von dem slowenischen Hersteller Adria. „Noch vor zwei Wochen existierte keines dieser Häuser“, so Jan Daalmann der mit seiner Firma die Beschaffung und den Aufbau der 195 Häuser für das Projekt „Tiny Houses für das Ahrtal“ übernommen hatte. Es hätten vieler Telefonate der Firma Adria mit ihren Kunden bedurft, um eine Verschiebung der bereits bestellten Häuser zu bewirken und somit die schnelle Fertigung der Häuser für das Ahrtal realisieren zu können, berichtet Daalmann weiter.

Nach seiner Aussage werden schon ab Mitte Dezember die ersten Häuser bezugsfertig sein. Bevor aber die Zuteilung erfolgen kann und die Bewohner einziehen können, müssen noch die Vergabekriterien durch den Haupt- und Finanzausschuss der Verbandsgemeinde beraten werden. BURG

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Kommentare
Gabriele Friedrich:
[ Zitat ] Da das Gericht gegen das Urteil keine Revision zugelassen hat, konnten auch politische Bemühungen und eine Unterstützung durch die Bürgerbeauftragte nicht in Anspruch genommen werden.[ Zitat Ende ] Und was bringt diese Entmündigung der Bürger ? Wenn der Bürger vor das Verwaltungsgericht...
Gabriele Friedrich:
Jaja- das haben wir nun davon. Vertrauen futsch, Förderungen futsch und nichts als Zwang und Druck. Rot-gelb-grün. Schämen sollten sich diese Bürokraten, wie schon zu allen Zeiten vorher haben sie nur Unheil angerichtet. ...
Hildegard Kämmerich:
Bin auch der Meinung, das eine Störung seitens des Trägers vorliegt und das er seiner Verantwortung einer staatlich zu 90% subventionierten Ersatzschule nicht gerecht wird. Es ist mit Verlaub ein Einfaches unabhängige Brandschutzgutachter durch das Gebäude laufen zu lassen. Zudem würde er seiner Aussage...
Gabriele Friedrich:
@ Klatt/ Vielleicht ist die Lösung einfach "noch" nicht da. Vielleicht gibt es ja Möglichkeiten, die austaxiert werden müssen. Wenn man sich aber gegenseitig die Luft abschnürt, dann bleibt keine Luft mehr zum reden. Eine Hand klatscht nicht alleine !...
Gabriele Friedrich:
@Suresh Heilmann/ Was reden Sie denn da von "Sozialstaat"? Ich erkenne auch nicht, das Angst geschürt wird. Ich lese aber in der NGZ, das man der anderen Schule 500 Briefe vor der Tür ausgekippt hat. Hier wird doch jemand "belästigt" und "genötigt"-permanent. Es ist noch nicht aller Tage Abend und die...
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