Neustart der Kultur mit dem Musikverein Löf

Ein „Kulturpicknick“ für die Opfer der Flutkatastrophe im Ahrtal

07.09.2021 - 09:01

Löf. Auf dem Parkplatz des Moselmetzgers Hünten, konnten viele Menschen wieder Kultur leben und erleben! Impuls- und Ideengeber war der Musikverein Löf, der – so scheint es – niemals schläft! Mit diesem „Kulturpicknick“ gelang der Neustart der Kultur in Löf. Es war die erste von sieben Veranstaltungen, der bis zum 9. Oktober - bei tollem Ambiente - an unterschiedlichen Lokalitäten noch sechs weitere folgen. Diese bestehen aus Musik-Ensembles, Comedians und bekannten Musikern (www.musikverein-loef.de). Zum Auftakt erlebten die Zuschauer/innen „100 Prozent live-handmade cover rock“ mit der Band „Zufallsexperiment“, die akustische Zufallsexperimente ankündigte.


Eintritt war frei, doch wer den Musikverein Löf kennt, weiß um dessen soziales Engagement: die „Spenden Tuba“ mahnte, dass die Opfer der Flutkatastrophe im Ahrtal nicht in Vergessenheit geraten dürfen. Aus Hygienegründen brachte jeder seine eigene Verpflegung mit, liebevoll vorbereitete Sitzgelegenheiten und das so erreichte richtige „Picknick-Flair“, bereitete den Musikfreunden ein volles Genusserlebnis. Wichtig in Zeiten der Pandemie: bei allen Veranstaltungen werden die zu diesem Zeitpunkt gültigen Corona-Maßnahmen umgesetzt. An diesem Abend war der Zutritt nur nach den 3G-Regeln möglich: geimpft, getestet oder genesen. Die Kontakterfassung erfolgte über die Luca-App oder Formular.


Blasorchester spielte zum Auftakt auf


Den musikalischen Einstieg machte das Blasorchester des Musikvereins, anschließend begrüßte der Vereinsvorsitzende Wolfgang Weber die Picknickenden und wünschte viel Vergnügen. Der Familie Hünten dankte er für deren Unterstützung des Vorhabens. Dann eroberte die Coverband „Zufallsexperiment“ Bühne, im Namen der Musiker/innen begrüßte Michael Schunk (Trompete) die Anwesenden. Mit ihm auf der Bühne waren: Simon Weber (Gitarre), Leon Schmitt (Schlagzeug), Niklas Schunk (Bass), Marvin Blasius (Posaune), Laura van de Wall (Saxophon), Luis Knipper (Keyboard) und die Sängerin Feli Orthen. Bandmitglied und Sänger David Reudelsdorf fehlte an diesem Abend (www.zufallsexperiment-band.de). 1 Experiment-9 Zufallsmusiker = eine Band, das ergibt „Zufallsexperiment“, die sich mit Musik vom Band nicht zufrieden gibt: 100 Prozent Live - das macht sie aus! Der fetzige Bläsersatz gibt den Songs noch den letzten Kick. Was anfangs aus einer Sommerlaune als Experiment startete, war keineswegs eine Schnapsidee. Heute ist der Name Programm, mittlerweile biete die Band beste Unterhaltung auf Festen an Rhein und Mosel. Und das aus purem Spaß an der Freude zur Musik. Corona bedingt fielen in den letzten Monaten Live-Auftritte aus.

Deshalb bereitete Michael Schunk – mit einem Schmunzeln – die Musikfreunde auf eventuelle Misstöne vor: „Wir können für nichts garantieren, aber versuchen die Töne zu treffen!“ Na, haben sie? Was für eine Frage! Sollte es doch so gewesen sein, flogen die Misstöne unbemerkt in den Abendhimmel! Mit ihrer tollen Stimme begeisterte die Sängerin Feli Orthen, kraftvoll klang sie über den gut besetzten Platz.


1.600 Euro für den guten Zweck


Es war ein gelungenes Picknick, bei dem chillen bei guter Musik im Vordergrund stand. In der Spenden-Tuba fanden sich am Ende 1.600 Euro für den guten Zweck. Und noch etwas war präsent: die nach so langer Durststrecke jetzt erlebten sozialen Kontakte, fühlten sich etwas seltsam, aber wunderschön an. Der gemeinsame Musikgenuss mit Menschen aller Altersklasse zeigte, wie wichtig das Miteinander ist. EP

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Kommentare
Gerda Nehls:
Da der Nabu strickt gegen das Aufräumen war und ist, sollte der Nabu jetzt mal einen Teil der verursachten Schäden/ Kosten übernehmen. Treibgut war in erster Linie eben altes liegengelassenes Gehölz/ Bäume, nicht gemähte Ufer usw. Jetzt unterschreiben lassen, dass sie für die Zukunft für die Schäden...
Tobias Hilken (Bremen):
Habt ihr für den Schwachsinn einen Berater gebraucht? Oder ist das euch beim Würfeln eingefallen. ...
P. Müller:
Wer kommt bitte auf einen solchen Unsinn? Wie um alles in der Welt soll Brennholz das Problem sein, wenn ganze Häuser und Totholz an den Brücken hängen. Manchmal habe ich den Eindruck, die Welt ist echt am Ende!...
Tom:
Ich finde den Kommentar von J. Thul mehr als bedenklich. Die in seinen Augen depressiv machenden Fertig-Garagen sind "... ok für Bauarbeiter auf einer Großbaustelle in Afrika". Traurig, traurig :-( Er gehört zu den vielen Menschen, die solche Initiativen einfach mal mies machen. Eine Art Hobby gelangweilter...
Klaus Rinke:
Sehr guter erster Schritt für die Betroffenen.Und der Vorschreiben oben ......nur Rummotzen sonst nichts?Anstatt das zu Unterstützen erstmal nieder machen.Lachhaft so etwas.Es wird etwas Gutes Geschaffen und nur das zählt....
J.Thul:
Ich kann dem G. Friedrich zustimmen , das sind mehr Fertig- Garagen als was zum wohnen ! Da könnte man sich mehr einfallen Lassen ! Da wird man wirklich depressiv drin ! Ist ok für Bauarbeiter auf Großbaustelle in Afrika , aber nicht für die Senioren im Ahrtal..........
Gertie :
Aha wusste nicht dass dass Brennholz am Stück gelagert wird . Sorry es ist doch eher dass nicht wegräumen von Unterholz am wassernähe, 25 cm brennholzstücken können sich nicht so verkanten . Da sucht man wieder ein schuldige anstatt mal die Augen auf zu machen. Was macht man mit Autos,Containern ,Mülltonnen...
A.Hoffmann:
Ergreifende Bilder aber der Bildanzeige hätte man eine Funktion zum ausblenden hinzufügen müssen...
 
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