Allgemeine Berichte | 07.04.2022

Von Pandemie, Naturkatastrophe und sozialem Zusammenbruch: Die Mitglieder AHRche e.V. zeichnen ein düsteres Bild über die Situation von Kindern und Jugendlichen im Flutgebiet

Kinder im Ahrtal: Die verlorenen Jahre

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Seit über zwei Jahren wird der Alltag von den Auswirkungen der Pandemie bestimmt. Weltweit beeinflussen die daraus entstehenden Maßnahmen den Alltag – woanders mehr, woanders weniger.

Im Ahrtal spielt die Pandemie seit dem 14. und 15. Juli 2022 nicht mehr die Hauptrolle, denn innerhalb nur weniger Stunden hat eine fürchterliche Katastrophe ungeahnten Ausmaßes die Menschen in einen Schockzustand versetzt, von dem sich viele Ahrtaler bis heute nicht erholt haben. Vieles was in Jahrzehnte langer Arbeit in diesem wunderschönen Tal geschaffen wurde, wurde innerhalb nur weniger Stunden zerstört; Häuser, Infrastruktur aber auch gesellschaftliches Leben und berufliche Existenzen.

Alles ist ersetzbar, außer das Leben

Besonders dramatisch jedoch ist der Tod von vielen Menschen und Tieren. Alles ist ersetzbar, außer das Leben. Die Schäden sind heute noch vor Ort jeden Tag spürbar und werden die Einwohner noch viele Jahre begleiten. Denn knapp neun Monate später befindet sich die Bevölkerung erst am Anfang des Wiederaufbaus. Doch was bedeutet das eigentlich für die Kinder und Jugendlichen vor Ort?

Eigeninitiative ist gefragt

Prioritäten müssen gesetzt werden, weil es unmöglich ist die ganzen Schäden, die diese Nacht verursacht hat zeitgleich abzuarbeiten. Daher sind die Eigeninitiativen der Anwohner gefragt und nach wie vor die freiwilligen Helfer die aus ganz Deutschland kommen um uns beim Aufbau zu unterstützen. Leider beginnt langsam das, was alle Betroffenen seit Tag 1 der Flutkatastrophe befürchten. Die Flut verschwindet aus den Medien. Menschen die nicht vor Ort sind, ahnen nicht, wie es im Flutgebiet aussieht. Die Kinder und Jugendlichen werden nach und nach in Containern oder Zelten unterrichtet und betreut und das alles neben kilometerlangen Gebilden der Zerstörung. Daher haben sich Freiwillige zusammengeschlossen und bauen eigeninitiativ Spielplätze wieder auf. Damit Familien entlastet werden können, indem sie ein oder zwei Orte der „heilen Welt“ haben. Die Kinder verlieren Jahre der Unbeschwertheit. Sie haben vieles lebt, von dem man sich nur wünschen kann, dass die eigenen Kinder sowas niemals sehen werden. Vieles davon ist nur schwer zu verarbeiten.

Plätze für Jugendliche schaffen

Jetzt ist es an der Zeit auch einen Platz für Jugendliche zu schaffen. Einen Platz, der ihnen ein Stück weit Jugend zurückgibt. Das bedeutet, das weiterhin viele freiwillige Helfer und finanzielle Mittel benötigt werden. Titus Dittmann,die Skateboard-Legende aus den 80er und 90er Jahren, hilft dabei hier einen Skatepark zu bauen. Mitten im Katastrophengebiet soll ein Park entstehen, der hilft das vergangene Jahr zu verarbeiten. Sowohl motorisch als auch psychologisch betrachtet hat es einen absoluten Mehrwert. Denn mit seiner Wohltätigkeitsorganisation „skate-aid“ wird er nach dem Bau des Skateparks professionelle Arbeiten mit den Jugendlichen zusammen leisten.

Die AHRche bittet nun um Unterstützung, sodass die Kinder und Jugendlichen im Ahrtal ein Leuchtturm-Projekt erleben und somit ein Zeichen, dass sie nicht allein gelassen werden.

Weitere Informationen:

Spendenkonto:

Die AHRche e.V.

IBAN: De44 5776 1591 1728 0416 00

Betreff: Skatepark

Weitere Infos zu dem Projekt auf der Homepage und den Socialmedia Kanälen.

Homepage: www.die-ahrche.de

Facebook und Instagram unter: Nadine Wenigmann, Jürgen Hoffmann, Peter Ropertz

Nachrichten können gerne per Messenger auf den Kanälen oder per E-Mail: info@die-ahrche.de gesendet werden.

Pressemitteilung Die AHRche e.V.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Koblenzer Bürger: Die Forderung der FDP, die Baumschutzsatzung abzuschaffen, ist ein längst überfälliger Schritt gegen staatliche Überregulierung. Es ist widersprüchlich, Hauseigentümer auf dem eigenen Grund und Boden...
  • Oliver Spielmann: Was passiert, wenn es keine Baumschutzsatzung gibt, haben wir in aktueller Sache in Neuwied gesehen. Hier wurden an einer Schule im Rahmen einer Umgestaltung 3 einhundert Jahre alte nachweislich gesunde...
  • Boomerang : Seit 2011 eine Frau durch einen herabstürzenden Ast in d Rheinanlagen ums Leben kam will keiner mehr für die Sicherheit verantwortlich sein. Mit alten Bäumen ist es wie mit alten Menschen, die können weg und machen nur Arbeit.
  • Bernd Hilger: Und wann wird sie für den Verkehr freigegeben ?
Dauerauftrag 2026
Werbeplan 2026
MAYA
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Mitarbeiter im Verkauf
Christoph Rosenbaum
Unterstützeranzeige -Nink-
Familien-Sonntag 2026
Empfohlene Artikel

Remagen. Am 27.02.2026 fand der Abschluss der Ada-Lovelace-AG am Campus Remagen der Hochschule Koblenz statt. Das Ada-Lovelace-Projekt fördert Mädchen in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) und bietet ihnen die Möglichkeit, technisches Wissen praktisch zu erlernen.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Täter hatte Seniorin vor ihrer Wohnung abgepasst

05.03.: Raubversuch in Köln: Unbekannter Mann verletzt 89-Jährige

Köln. Nach einem Raubversuch auf eine 89 Jahre alte Kölnerin sucht die Polizei Köln nach einem etwa 1,75 Meter großen und etwa 25 Jahre alten Mann mit kräftiger Statur und blonden kurzen Haaren. Der Tatverdächtige hatte zum Tatzeitpunkt graue Oberbekleidung sowie ein Tuch vor Mund und Nase getragen.

Weiterlesen

Meckenheim. Eine Ermittlungsgruppe der Kripo Köln hat am Mittwochmorgen (4. März) Haftbefehle gegen zwei 36- und 27-jährige mutmaßliche Räuber in deren Wohnungen in Meckenheim (Rhein-Sieg-Kreis) vollstreckt. Gleichzeitig durchsuchten die von Bereitschaftspolizisten und Finanzermittlern unterstützten Fahnder auf richterliche Anordnung die Wohnräume und stellten Beweismittel sicher. Bei dem Jüngeren beschlagnahmten sie einen sechsstelligen Bargeldbetrag.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Rund um´s Haus
Dauerauftrag
Daueranzeige 2026
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, März 2026
Imageanzeige Dauerauftrag 03/2026
Rund ums Haus
Stellenanzeige Küchenleitung
Anzeige "Rund ums Haus"
Zukunft trifft Tradition KW 10
MAYA 2026
Stellenausschreibung - Assistent*in in Lehre und Forschung - FB WiSo
Stellenazeige Hauswirtschaftliche Hilfskräfte Teilzeit
Start in den Frühling Mayen
BSW-Gesamt