Allgemeine Berichte | 16.03.2024, 16:05 Uhr

„Ein besonderer Ort des Innehaltens und der Begegnung“

Offizieller Baubeginn für neue Aussegnungshalle auf dem Ahrtor-Friedhof

Neue Gebäude sollen im März 2025 fertiggestellt sein

Verantwortliche der Politik sowie der Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft beim offiziellen Spatenstich für die neue Aussegnungshalle auf dem Ahrtor-Friedhof in Ahrweiler. Foto: DU

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Auf dem schwer von der Flutkatastrophe vor zweieinhalb Jahren heimgesuchten Ahrtorfriedhof tut sich einiges – und es hat sich schon einiges getan. Viele Gräber sind wieder liebevoll gestaltet, Gehwege entstehen, Bau- und Gartenhandwerker mit und ohne Maschinen sind täglich in vielen Bereichen des altehrwürdigen Friedhofs aktiv. Ein Friedhof, der für die Menschen in Ahrweiler und Bachem auch eine große emotionale Bedeutung hat – als Ort des Gedenkens, der Erinnerung und der Begegnung. Mit dem kürzlich erfolgten, offiziellen Spatenstich zum Baubeginn der neuen Aussegnungshalle samt dem Ersatzneubau des Betriebsgebäudes, ging ein weiteres, wichtiges Projekt des Ahrtor-Friedhof-Wiederaufbaus an den Start.

Fördersumme von 3,2 Millionen Euro beantragt

Vor zwei Jahren hatte der Stadtrat die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft mit der Projektverantwortung für die drei Hochbauten Aussegnungshalle, Betriebsgebäude und Friedhofskapelle beauftragt. Dem folgte eine beantragte Fördersumme von rund 3,2 Millionen Euro brutto. Nutzergruppen wie Bestatter, Betriebshof und Kirchenvertreter wurden in die Detailplanungen eingebunden, so dass schließlich Aussegnungshalle und Betriebsgebäude den Standort tauschen. Durch die Lage wird eine klare Wege-/Blickbeziehung in Form einer Achse zwischen dem Haupteingangstor und der Aussegnungshalle hergestellt. Das gleichfalls so ausgerichtete Satteldach wird die zentrale Funktion der Halle zusätzlich unterstreichen. Dank einer entsprechenden Fensteranordnung in der Dachfläche, wird ein sakraler Lichteinfall auf den aufgebahrten Sarg oder die Urne gewährleistet. Auf insgesamt 156 Quadratmetern bietet die neue Trauerhalle rund 80 Sitzplätze, in den Nebenräumen werden unter anderem zwei Kühlzellen sowie eine Totenhalle plus WC untergebracht sein. Die westliche Ausrichtung der Räumlichkeiten samt rückseitiger Zuwegung für Fahrzeuge erlaubt eine optimale Nutzung. Das Betriebsgebäude wird auf 54 Quadratmetern Grundfläche Betriebsräume mit Garderobe, Sanitäranlage und Abstellraum ebenso bieten, wie genügend Platz für Gerätschaften und Materialien. In Sachen Friedhofskapelle wird in ursprünglicher, denkmalgeschützter Form saniert, nicht denkmalgeschützte Anbauten werden abgerissen. Bereits saniert sind Dachstuhl und Dachgebälk, die historischen Fenster und Türen befinden sich noch in der Restauration.

„Dankbar für die gelungene Architektur“

„Dieser Friedhof hat etwas Besonderes und ist etwas Besonderes. Wir wollen an diesem Ort nicht ausschließlich über Vergangenheit sprechen. Wir erhielten bei der Abfrage der Mitbürgerinnen und Mitbürger eine Rückmeldung, die lautete, dass es klar sei, dass wir uns zuallererst um den Friedhof, und nicht um die Kindergärten kümmern würden. Unabhängig davon, dass das nicht zutrifft – wir sind mit unseren Kindergärten schon sehr weit – reden wir bei einem Friedhof eben nicht von etwas Leblosem, sondern es ist ein Ort des Trauerns um Menschen, mit denen wir gelebt haben, aber auch ein Ort der Begegnung. Deshalb war und ist es gut, auch direkt an diesen Friedhof zu gehen und eben nicht wieder alles so zu machen, wie es war – baulich und architektonisch. Ich bin dankbar für diese gelungene Architektur, die an diesem besonderen Ort des Innehaltens und der Begegnung jetzt wachsen darf“, so Bürgermeister Guido Orthen. Den ökumenischen Impuls nahmen Pfarrer Friedemann Bach und Pastor Dr. Arno-Lutz Henkel vor. Aussegnungshalle und Betriebsgebäude sollen im März 2025 fertiggestellt sein, mit dem Abschluss der Friedhofskapellen-Sanierung wird Ende dieses Jahres gerechnet. -DU-

Die neue Aussegnungshalle wird das zentrale Gebäude auf dem Ahrtor-Friedhof werden. Foto: DU

Die neue Aussegnungshalle wird das zentrale Gebäude auf dem Ahrtor-Friedhof werden. Foto: DU

Pfarrer Friedemann Bach Pastor Dr. Arno-Lutz Henkel beim geistlichen Impuls anlässlich des Baubeginns der neuen Aussegnungshalle. Foto: DU

Pfarrer Friedemann Bach Pastor Dr. Arno-Lutz Henkel beim geistlichen Impuls anlässlich des Baubeginns der neuen Aussegnungshalle. Foto: DU

Verantwortliche der Politik sowie der Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft beim offiziellen Spatenstich für die neue Aussegnungshalle auf dem Ahrtor-Friedhof in Ahrweiler. Foto: DU

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Ahrweiler Weinwochen
Anzeige Dentino Club
Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Pellenzer Lehrstellenbörse
Jobmesse Nürburgring
Kirmes Ettringen 2026
Empfohlene Artikel
(von links) Pascal Rowald, Jan Ritter und Peter Diewald im großen Sitzungssaal des Rathauses.  Foto: GS
367

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler bekommt einen neuen Ersten Beigeordneten. Jan Ritter wird Peter Diewald ablösen, der zum Jahresende in den Ruhestand geht. Ritter wurde vor großem Publikum unter Sitzungsleitung von Bürgermeister Pascal Rowald in dessen erster Sitzung als Stadtchef im zweiten Wahlgang zum Stadt-Vize gewählt. 21 von 36 Ratsmitglieder haben für den 46-Jährigen gestimmt, der für die CDU im Kreistag von Ahrweiler sitzt.

Weiterlesen

Die Junggesellen freuen sich auf unvergessliche fünf Tage. Foto: privat
147

Bad Bodendorf. Der Sinziger Stadtteil Bad Bodendorf steht wieder ganz im Zeichen der traditionellen Kirmes. Der Junggesellenverein (JGV) Bad Bodendorf lädt von Freitag, 4. September, bis Dienstag, 8. September 2026, zu fünf abwechslungsreichen Festtagen ein. Rund um den Kirmesplatz erwartet die Besucher ein buntes Programm für Jung und Alt, musikalische Unterhaltung und zahlreiche traditionelle Höhepunkte.

Weiterlesen

11

Unkel. Offenes Mitmach-Singen veranstaltet vom Kirchenchor des Seelsorgebereichs Unkel von 19 bis 20 Uhr auf dem Gelände des Christinenstifts in Unkel – bei schlechtem Wetter in der Kapelle - als Mitgestalter eines bundesweit von hunderten Chören gemeinsam ausgerichteten Liederabends anlässlich des Einheitsfestes. Liedrepertoire von altem Volksliedgut bis zu bekannten Liedern neuerer Interpreten, die für Freiheit und Frieden stehen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Das St. Nikolaus-Stiftshospital geht mit gestärkter Position aus der neuen Krankenhausplanung des Landes Rheinland-Pfalz hervor.Foto: St. Nikolaus-Stiftshospital/Holger Lindner
1138

Rheinland-Pfalz bestätigt breites medizinisches Leistungsspektrum und stärkt das St. Nikolaus-Stiftshospital als wichtigen Standort

Krankenhaus Andernach geht gestärkt aus neuer Leistungsgruppenzuteilung hervor

Andernach. Das St. Nikolaus-Stiftshospital geht mit gestärkter Position aus der neuen Krankenhausplanung des Landes Rheinland-Pfalz hervor. Durch die zugewiesenen Leistungsgruppen werden rund 99,5 Prozent des bisherigen Leistungsspektrums vollständig abgebildet. Das Krankenhaus sowie der Träger, die Stiftung St. Nikolaus-Stiftshospital Andernach, sehen darin die hohe medizinische Qualität und breite Expertise des Hauses bestätigt.

Weiterlesen

04.09.: Nickenich: Schwerer Verkehrsunfall: Motorradfahrer kollidiert mit Anhänger
857

Nickenich. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich auf der L 118 zwischen Andernach und Kruft. Der Fahrer eines Wohnmobils, das mit einem Anhänger unterwegs war, befuhr die Strecke von Nickenich in Richtung Mendig. In der Nähe eines Schotterparkplatzes entschied er sich, das Gespann über die Gegenfahrbahn zu wenden. Genau in diesem Moment kam ein Motorradfahrer entgegen und kollidierte mit dem Anhänger.

Weiterlesen

Symbolbild.
730

Ulmen. Am Freitag, den 4. September 2026, ereignete sich gegen 00:10 Uhr im Einmündungsbereich der B259 und K2 in der Ortslage Ulmen ein schwerer Verkehrsunfall zwischen zwei Personenkraftwagen. Nach bisherigem Erkenntnisstand befuhr ein Autofahrer die B259 von Ulmen in Richtung Auderath. Ein anderer Fahrer befand sich auf der K2 und wollte nach links auf die B259 abbiegen. Im Einmündungsbereich kam es dann aufgrund einer Vorfahrtsmissachtung zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge.

Weiterlesen